Die Basketball Löwen Braunschweig sind eine Basketballmannschaft aus Braunschweig. Der Gesellschafter der Basketball Löwen Braunschweig GmbH ist Dennis Schröder.

Geschichte

Saison Platz S / N Punkte Körbe 2000/01 6 13 / 13 26 : 26 2271 : 2390 2001/02 12 7 / 19 14 : 38 2027 : 2230 2002/03 3 17 / 9 34 : 18 2127 : 2035 2003/04 11 11 / 17 22 : 34 2258 : 2368 2004/05 12 12 / 18 24 : 36 2325 : 2399 2005/06 16 7 / 23 14 : 46 2226 : 2451 2006/07 14 13 / 21 26 : 42 2460 : 2634 2007/08 9 17 / 17 34 : 34 2551 : 2584 2008/09 13 14 / 20 28 : 40 2452 : 2455 2009/10 8 19 / 15 53 2688 : 2629 2010/11 5 20 / 14 54 2647 : 2563 2011/12 7 18 / 16 36 : 32 2645 : 2651 2012/13 13 14 / 20 28 : 40 2591 : 2723 2013/14 15 11 / 23 22 : 46 2560 : 2628 2014/15 9 17 / 17 34 : 34 2619 : 2653 2015/16 10 16 / 18 32 : 36 2545 : 2611 2016/17 16 6 / 26 12 : 52 2398 : 2708 2017/18 12 14 / 20 28 : 40 2527 : 2741 2018/19 8 17 / 17 34 : 34 2890 : 2853 2019/20 11 9 / 11 18 : 22 1791 : 1831 2020/21 9 16 / 18 32 : 36 2857 : 2812 2021/22 13 12 / 21 24 : 42 2743 : 2787 2022/23 14 12 / 22 35,3 % 2725 : 2829 2023/24 12 15 / 19 44,1 % 2777 : 2869 2024/25 3 20 / 12 62,5 % 2690 : 2585 2025/26 17 10 / 24 20 : 48 2821 : 3070 Legende: = Playoffteilnahme = Abstiegsplatz

Schwieriger Auftakt in die Eigenständigkeit Bis zur Saison 1999/2000 nahm die SG Braunschweig am Spielbetrieb der 1. Basketball-Bundesliga teil.

Vor der Saison 2000/01 übernahm die neugegründete Basketball-Braunschweig GmbH als Tochtergesellschaft der Metabox Sportmarketing AG den Spielbetrieb vom bisherigen Lizenzinhaber Richard Hartwig. Neuer Namens- und Hauptgeldgeber war das Unternehmen Metabox AG aus Hildesheim. Gleichzeitig fand der Umzug von der Spielstätte Alte Waage in die neuerrichtete Volkswagenhalle statt. Das veranlasste das Fachblatt Basketball zur Einschätzung, in Braunschweig beginne eine neue Ära, die mit „extrem hohen Ansprüchen“ verbunden sei. Die Metabox AG sagte einen Mannschaftshaushalt von jährlich 4,5 Millionen D-Mark zu. Die Hoffnung des Unternehmens, dass sich weitere örtliche Unternehmen anschließen, erfüllte sich bis auf wenige Ausnahmen nicht. Mit Harald Stein wurde eine Braunschweiger Identifikationsfigur zurückgeholt, allerdings beklagte Trainer John Van Crombruggen, lange keine finanzielle Klarheit gehabt zu haben und deshalb in der Mannschaftszusammenstellung behindert worden zu sein. Van Crombruggen trat nach nur zwei Spielen zurück und begründete den Schritt mit Belästigungen durch anonyme Anrufe. Brad Dean wurde sein Nachfolger.

Hauptgeldgeber Metabox geriet in wirtschaftliche Not, die Betreibergesellschaft zahlte die Gehälter der Braunschweiger Spieler im November 2000 mit Verspätung, im selben Monat versuchte sie vergeblich, andere Unternehmen als Nothelfer zu gewinnen. Metabox drehte Anfang Dezember 2000 den Geldhahn zu und gab seine Anteile an der Betreibergesellschaft im selben Monat für einen symbolischen Verkaufspreis von einer D-Mark an Geschäftsführer Klaus-Peter Klewe ab. Die Basketball-Braunschweig GmbH meldete Mitte Dezember 2000 Insolvenz an, die Basketball-Bundesliga GmbH stellte den Braunschweigern Raphael Beckmann als Krisenhelfer zur Verfügung, der unter anderem dabei helfen sollte, den Spielbetrieb bis zum Saisonende sicherzustellen. Trainer Dean verließ Braunschweig, in den ersten Tagen des Jahres 2001 kam der damalige deutsche Bundestrainer Henrik Dettmann als neuer Trainer. Der Deutsche Basketball-Bund stellte den Braunschweigern die Dienste Dettmanns leihweise zur Verfügung. Ende Januar 2001 übernahm die eilig gegründete Stadtsport GmbH mit dem Stadtsportbund als alleinigem Gesellschafter die Lizenz der Braunschweiger Bundesliga-Mannschaft. Zudem brachten örtliche Unternehmen nun Geld ein, in der Stadt Braunschweig löste die Not des Bundesligisten eine Unterstützungswelle aus, die sich unter anderem durch nunmehr deutlich höhere Zuschauerzahlen ausdrückte. Die Mannschaft hieß fortan Stadtsport Braunschweig.

