Die Nationalratswahlen der 42. Legislaturperiode fanden am 21. Oktober 1979 statt. Eine Nachwahl im Kanton Uri fand am 28. September 1980 statt. Auf dieser Seite findet sich eine Übersicht über die Resultate in den Kantonen (Parteien, Stimmen, Wähleranteil, Sitze, Gewählte).
Anmerkungen zu den Wählerzahlen In den Mehrpersonenwahlkreisen (bei den Wahlen 1979 waren dies 21 Kantone mit total 195 von 200 Sitzen) hat jeder Wähler so viele Stimmen, wie in seinem Kanton Sitze zu vergeben sind (im Kanton Zürich 35, im Kanton Jura 2). Diese Stimmen kann er an beliebige Kandidierende der sich zur Wahl stellenden Listen vergeben (Panaschieren). Eine Stimme für einen Kandidaten ist gleichzeitig eine Stimme für dessen Partei. Hat ein Wähler nicht alle seine Stimmen an Kandidierende vergeben, gehen diese Stimmen als sogenannte «Zusatzstimmen» an die von ihm gewählte Liste. Wenn der Wähler keine Liste auswählt, sondern einen so genannten «Wahlzettel ohne Parteibezeichnung» – auch Blankoliste genannt – verwendet, verfallen nicht benutzte Stimmen (sog. Leere Stimmen).
Um zu überkantonal vergleichbaren Ergebnissen zu kommen, muss zuerst die Anzahl fiktiver Wähler pro Kanton und Partei berechnet werden. Ein Aargauer «Wähler» kann aber auch aus 14 Personen bestehen, die nur je einen Kandidaten der betreffenden Partei auf ihrer Liste aufgeführt haben.
Das Bundesamt für Statistik benutzt daher den Begriff «fiktiver Wähler» für den Wähler, da ein effektiver Wähler auch nur ein Teilwähler sein kann. Die Zahl der Wähler entspricht der Anzahl gültiger Wahlzettel. Auf Kantonsebene ist die Summe aller Parteistimmen (Summe der Kandidatenstimmen von Kandidierenden einer Partei plus Zusatzstimmen = leere Felder einer Parteiliste) Berechnungsgrundlage. Beispiel: Partei A erzielt im Kanton X 12000, Partei B 27000 und Partei C 48000 von 87000 Parteistimmen. Die Anzahl gültiger Wahlzettel beträgt 25000. Somit hat Partei A in diesem Kanton 3448,28 (12000:87000 × 25000), Partei B 7758,62 (27000:87000 × 25000) und Partei C 13793,10 (48000:87000 × 25000) fiktive Wähler. Alle drei Parteien zusammen total 25000 Wähler.
Kanton Aargau (14 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteSozialdemokraten und Gewerkschafter33'72327,6 %+3,4 %40Herbert Zehnder Max Chopard
Ursula Mauch
Silvio BircherChristlichdemokratische Volkspartei27'42722,5 %+1,8 %4 +1Albert Rüttimann Leo Weber
Anton Keller
Beda HumbelFreisinnig-Demokratische Volkspartei25'05520,5 %+2,9 %30Bruno Hunziker Urs Schwarz
Willy LoretanSchweizerische Volkspartei16'93713,9 %+1,1 %20Hans Roth Theo FischerLandesring der Unabhängigen6'7595,5 %−1,1 %10Andreas MüllerEvangelische Volkspartei6'1495,0 %+0,4 %00Schweizerische Republikanische Bewegung2'6022,1 %−4,4 %0−1Nationale Aktion für Volk und Heimat1'9591,6 %−1,9 %Revolutionäre Marxistische Liga1'0980,9 %+0,3 %Sozial-liberale Partei europäischer Föderalisten (SLE)2640,2 % +0,2 % Listenverbindungen bestanden zwischen CVP, FDP und SVP, zwischen LdU und EVP sowie zwischen Republikanern und NA.
