Markus Alexander Reichel (* 15. Juli 1968 in München) ist ein deutscher Politiker (CDU), Mathematiker und Unternehmer. Seit der Bundestagswahl 2021 ist er Mitglied des Deutschen Bundestags.
rechts|468x468px|Dr. Markus Reichel MdB im Paul-Löbe-Haus, fotografiert von Frank Graetz
Leben Reichel absolvierte 1987 das Abitur am Gymnasium des Benediktiner-Klosters Schäftlarn. Nach seinem Abitur absolvierte er den Zivildienst in der Pflege. Ab 1988 studierte er Japanologie und Geschichte an der Universität Wien. Von 1991 bis 1993 absolvierte er ein Studium der Mathematik an der Technischen Universität Dresden.
Nach der deutschen Wiedervereinigung kehrte er nach Deutschland zurück und studierte Mathematik an der Technischen Universität Dresden sowie in Bonn. Das Studium schloss er 1994 als Diplom-Mathematiker ab. Anschließend absolvierte er ein Aufbaustudium der Wirtschaftswissenschaften zum Diplom-Wirtschaftsmathematiker. 1998 promovierte Reichel an der Technischen Universität Dresden mit einer Dissertation zur Markteinführung erneuerbarer Energien. Die Arbeit wurde mit „summa cum laude“ bewertet. Gefördert wurde die Promotion durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.
1999 gründete Reichel ein Unternehmen, das er bis 2021 als Geschäftsführer leitete.https://www.bundestag.de/abgeordnete/biografien/R/reichel markus-861274
Reichel ist verheiratet und Vater von fünf Kindern.
2025 legt Reichel die Prüfung zum vierten Dan im Aikido erfolgreich ab.
Seit dem 27. Juni 2026 ist er Co-Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit.
Politik
Reichel trat 1994 der CDU bei. Von 2011 bis 2021 war er Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT Sachsen) der CDU Sachsen. Seit 2015 leitete er den Landesfachausschuss Wirtschaft & Innovation der Sächsischen Union und ist seit 2021 ihr Ehrenvorsitzender. Seit 2015 leitet er den Landesfachausschuss Wirtschaft & Innovation der Sächsischen Union. Im Jahr 2014 legte er nach mehrmonatigem Diskussionsprozess die Wirtschaftsstrategie Sachsen 2030 vor, die später Grundlage des Wirtschaftsprogramms der CDU Sachsen wurde. Markus Reichel leitete gemeinsam mit dem damaligen Generalsekretär der CDU Sachsen Michael Kretschmer die Programmkommission. Im Jahr 2024 wurde die Wirtschaftsstrategie durch die „Wirtschaftsstrategie Sachsen 2035“ ersetzt. 2019 war er als Co-Leiter der Arbeitsgruppe „Wirtschaft/Verkehr/Infrastruktur“ in den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, SPD, und Grüne sowie 2024 bei den Koalitionsverhandlungen für das Thema „Wirtschaft“ eingebunden.
Von November 2019 bis Juni 2025 war Reichel Kreisvorsitzender der CDU Dresden.Sandro Pohl-Rahrisch: CDU in Dresden hat einen neuen Vorsitzenden. saechsische.de, 7. Juni 2025, abgerufen am 8. Juli 2025. Bereits von 2011 bis 2021 war er Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU Sachsen und ist seit 2021 ihr Ehrenvorsitzender.
Während seiner Amtszeit als CDU-Kreisvorsitzender positionierte sich Reichel mehrfach gegen PEGIDA und sprach sich gegen gemeinsame Initiativen mit AfD und Die Linke im Dresdner Stadtrat aus. Reichel kündigte an, dass es nicht bei dem einmaligen Ereignis bleiben sollte. Laut einer internen Mitgliederumfrage war für Reichel klar, dass ein bürgerliches Zeichen gegen PEGIDA eine gute Maßnahme ist. Auch wenn die CDU das Demonstrieren nicht gewohnt ist, hat sich die Partei laut Reichel weiterentwickelt und muss „die Komfortzone verlassen“. 2020 ist für ihn ein Wendejahr gewesen, in dem der Rückhalt für PEGIDA immer mehr verloren ging.
Im Februar 2021 forderte Reichel eine Änderung der Impfstrategie während der COVID-19-Pandemie. Demnach sollen alle praktizierenden Ärzte, nicht nur Hausärzte, beim Impfen mitwirken können. An seiner eigenen Partei bemängelte Reichel, dass sich die CDU zu sehr in Struktur- und Personaldebatten verloren hat. Für ihn ist es unerklärlich, dass die Grünen bei der Nachhaltigkeitsthematik die CDU in die Defensive gedrängt haben.
Am 26. September 2021 gewann er im Bundestagswahlkreis Dresden I das Direktmandat und zog damit in den 20. Deutschen Bundestag ein. Bei der Bundestagswahl 2025 erhielt er 27,3 % der Erststimmen, unterlag damit dem AfD-Kandidaten Thomas Ladzinski und zog über die CDU-Landesliste wieder in den Bundestag ein.
In der 20. Legislaturperiode war Reichel Mitglied im Ausschuss für Digitales sowie im Ausschuss für Arbeit und Soziales.
In der aktuellen Legislaturperiode gehört er dem Ausschuss für Arbeit und Soziales sowie dem Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung an. Zudem ist er stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss.
Innerhalb der CDU/CSU-Bundestagsfraktion arbeitet Reichel unter anderem im Parlamentskreis Mittelstand mit und war Teil der Kommission zur Reform des Sozialstaats.
Seit Herbst 2025 ist er Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur. Im November 2025 wird er von Außenminister Wadephul in den Beirat der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit berufen.
Markus Reichel ist Mitglied in der Deutsch-Ukrainischen und Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe sowie im Freundeskreis Berlin-Taipeh.
Weblinks
Website von Markus Reichel
Einzelnachweise
Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Sachsen) Kategorie:Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales (Deutscher Bundestag) Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert) Kategorie:CDU-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1968 Kategorie:Mann