Elīna Ieva Bota (* 14. Mai 2000 in Sigulda als Elīna Ieva Vītola) ist eine lettische Rennrodlerin.
Karriere Anfänge Bota begann mit dem Rennrodeln im Alter von 11 Jahren. Ihr erstes internationales Rennen bestritt sie als Teil des lettischen Nachwuchsteams am 19. November 2015 auf der Lillehammer Olympiske Bob- og Akebane, wo sie im Jugend-A-Weltcup Elfte wurde. Eine Woche später gelang auf der lettischen Heimbahn in Sigulda ein zwölfter Platz, ehe sie Anfang Dezember 2015 am Königssee mit Platz 21 die schwächste gewertete Saisonleistung einfuhr. Lediglich der 22. Platz in Innsbruck-Igls war ein noch schwächeres Ergebnis, welches jedoch aufgrund der Streichresultatregelung keinen Einfluss auf die Gesamtwertung hatte. Nach einem zehnten Platz in Altenberg sowie Platz 14 in Oberhof schloss die Saison 2015/16 auf Platz 15 der Gesamtwertung ab. Die Qualifikation für die Olympischen Jugend-Winterspiele 2016 in Lillehammer verpasste sie damit, Anda Upīte erhielt diese Nominierung.
In der Saison 2016/17 rückte sie in den Junioren-Weltcup, die nächsthöhere Altersklasse, auf. Den Doppelweltcup in Calgary zum Saisonauftakt hatte das lettische Team aufgrund der unverhältnismäßig hohen Reisekosten und -belastungen traditionell ausgelassen, sodass Bota lediglich vier von sechs Saisonrennen bestritt. Mit einem achten Platz in Innsbruck-Igls, zwei neunten Plätzen in Altenberg und Oberhof sowie einem zehnten Platz in Winterberg erzielte sie insgesamt 156 Weltcuppunkte, welche Platz 14 in der Gesamtwertung bedeuteten. Sie war damit, vor Anda Upīte, stärkste lettische Rennrodlerin dieser Wertung. Bei den Junioreneuropameisterschaften, die parallel mit dem Juniorenweltcuprennen in Oberhof ausgetragen wurde, wurde sie Achte; mit der Mannschaft um Kristers Aparjods und dem Doppelsitzer Mārtiņš Bots/Roberts Plūme erreichte sie in beiden Wertungen die Bronzemedaille. Die Juniorenweltmeisterschaften auf ihrer Heimbahn in Sigulda beendete sie als Elfte. Dort verpasste sie die Qualifikation für den Mannschaftswettbewerb, bei dem traditionell die stärkste Einsitzerfahrerin starten darf, da sie sich ihrer Landsfrau Upīte geschlagen geben musste.
Erste Starts im Elite-Weltcup und Erfolge im Juniorenbereich mini|links|Bota beim Nationencup in Winterberg (2017) Da der Junioren-Weltcup 2017/18 erst Mitte Dezember 2017 seinen Auftakt feierte, startete Bota zunächst im Nationencup, dem Qualifikationsrennen für den Elite-Weltcup. Bei den Rennen in Innsbruck-Igls (Platz 19) sowie Winterberg (Platz 15) verpasste sie jeweils knapp die Qualifikation für den Weltcup. Diese gelang jedoch bei der dritten Station in Altenberg mit einem 13. Platz im Nationencup; bei ihrem anschließenden Weltcupdebüt erzielte sie den 21. Platz. In der Folge kehrte sie in den Junioren-Weltcup zurück und erzielte beim Doppelweltcup zum Auftakt in Oberhof einen sechsten und einen achten Platz. Nach einem erneut schwachen Ergebnis am Königssee mit Platz 17, einem elften Platz und einem Sturz beim Doppelweltcup in Innsbruck-Igls und Platz 15 in Winterberg, reichte es nur zu Platz 13 in der Gesamtwertung, wobei sie erneut bestplatzierte Lettin wurde. In der Wertung der Junioreneuropameisterschaften (Winterberg) erreichte sie Platz 13, ein Sturz bei den Juniorenweltmeisterschaften in Altenberg verhinderte erneut eine Teilnahme am Mannschaftswettbewerb. In der Gesamtweltcupwertung der Elite belegte sie mit 50 Punkten den 37. Platz.