Kanton Appenzell Ausserrhoden (2 Sitze) Da sich für die 2 Sitze im Kanton Appenzell Ausserrhoden nur 2 Kandidaten bewarben, wurden diese in stiller Wahl gewählt. ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteFreisinnig-Demokratische Parteistille Wahl10Hans-Rudolf FrühSozialdemokratische Parteistille Wahl10Christian Merz
Kanton Appenzell Innerrhoden (1 Sitz) Im Kanton Appenzell Innerrhoden galt das Majorzsystem ohne stille Wahlen. Wählbar waren daher grundsätzlich alle Schweizer Stimmberechtigten, ob sie sich nun für die Wahlen im Kanton Appenzell Innerrhoden angemeldet hatten oder nicht. Kandidat/inParteiStimmen%gewählt?Arnold KollerCVP1'85397,2 %gewähltVereinzelte542,8 %
Kanton Basel-Landschaft (7 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteSozialdemokratische Partei18'15031,4 %+1,1 %20Paul Wagner Heinrich OttFreisinnig-Demokratische Partei15'39626,7 %+2,7 %20Felix Auer Karl FlubacherChristlichdemokratische Volkspartei6'65311,5 %−1,7 %10Hans-Rudolf FeigenwinterSchweizerische Volkspartei6'08710,5 %−0,1 %10Hans-Rudolf NebikerLandesring der Unabhängigen4'5287,8 %−3,4 %10Claudius AlderPOBL/POCH 4'0987,1 %+3,8 %Evangelische Volkspartei2'2243,9 % +3,9 %Partei der Arbeit5921,0 %−0,8 % Listenverbindungen bestanden zwischen FDP, CVP und SVP, zwischen LdU und EVP sowie zwischen POBL/POCH und PdA. Kanton Basel-Stadt (7 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteSozialdemokratische Partei18'41133,3 %+0,0 %30Andreas Gerwig Helmut Hubacher
Alexander EulerFreisinnig-Demokratische Partei7'79014,1 %+2,7 %10Paul WyssChristlichdemokratische Volkspartei7'69613,9 % +1,9 %10Gertrud SpiessLiberal-Demokratische Partei6'19911,2 %−0,4 %10David LinderProgressive Organisationen5'68610,3 %+6,1 %1 +1Ruth MascarinLandesring der Unabhängigen4'1817,6 %−2,3 %0 −1Partei der Arbeit2'5814,7 %+0,1 %Nationale Aktion für Volk und Heimat2'1743,9 %−4,2 %Revolutionäre Marxistische Liga4430,8 %+0,5 %Sozial-liberale Partei europäischer Föderalisten (SLE)570,1 % +0,1 % Listenverbindungen bestanden zwischen FDP und LDP sowie zwischen POCH, PdA und RML. Kanton Bern (29 Sitze) Infolge der Gründung des Kantons Jura verfügte der Kanton Bern über zwei Nationalratssitze weniger als 1975. Aufgrund der Verkleinerung des Kantonsgebietes ist die Aussagekraft der unten angegebenen Entwicklung der Wähleranteile reduziert. ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteSchweizerische Volkspartei93'96731,5 %+4,4 %100Jean-Paul Gehler Fritz Hofmann
Werner Martignoni
Heinrich Schnyder
Adolf Ogi
Walter Augsburger
Fritz Räz
Bernhard Müller
Gottlieb Geissbühler
Fritz HariSozialdemokratische Partei 91'01730,5 %−0,5 %9−2Francis Loetscher Fred Rubi
Ernst Eggenberger
Alfred Neukomm
Heinz Bratschi
Fritz Reimann
Richard Bäumlin
Richard Müller
Werner MeierFreisinnig-Demokratische Partei53'55818,0 %+0,3 %60Geneviève Aubry Otto Fischer
Marc-André Houmard
Raoul Kohler
Ulrich Ammann
