mini|Lisa McClain, Conference Chair seit 2024 Der Republican Conference Chair, manchmal auch als Republican Conference Chairman bzw. Chairwoman bezeichnet, ist ein Amt in der Führungsriege der Fraktion der Republikanischen Partei im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten.

Vom 3. Januar 2019 bis zum 12. Mai 2021 hatte Liz Cheney, die Tochter des ehemaligen Vizepräsidenten Dick Cheney, das Amt inne, bevor sie aufgrund ihrer Kritik an Ex-Präsident Donald Trump und dessen fortlaufenden Äußerungen (Big Lie) zur verlorenen Präsidentschaftswahl 2020 in der republikanischen Partei in Ungnade fiel und abgewählt wurde.Melissa Macaya, Meg Wagner, Melissa Mahtani, Veronica Rocha und Mike Hayes: Liz Cheney ousted from GOP leadership role over Trump criticism Artikel vom 13. Mai 2021 auf der Webseite edition.cnn.com (englisch). Abgerufen am 17. Mai 2021. Am 14. Mai wurde Elise Stefanik zur Nachfolgerin gewählt, die sich ausdrücklich zu Donald Trump bekennt. Nachdem Stefanik von Trump für das Kabinett Trump II benannt worden war, wurde im November 2024 Lisa McClain zur Nachfolgerin gewählt.Olivia Beavers/Jordain Carney: McClain voted House GOP conference chair, Politico vom 13. November 2024

Aufgaben Der Republican Conference Chair sitzt der wöchentlichen Sitzung der republikanischen Fraktion im Repräsentantenhaus vor. Dennoch hat das Amt eher eine administrative Rolle und ist somit nicht vergleichbar mit einem Fraktionsvorsitzenden, da diese (politische) Rolle eher dem Mehrheits- bzw. Minderheitsführer zukommt. Dennoch gilt das Amt als Sprungbrett für eine weitere politische Karriere; bekannte ehemalige Chairs sind z. B. der spätere Präsident Gerald Ford, die späteren Vizepräsidenten Dick Cheney und Mike Pence oder der Sprecher des Repräsentantenhauses John Boehner.

In den Fraktionssitzungen wird über aktuelle Themen und Gesetzesvorschläge gesprochen, sowie Ämter wie z. B. der Whip (vergleichbar mit einem Parlamentarischen Geschäftsführer) gewählt. Weitere Aufgaben des Republican Conference Chair bzw. der Republican Conference, der er vorsteht, ist es, den Abgeordneten weitere Dienstleistungen wie z. B. Weiterbildungen oder Pressematerialien zur Verfügung zu stellen. Überdies veranstalten sie auch noch die Treffen zwischen den republikanischen Repräsentanten und den Wählern.

Da dieses Amt viele Aufgaben hat, ist es, wenn die Republikaner die Mehrheit im Repräsentantenhaus haben, die (de facto) vierthöchste republikanische Position nach dem Sprecher des Repräsentantenhauses, dem Mehrheitsführer und dem Mehrheitswhip; sind die Republikaner aber in der Minderheit, so stellen sie nicht mehr den Sprecher des Repräsentantenhauses, und der Republican Conference Chair rückt zur dritthöchsten Person in der republikanischen Fraktion hinter dem Oppositionsführer (minority-leader) und dem Minderheitswhip auf. Dies ist seit der Wahl 2018 der Fall, somit ist Elise Stefanik zurzeit die dritthöchste Republikanerin nach Kevin McCarthy und Steve Scalise.