Für die Saison 2018/19 reisten die lettischen Rennrodler auch zu den drei Auftaktweltcups nach Übersee. Beim Doppelweltcup in Park City erreichte Bota Platz 9 und 13 in den Einsitzerwettbewerben. Im Mannschaftswettbewerb gelangen zusammen mit Gints Bērziņš und dem Doppelsitzer Mārtiņš Bots/Roberts Plūme zwei vierte Plätze. In Calgary lief es mit Platz 14 im Einsitzerwettbewerb nicht besser, in der Mannschaft reichte es jedoch erneut zu Platz 4. Nach der Pause über den Jahreswechsel machte der Juniorenweltcup Station auf dem Olympia Bob Run St. Moritz–Celerina. Die Rennen, die gleichzeitig als Junioreneuropameisterschaften gewertet wurden, schloss Bota im Einsitzer in beiden Wertungen (Weltcup und Europameisterschaft) als Zweite ab, womit sie ihr bis dahin bestes Ergebnis erzielen konnte. Auch im Mannschaftswettbewerb erreichte sie mit der gewohnten Besetzung die Silbermedaille. Die anschließenden Juniorenweltmeisterschaften in Innsbruck-Igls bildeten den Tiefpunkt der Saison für Bota; nach einem kapitalen Fahrfehler am Start verpasste sie die Qualifikation für den zweiten Lauf und wurde schlussendlich 29. der Wertung. Bei den abschließenden Weltcuprennen in Winterberg und Oberhof wurde sie Zwölfte bzw. Neunte, was Platz 8 in der Gesamtwertung bedeutete. Bei den Mannschaftswettbewerben gelangen erneut zweite Plätze.
mini|links|Bota beim Junioren-Weltcup in Altenberg (2019) mini|Elīna Ieva Bota (2019) Der Junioren-Weltcup der Saison 2019/20 begann mit Verzögerung, ohnehin war aufgrund der notwendigen Qualifikationsrennen der Altersklasse Jugend A für die anstehenden Olympischen Jugend-Winterspiele 2020 nur ein eingeschränktes Programm vorgesehen. Das Weltcuprennen in Park City musste wegen Problemen an der Kühlanlage abgesagt werden; beim Ersatzweltcup am Königssee wurde Bota nur 13., ein Mannschaftswettbewerb wurde dort nicht ausgetragen. Beim anschließenden Doppelweltcup in Altenberg fuhr sie jeweils auf den fünften Platz. Für den ersten Mannschaftswettbewerb erhielt Sigita Bērziņa den Vorzug, beim zweiten Rennen konnte das lettische Team nach einem Sturz von Gints Bērziņš, dem einzigen lettischen Männer-Einsitzer, nicht starten. Während der Junioren-Weltcuppause aufgrund der Olympischen Jugend-Winterspiele rückte Bota in das Team des Elite-Weltcups auf. Beim Weltcup in Lillehammer, der gleichzeitig als Europameisterschaften gewertet wurde, gelang im Nationencup mit Platz 13 die Qualifikation für das Hauptrennen, bei dem sie 21. wurde. Dies bedeutete in der EM-Wertung den 17. Platz. Bei der erstmals durchgeführten U23-Europameisterschaftswertung wurde sie Siebente. Auch für den Elite-Weltcup in Sigulda qualifizierte sich Bota mit einem siebenten Platz im Nationencup, beim anschließenden Hauptrennen wurde sie Zwölfte. In den Junioren-Weltcup zurückgekehrt, erzielte sie beim Doppelweltcup in Winterberg erneut zwei fünfte Plätze, auch in der Junioreneuropameisterschaftswertung gelang ihr dieser Platz. Den Gesamtweltcup beendete sie als Fünfte, musste sich jedoch hinter ihrer Teamkollegin Bērziņa einreihen. Bei den Juniorenweltmeisterschaften in Oberhof erreichte sie den neunten Rang, im Mannschaftswettbewerb mit Gints Bērziņš und dem Doppelsitzer Eduards Ševics-Mikeļševics/Lūkass Krasts gewann sie die Silbermedaille hinter der deutschen Mannschaft um Junioren-Olympiasiegerin Jessica Degenhardt, Elite-Weltcupstarter Moritz Bollmann und Max Ewald/Jakob Jannusch. Ihre 73 Punkte in der Elite-Weltcupwertung bedeuteten schlussendlich den 35. Platz.
Etablierung im Elite-Weltcup mini|Bota bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften 2021 am Königssee mini|Bota bei den Rennrodel-Weltmeisterschaften 2021 am Königssee Für die Saison 2020/21 wurde die Altersgrenze des Junioren-Weltcups von 20 auf 21 Jahre erhöht, Bota wäre somit erneut und letztmals startberechtigt gewesen. Der Junioren-Weltcup wurde jedoch aufgrund der COVID-19-Pandemie stark reduziert geplant und schlussendlich vollständig abgesagt. Für den Elite-Weltcup hatten die Trainer zunächst Sigita Bērziņa nominiert, diese konnte jedoch mit schwachen Ergebnissen in Innsbruck-Igls I, Altenberg, Oberhof I und Winterberg die Erwartungen nicht erfüllen. Für den Heimweltcup in Sigulda, der zugleich als Europameisterschaften gewertet wurde, erhielt Bota den Vorzug. Mit der Silbermedaille im Nationencup gelang sehr erfolgreich die Qualifikation für das Hauptrennen, bei dem sie Fünfte wurde, was zugleich dem EM-Rang entsprach. Sie gewann mit diesem Ergebnis auch die Goldmedaille in der U23-EM-Wertung. Mit diesem starken Resultat reiste sie auch zum zweiten Weltcup nach Oberhof, stürzte jedoch im Nationencup und verpasste die Qualifikation. In Innsbruck-Igls (Innsbruck-Igls II, da es sich um den zweiten Weltcup der Saison handelte, der in Innsbruck-Igls ausgetragen wurde) gelang mit Platz 7 im Nationencup erneut die Qualifikation für das Weltcuprennen, beim Hauptrennen wurde sie 16., es folgte die Nominierung für die Weltmeisterschaften am Königssee. Im Sprint verpasste sie dort die Qualifikation für das Wertungsrennen, beim klassischen Wettbewerb fuhr sie auf den 16. Rang, was einen sechsten Platz in der U23-WM-Wertung bedeutete. Für den abschließenden Weltcup in St. Moritz–Celerina qualifizierte sie sich mit einer Bronzemedaille im Nationencup. Das Hauptrennen war geprägt von schwierigen Witterungsverhältnissen, so beeinflusste starker Schneefall immer wieder den Fortgang des Rennens. Bota gelangen zwei sehr gute Läufe, die schlussendlich ihren ersten Weltcupsieg – vor Doppelweltmeisterin Julia Taubitz und der Lokalmatadorin Natalie Maag – bedeuteten. Das anschließende Teamstaffelrennen, für welches sie gemeinsam mit Artūrs Dārznieks sowie Mārtiņš Bots/Roberts Plūme nominiert war, musste abgesagt werden. Die Saison beendete sie als 22. in der Gesamtweltcupwertung und 20. in der klassischen Disziplinenwertung.
mini|Bota beim Weltcup in Oberhof (2022) mini|Als Teamstaffel-Europameisterin in St. Moritz–Celerina (2022)