Da der bisherigen Mannschaft verkündet wurde, nur noch verringerte Gehälter anbieten zu können, verließ die Mehrheit der Spieler Braunschweig, es wurden von Spielern Klagen wegen ausstehender Zahlungen eingereicht. Zudem entschloss man sich, mit „Leihtrainer“ Dettmann nicht weiterzumachen, sondern im Februar 2001 Ken Scalabroni als neuen Trainer zu holen, der in kurzer Zeit unter den wirtschaftlichen schwierigen Bedingungen ein fast vollständig neues Aufgebot zusammenstellen musste. Nur die Spieler Mark Flick und Jason Maile blieben, neu geholt wurden neben anderen die US-Amerikaner John Celestand und Robert Conley. Unter Scalabroni wurde das Bundesliga-Viertelfinale erreicht und das ereignisreiche Spieljahr, das die Zeitung Die Welt als „Braunschweigs chaotischste Saison aller Zeiten“ einstufte, noch mit einem unerwartet guten Ergebnis abgeschlossen.

Die Mannschaft firmierte bis zum Ende der Saison 2001/02 unter dem Namen StadtSport Braunschweig. In der Saison 2002/03 wurde unter dem Namen TXU Braunschweig gespielt. Seit der Spielzeit 2003/04 lautete der Name BS Energy Braunschweig. Am Ende der Saison 2005/06 stand man auf einem Abstiegsplatz. Durch die Aufstockung der Bundesliga um zwei weitere Plätze hatte der Verein die Möglichkeit, sich eine Wildcard in einem Bewerbungsverfahren für zusätzliche 100.000 Euro zu erkaufen. Aufgrund der Saisonleistung blieben auch Mittelzuflüsse aus, sodass der Verein sich dieses nur durch die Unterstützung der Sponsoren (BS Energy, Öffentliche Versicherung Braunschweig, Volkswagen Sport Förderung) leisten konnte. BS Energy verzichtete auf sein Recht des Namensgebers, sicherte aber wie die beiden anderen großen Sponsoren die gleiche Fördersumme wie bisher zu.

Ab 2006: Als Phantoms zurück in die Meisterrunde In der Saison 2006/07 wurde das Braunschweiger Bekleidungsunternehmen New Yorker neuer Namenssponsor. Der neue Mannschaftsname wurde in einer Umfrage auf der Website des Unternehmens ermittelt, bei der drei Varianten zur Auswahl standen. 78 % der rund 4800 Teilnehmer stimmten für den Namen New Yorker Phantoms Braunschweig. Nachteilig war allerdings bei diesem Namen, dass Auswärtige den Klub fälschlicherweise mit New York City in Verbindung bringen konnten. Neuer Betreiber der Mannschaft wurde die Phantoms Basketball GmbH. Ab Sommer 2008 wurde die Tunica-Sporthalle im Stadtteil Nördliches Ringgebiet feste Stätte für die Übungseinheiten der Bundesliga-Mannschaft. Die Stadt hatte die Halle für 154 000 Euro umrüsten lassen.

In der Saison 2009/10 erreichte man als achtplatzierte Mannschaft der Hauptrunde das erste Mal nach sieben Jahren wieder die Play-off-Runde. In der Viertelfinalserie schlug man den Hauptrundenersten Oldenburg mit 3:1. Im Halbfinale verloren die Phantoms 0:3 gegen den späteren Deutschen Meister und Pokalsieger Bamberg.

In der Saison 2010/11 gelang erstmals der Einzug in das Endturnier um den BBL-Pokal; nachdem man sich im Viertelfinale mit 88:76 gegen die EWE Baskets Oldenburg durchsetzen konnte, bezwang man im Halbfinale Frankfurt, ehe man sich im Finale der Mannschaft der Brose Baskets Bamberg mit 66:69 geschlagen geben musste.

Die Braunschweiger zogen 2011/12 erneut ins Halbfinale des Pokals ein und unterlagen dort den Telekom Baskets Bonn. Die Mannschaft erreichte in der Hauptrunde den siebten Rang und traf in der ersten Runde der Play-offs auf Ratiopharm Ulm. Die Phantoms unterlagen dort in der Best-of-Five-Serie mit 0:3 und schieden damit im Viertelfinale aus. Bereits während der Saison hatte Trainer Sebastian Machowski angekündigt, den Verein nach Saisonende zu verlassen. Er wechselte zu den EWE Baskets Oldenburg. Sein Nachfolger wurde der Grieche Kostas Flevarakis.

