Prötschenbach (oberfränkisch: BredschaboochE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 200. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „bredschabōch“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Mainleus im Landkreis Kulmbach (Regierungsbezirk Oberfranken). Prötschenbach liegt in der Gemarkung Wernstein.
Geografie Der Weiler liegt linksseitig des oberen Laufs des Prötschenbachs, eines rechten Zuflusses des Mains. Eine Anliegerstraße führt 800 Meter nordwestlich nach Wernstein zur Kreisstraße KU 6.
Geschichte Der Ort wurde 1422 als „Pretschenbach“ erstmals schriftlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Namens ist möglicherweise der Personenname Brezzo,E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 132. eine Ableitung vom slawischen Wort *prečny „quer“ ist jedoch wahrscheinlicher.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Prötschenbach zwei Anwesen (1 Tropfgütlein, 1 Haus). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Das Rittergut Wernstein war Grundherr beider Anwesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis. S. 630.
Von 1797 bis 1810 unterstand Prötschenbach dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. 1810 kam der Ort zum Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde Prötschenbach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Schmeilsdorf und der 1812 gebildeten Ruralgemeinde Danndorf zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt von 1818 entstand die Ruralgemeinde Wernstein, zu der Prötschenbach gehörte.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 776f. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Prötschenbach am 1. Januar 1972 in den Markt Mainleus eingegliedert.
Baudenkmäler Baudenkmäler sind ein hölzernes Pumphaus und eine segmentbogige Betonbrücke, die beide im Jahr 1925 gebaut wurden und zur sogenannten „Hornschuchvilla“ gehören.
Religion Prötschenbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Veit (Veitlahm) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Mainleus) Kategorie:Weiler im Landkreis Kulmbach Kategorie:Ersterwähnung 1422 Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft