Zellesmühle (fränkisch: DsällesmielE. Fuchshuber: Uffenheim, S. 236. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „dsęlɘsmīl“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weigenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Zellesmühle liegt in der Gemarkung Reusch.
Lage Die Einöde liegt im Tal des Iffbachs (im Unterlauf Iff genannt), einem linken Zufluss des Breitbachs, und ist von Acker- und Grünland umgeben. Ein Anliegerweg führt zur Lanzenmühle (1 km westlich) bzw. zur Kreisstraße NEA 43 (0,5 km östlich).
Geschichte Der Ort wurde 1528 als „Federleins-Mühl“ erstmals urkundlich erwähnt. 1615 saß auf ihr der „Söllis-Müller“. 1735 wurde sie „Zölleinsmühl“,E. Fuchshuber: Uffenheim, S. 236. 1820 schließlich „Zellesmühle“ genannt. Benannt wurde die Mühle nach Federlein bzw. Söll, den Familiennamen der jeweiligen Besitzer.
Von 1797 bis 1808 unterstand Zellesmühle dem preußischen Justiz- und Kammeramt Uffenheim. 1806 kam der Ort an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Zellesmühle dem Steuerdistrikt Ippesheim und der Ruralgemeinde Reusch zugewiesen.
Am 1. Juli 1972 wurde Zellesmühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Weigenheim eingegliedert.
Heute befindet sich um die Zellesmühle eine ausgedehnte Baumschule.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1836 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 5 5 5 5 9 12 6 6 6 6 0 2HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1836 und von 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 1 1 1 1Quelle Dort als Zellermühl aufgelistet. Dort als Sorllesmühl aufgelistet mit sechs Einwohnern und einer Feuerstelle.
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Marien (Reusch) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Weigenheim) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1528