Sportlich verlief die Saison 2012/13, in deren Vorfeld der Mannschaftshaushalt deutlich gekürzt worden war, enttäuschender als die vergangenen Spielzeiten. Die gesamte Saison befand sich die Mannschaft im Abstiegskampf, und man konnte erst am vorletzten Spieltag der Punktrunde durch einen Auswärtssieg bei den Walter Tigers Tübingen den Klassenerhalt sichern. Sportlicher Lichtblick war die Entwicklung von Dennis Schröder, der für seine Leistungen als „bester deutscher Nachwuchsspieler 2013“ und „Most Improved Player 2013“ ausgezeichnet wurde. In der Saisonendphase fehlte Schröder wegen seiner Teilnahme mit einer Jugend-Weltauswahl am Nike Hoop Summit in den Vereinigten Staaten. Kurz nach Saisonende gaben die Braunschweiger bekannt, dass Trainer Flevarakis zur Saison 2013/2014 nicht mehr für den Verein tätig sein werde. Im Sommer 2013 verließ Eigengewächs Schröder Braunschweig in Richtung NBA. Schröders Vertrag mit den Niedersachsen besaß zu diesem Zeitpunkt noch eine Gültigkeit bis 2014, Braunschweigs Geschäftsführer Oliver Braun einigte sich mit den Atlanta Hawks, an die Niedersachsen floss der Bild zufolge eine Ablösesumme von umgerechnet 430 000 Euro.

Als Flevarakis-Nachfolger für die Spielzeit 2013/14 präsentierten die Phantoms den Österreicher Raoul Korner, der zuvor als Trainer bei den EiffelTowers Den Bosch in den Niederlanden tätig war. Ebenso wurde mit Sean McCaw ein neuer Trainer für den Jugend- und Individualbereich vorgestellt. Die Saison wurde auf dem 15. Platz abgeschlossen.

Ab 2014: Die Löwen sind geboren 2014 schied Oliver Braun nach siebenjähriger Amtszeit als Geschäftsführer und Sportdirektor aus. Im Februar 2014 gab Namens- und Hauptgeldgeber New Yorker bekannt, am Ende der Saison 2013/14 auszusteigen, was für die Geschäftsführung der Mannschaft überraschend kam und Zukunftssorgen auslöste. Daraufhin wurde der Club zum 1. Juli 2014 in Basketball Löwen Braunschweig umbenannt und damit dem Wappentier der Stadt angelehnt, die Farben wurden zu blau und gelb geändert. Damit sollte die Verbundenheit zum Braunschweiger Land ausgedrückt werden. Die Betreibergesellschaft wurde in Basketball Löwen Braunschweig GmbH umbenannt.

Im Mai 2015 wurde die in Zusammenarbeit mit der SG FT/MTV Braunschweig betriebene Ausbildungsmannschaft aus finanziellen Gründen aus der 2. Bundesliga ProB zurückgezogen. Seit 2000 (ab 2002 in der 2. Bundesliga) hatten sich in der von Liviu Călin als Trainer betreuten Mannschaft zahlreiche Talente wie Dennis Schröder, Daniel Theis, Dirk Mädrich, Jan Lipke, Robin Smeulders und Nils Mittmann entwickelt, und sie waren auf diese Weise an die Anforderungen in der 1. Bundesliga herangeführt worden. Im Monat des Rückzugs der Mannschaft gingen die Löwen eine Kooperation mit den Herzögen Wolfenbüttel ein, in die auch die bestehende Zusammenarbeit mit der SG FT/MTV Braunschweig eingegliedert wurde. Die Zusammenarbeit mit Wolfenbüttel wurde zunächst für einen Zeitraum von zehn Jahren vereinbart. Unter anderem war Teil der Absprachen, dass Braunschweiger Talente mit Hilfe von „Doppellizenzen“ in der Herrenmannschaft der Herzöge Spielpraxis sammeln und auf diese Weise an höhere Aufgaben herangeführt werden.

Mit Ablauf der Spielzeit 2015/2016 verließ Trainer Korner die Basketball-Löwen und wechselte innerhalb der Liga zu Medi bayreuth. Nachfolger wurde der ehemalige Bundestrainer Frank Menz.

Die Kaderzusammenstellung im Vorfeld der Saison 2016/2017 gestaltete sich aufgrund des engen Finanzhaushalts schwierig, dementsprechend waren die Erwartungen nicht sehr hoch. Tatsächlich verlief die Saison mit sechs Siegen nicht sehr erfolgreich, letztlich wurde die Klasse gewahrt, weil schon relativ früh in der Saison feststand, dass Phoenix Hagen aufgrund einer Insolvenz die Lizenz verlieren und somit absteigen würde. Außerdem konnte der Aufsteiger Rasta Vechta, der nur zwei Siege in der Saison schaffte, auf Abstand gehalten werden.