Urs KunzNationale Aktion für Volk und Heimat10'6703,6 %+0,2 %10Valentin OehenEvangelische Volkspartei10'0383,4 %−0,1 %10Otto Zwygart seniorLandesring der Unabhängigen9'2223,1 %−1,6 %10Paul GünterEntente Jurassienne 8'3442,8 %1 +1Jean-Claude CrevoisierChristlichdemokratische Volkspartei 7'3792,5 %−2,8 %0−1Progressive Organisationen der Schweiz4'1231,4 %+0,9 %Eidgenössisch-Demokratische Union3'4981,2 %+0,1 %Demokratische Alternative3'2361,1 % +1,1 %Bürgerliste gegen die Ämterkumulation 9430,3 % +0,3 %Partei der Arbeit7740,3 %−0,4 %Schweizerische Republikanische Bewegung5900,2 %−2,2 %Revolutionäre Marxistische Liga5770,2 %+0,0 %Sozial-liberale Partei europäischer Föderalisten (SLE)2450,1 % +0,1 % Listenverbindungen bestanden zwischen SVP und FDP, zwischen NA, EDU und Republikanern, zwischen LdU, «Bürgerliste» und SLE sowie zwischen Entente, POCH, DA und PdA. Eine Unterlistenverbindung bestand zwischen POCH, DA und PdA.
Kanton Freiburg (6 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteChristlichdemokratische Volkspartei22'10839,9 %−7,0 %30Laurent Butty Louis Barras
Paul ZbindenSozialdemokratische Partei17'02830,7 %+5,0 %20Félicien Morel Jean RiesenFreisinnig-Demokratische Partei12'73323,0 % +0,9 %10Liselotte SprengSchweizerische Volkspartei3'5716,4 %+2,2 % Es bestanden keine Listenverbindungen zwischen verschiedenen Parteien.
Kanton Genf (11 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteSozialdemokratische Partei14'62021,5 %−1,2 %30Amélia Christinat Christian Grobet
Jean ZieglerLiberale Partei14'48821,3 %+5,3 %20André Gautier Gilbert CoutauPartei der Arbeit13'52519,9 %+1,9 %20Roger Dafflon Jean VincentFreisinnig-Demokratische Partei10'01614,7 %−1,9 %20Gilles Petitpierre Gilbert DubouleChristlichdemokratische Volkspartei9'52614,0 %−0,7 %10Robert TochonVigilance4'4606,6 %−0,4 %10Mario SoldiniRevolutionäre Marxistische Liga1'0191,5 %+0,4 %Nationale Aktion4130,6 %−1,1 % Listenverbindungen bestanden zwischen SP und PdA sowie zwischen Vigilance und NA.
Kanton Glarus (1 Sitz) Im Kanton Glarus galt das Majorzsystem ohne stille Wahlen. Wählbar waren daher grundsätzlich alle Schweizer Stimmberechtigten, ob sie sich nun für die Wahlen im Kanton Glarus angemeldet hatten oder nicht. Kandidat/inParteiStimmen%gewählt?Fritz HösliSVP6'39481,8 %gewähltHans Ulrich Hämmig1'12214,4 %Vereinzelte3013,9 % Kanton Graubünden (5 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteChristlichdemokratische Volkspartei16'06135,4 %−0,5 %20Toni Cantieni Dumeni ColumbergFreisinnig-Demokratische Partei10'38422,9 % +4,8 %10Christian JostSchweizerische Volkspartei9'59521,2 %−5,8 %10Ulrich GadientSozialdemokratische Partei9'31020,5 % +5,3 %10Martin Bundi Es bestanden keine Listenverbindungen zwischen verschiedenen Parteien.
Kanton Jura (2 Sitze) 1979 wurde der Kanton Jura neu gegründet. Bei den Nationalratswahlen von 1975 hatte das zukünftige Kantonsgebiet noch einen Teil des Nationalratswahlkreises Bern gebildet. ParteiStimmen%SitzeGewählte NationalräteChristlichdemokratische Volkspartei8'96737,7 %1Jean WilhelmListe d'unité jurassienne et populaire (JU) 7'46731,4 %1Gabriel RoyFreisinnig-Demokratische Partei7'35030,9 % Es bestanden keine Listenverbindungen zwischen verschiedenen Parteien.
