mini|Der Vøringsfossen im oberen Måbødalen Das Måbødalen ist ein Tal in der norwegischen Kommune Eidfjord in der Provinz (Fylke) Vestland. Durch das Tal fließt der Bjoreio.
Lage mini|Die alte Straße durch das Måbødalen vor der Neutrassierung 1986 Das Måbødalen ist ein enges Tal im Nordwesten der Hardangervidda, der größten Hochebene Europas. Das Tal liegt vollständig in der Kommune Eidfjord zwischen dem Fjord Eidfjord im Westen und dem Tal Sysendale im Osten.
Durch das Måbødalen fließt der Bjoreio. Der Fluss stürzt in seinem Lauf den Vøringsfossen hinunter. Der Wasserfall hat eine Gesamtfallhöhe von 182 Metern, mit einem freien senkrechten Fall von 145 Metern. Er wird durch das Sy-Sima-Wasserkraftwerk reguliert. Der Vøringsfossen markiert den Übergang zwischen dem älteren, weiten Sysendale und dem jüngeren, von steil aufragenden Felswänden eingerahmten Måbødalen.
Im weiteren Verlauf etwa 2 Kilometer nach dem Wasserfall bildet der Bjoreio mit dem Måbøvatnet einen kleinen, etwa 400 m langen See, bevor er weiter talabwärts fließt. Kurz vor dem Erreichen des Eidfjords mündet der Bjoreio in das Eidfjordvatnet. Aus diesem fließt der Eio ab, der in der Ortschaft Eidfjord in den gleichnamigen Fjord mündet.
Verkehr Durch das Måbødalen verläuft der Riksvei 7, der von der ostnorwegischen Stadt Hønefoss bis in die Kommune Eidfjord führt. Der Riksvei bildet in diesem Abschnitt die Landschaftsroute Hardangervidda.
Bereits seit 1872 gab es einen vom Norwegischen Touristenverband gebauten Touristenweg durch das Måbødalen bis hinauf zum Vøringsfossen. Ab 1900 begann die Konstruktion der ersten befahrbaren Straße, welche dann 1916 eröffnet wurde. Die Straße verlief auf dieser Routenführung bis 1986, bevor dann eine völlig neue Trasse durch das Måbødalen eröffnet wurde. Die alte Route mit zwei kurzen Tunnelabschnitten und über mehrere 180°-Kehren entlang des steilen Abhangs führend ist seither ein Rad- und Fußweg. In den neuen Straßenverlauf gehen nun vier Tunnel ein, unter anderem der Storegjeltunnel (Storegjeltunnelen) mit einer 360°-Kehrschleife im Inneren des Berges, und der knapp 2 km lange Måbøtunnel (Måbøtunnelen). Im August 1988 kam es dort zu einem schweren Busunglück. Ein Bus mit defekten Bremsen beschleunigte auf dem Weg durch den Tunnel unkontrolliert auf eine Geschwindigkeit von etwa 90 km/h. Um nicht den Abgrund hinunterzustürzen, steuerte der Fahrer den Bus am Tunnelausgang gezielt gegen die Tunnelwand. An Bord befanden sich vor allem Schulkinder aus dem schwedischen Kista, die sich auf einer Klassenfahrt befanden. Es starben 16 der 34 Passagiere, davon 12 Kinder.
Kunst mini|Måbødalen von Johan Christian Clausen Dahl Der norwegische Landschaftsmaler Johan Christian Clausen Dahl fertigte im Jahr 1854 ein Gemälde namens Måbødalen an.
Weblinks
Måbødalen im Store norske leksikon (norwegisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Tal in Europa Kategorie:Tal in Norwegen Kategorie:Geographie (Vestland) Kategorie:Eidfjord (Kommune)