Szenische Künste ist ein Bachelor-Studiengang am Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim. Im Gegensatz zu klassischen Regie-Studiengängen ist das Studium interdisziplinär ausgerichtet und verhandelt Inszenierungen im weitesten Sinne vor dem Hintergrund der verschiedenen Künste sowie kulturwissenschaftliche Fragestellungen und aktuellen gesellschaftlichen Phänomenen.

Die Universität Hildesheim ist derzeit die einzige in Deutschland, die diesen Studiengang anbietet. Zentrales Merkmal des Studiums im Fachbereich II Kulturwissenschaft & Ästhetische Kommunikation ist das Konzept der Verschränkung von Theorie und Praxis, das die Grundlage für die Szenische Forschung und die Ausbildung entsprechender Akteure bietet.

Aufbau des Bachelor-Studiengangs Nachdem sie eine dreistufige Eignungsprüfung (Klausur, Präsentation eines künstlerischen Werks, Aufnahmegespräch) erfolgreich absolviert haben, werden jedes Jahr zum Wintersemester etwa 25 Studierende aufgenommen

Die Studierenden belegen ein Hauptfach (Theater oder Film & Bewegtbild) und wählen zwei weitere Nebenfächer aus dem Lehrangebot des Fachbereichs aus. Zur Auswahl stehen neben Theater sowie Film & Bewegtbild auch die Fächer Literatur, Musik, Bildende Kunst, Philosophie und Kulturpolitik. Ergänzt wird das Studienangebot im Hauptfach und den Nebenfächern durch kulturwissenschaftliche Lehrveranstaltungen, das sogenannte „Projektsemester“ und verpflichtende Praktika. Ein wesentliches Element sind zudem eigene Projekte der Studierenden in den Bereichen Theater, Film, Performance und Medienkunst im Rahmen des Studiums . Das Studium führt zum Abschluss des Bachelor of Arts.

Konsekutive Master-Studiengänge Als Master-Studiengänge, die im Anschluss an den Bachelor Szenische Künste studiert werden können, werden an der Universität Hildesheim die Studiengänge M.A. Künste und Gegenwartskulturen transdisziplinär, M.A. Kulturvermittlung, Kulturvermittlung und Transformation im Kontext der Künste, M.A. Literarisches Schreiben und Lektorieren und M.A. Philosophie und Künste interkulturell angeboten. Möglich ist auch der Anschluss eines Master-Studiums an anderen Universitäten oder Hochschulen, sowohl in künstlerischen Fächern als auch in den Feldern der Theater-, Medien- und Kulturwissenschaften.

Arbeitsfelder & Perspektiven Die AbsolventInnen des Bachelors Szenische Künste arbeiten vor allem in den Bereichen der Theater- und Medienproduktion (Regie & Dramaturgie), in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, im Journalismus und in der Theater- und Medienpädagogik Zahlreiche Absolvent*innen sind in der Organisation von Kulturinstitutionen und -veranstaltungen tätig, u.a. für Theaterhäuser, Filmförderanstalten, oder Festivals. Eine wichtige Perspektive ist zudem die selbstständige Kunstproduktion in der Freien Szene, vor allem in Performance- und in Film-Kollektiven. So studierten die RegisseurInnen Anta Helene Recke, Faraz Shariat, René*e Reith, Jessica Glause, Hannah Biedermann oder Marie Schwesinger Szenische Künste. Während des Studiums gründeten sich Film- und Performancekollektive wie Jünglinge, Markus&Markus, Henrike Iglesias oder Machina eX.

Kulturpraxis-Blog der Studierenden am Fachbereich II Instagram-Auftritt des Kulturcampus Wikipedia-Eintrag (Marjorie) des Schwesterstudiengangs "Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis" Theaterliebe: Theater als Arbeitsstätte

Einzelnachweise

Kategorie:Studienfach