Kanton Luzern (9 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteChristlichdemokratische Volkspartei53'73550,4 % +0,3 %50Hans Schärli Josi Meier
Franz Jung
Alfons Müller-Marzohl
Theodor SchniderLiberale Partei Luzern (FDP)33'77131,7 % +2,6 %30Erwin Muff Kaspar Meier
Manfred AreggerSozialdemokraten und Gewerkschaften13'33812,5 %−0,9 %10Anton MuheimProgressive Organisationen5'4645,1 % +3,4 %Revolutionäre Marxistische Liga2070,2 %−0,2 % Es bestanden keine Listenverbindungen zwischen verschiedenen Parteien.
Kanton Neuenburg (5 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteSozialdemokratische Partei15'35237,4 %−1,4 %20René Felber Heidi DeneysLiberale Partei − Parti progressiste national 10'83726,4 %−1,1 %2 +1Jean Cavadini François JeanneretFreisinnig-Demokratische Partei8'44220,6 %−1,8 %1−1Claude FreyPartei der Arbeit3'1567,7 %−2,1 %Landesring der Unabhängigen1'9634,8 % +4,8 %Revolutionäre Marxistische Liga6781,7 % +0,3 %Alternative démocratique (NE) 5931,4 % +1,4 % Listenverbindungen bestanden zwischen Liberalen und FDP sowie zwischen SP und PdA.
Kanton Nidwalden (1 Sitz) Im Kanton Nidwalden galt das Majorzsystem ohne stille Wahlen. Wählbar waren daher grundsätzlich alle Schweizer Stimmberechtigten, ob sie sich nun für die Wahlen im Kanton Nidwalden angemeldet hatten oder nicht. Kandidat/inParteiStimmen%gewählt?Joseph ItenCVP5'31849,5 %gewähltHugo WaserFDP4'18939,0 %Hansruedi HenselSP1'13510,6 %Vereinzelte960,9 %
Kanton Obwalden (1 Sitz) Im Kanton Obwalden galt das Majorzsystem ohne stille Wahlen. Wählbar waren daher grundsätzlich alle Schweizer Stimmberechtigten, ob sie sich nun für die Wahlen im Kanton Obwalden angemeldet hatten oder nicht. Kandidat/inParteiStimmen%gewählt?Walter RöthlinCVP4'20995,7 %gewähltVereinzelte1884,3 %
Kanton Schaffhausen (2 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteSozialdemokratische Partei10'85935,3 %−1,9 %10Kurt ReinigerFreisinnig-Demokratische Partei9'92032,3 %−7,8 %10Kurt SchüleSchweizerische Volkspartei6'49621,1 % +21,1 %Evangelische Volkspartei1'9336,3 % +6,3 %Progressive Organisationen1'2594,1 %−2,0 %Revolutionäre Marxistische Liga2840,9 % +0,9 % Listenverbindungen bestanden zwischen FDP, SVP und EVP sowie zwischen POCH und RML. Eine Unterlistenverbindung bestand zwischen SVP und EVP.
Kanton Schwyz (3 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteChristlichdemokratische Volkspartei13'64549,4 %+3,0 %20Elisabeth Blunschy Josef RisiLiberale Volkspartei7'74728,0 %+6,8 %1 +1Karl WeberSozialdemokratische Partei6'24822,6 %−6,7 %0−1 Es bestanden keine Listenverbindungen zwischen verschiedenen Parteien.
Kanton Solothurn (7 Sitze) ParteiStimmen%Sitze (+/-)Gewählte NationalräteFreisinnig-demokratische Partei30'16339,0 % +0,3 %30Cornelia Füeg Daniel Müller