Im Senat der Vereinigten Staaten gibt es ein ähnliches Amt, welches von John Barrasso ausgeübt wird. mini|Justin Smith Morrill, der erste Republican Conference Chair

Liste der Vorsitzenden ChairmanStaatKongressAmtszeitJustin Smith MorrillVT38.–39.1863–1867N/A40.1867–1869Robert Cumming SchenckOH41.1869–1871Nathaniel Prentiss BanksMAAustin BlairMI42.1871–1873Horace MaynardTN43.1873–1875George Washington McCraryIA44.1875–1877Eugene HaleME45.1877–1879William P. FryeME46.1879–1881George M. RobesonNJ47.1881–1883Joseph Gurney CannonIL48.–50.1883–1889Thomas J. HendersonIL51.–53.1889–1895Charles H. GrosvenorOH54.–55.1895–1899Joseph Gurney CannonIL56.–57.1899–1903William Peters HepburnIA58.–60.1903–1909Frank Dunklee CurrierNH61.–62.1909–1913William S. GreeneMA63.–65.1913–1919Horace Mann TownerIA66.–67.1919–1923Sydney AndersonMN68.1923–1925Willis C. HawleyOR69.–72.1925–1933Robert LuceMA73.1933–1935Frederick R. LehlbachNJ74.1935–1937Roy O. WoodruffMI75.–81.1937–1951Clifford R. HopeKS82.–84.1951–1957Charles B. HoevenIA85.–87.1957–1963Gerald FordMI88.1963–1965Melvin R. LairdWI89.–90.1965–1969John B. AndersonIL91.–95.1969–1979Samuel L. DevineOH96.1979–1981Jack KempNY97.–99.1981–1987Dick CheneyWY100.1987–1989Jerry LewisCA101.–102.1989–1993Dick ArmeyTX103.1993–1995John BoehnerOH104.–105.1995–1999J. C. WattsOK106.–107.1999–2003Deborah PryceOH108.–109.2003–2007Adam PutnamFL110.2007–2009Mike PenceIN111.2009–2011Jeb HensarlingTX112.2011–2013Cathy McMorris RodgersWA113.–115.2013–2019Liz CheneyWY116.–117.2019–2021Elise StefanikNY117.-118.2021–2024Lisa McClainMI118.-119.seit 2024 (Quelle:)

Republican Conference Vice-Chair

Amt Der Republican Conference Vice-Chair wird wie die übrigen Ämter in der republikanischen Fraktion von den Abgeordneten mit einfacher Mehrheit gewählt. Er ist der Stellvertreter des Republican Conference Chair und vertritt diesen. In der republikanischen Führung kommt er gleich nach dem Republican Conference Chair und ist somit der viert- oder fünfthöchster Republikaner im Repräsentantenhaus, siehe Aufgaben. Im 119. Kongress ist Blake Moore der Republican Conference Vice-Chair. Dieses Amt gibt es auch im Senat der Vereinigten Staaten, welches von Joni Ernst ausgeführt wird.

Liste der Vize-Vorsitzende mini|Der derzeitige Republican Conference Vice-Chair Blake Moore aus Louisiana Diese Liste ist unvollständig Robert Stafford, Vermont (1971) Samuel L. Devine, Ohio (1971–1979) Jack Edwards, Alabama (1979–1985) Lynn Morley Martin, Illinois (1985–1989) Bill McCollum, Florida (1989–1995) Susan Molinari, New York (1995–1997) Jennifer Dunn, Washington (1997–1999) Tillie Fowler, Florida (1999–2001) Deborah Pryce, Ohio (2001–2003) Jack Kingston, Georgia (2003–2007) Kay Granger, Texas (2007–2009) Cathy McMorris Rodgers, Washington (2009–2013) Lynn Jenkins, Kansas (2013–2017) Doug Collins, Georgia (2017–2019) Mark Walker, North Carolina (2019–2021) Mike Johnson, Louisiana (2021–2023) Blake Moore, Utah (Seit 2023)Juliegrace Brufke: Blake Moore wins Mike Johnson's old job in House GOP leadership, Axios vom 8. November 2023

Sekretär der Republican Conference

Liste der Sekretäre KongressNamenStaatLaufzeitstartLaufzeitende90.Dick PoffVirginia3. Januar 196729. August 197291.92.Jack EdwardsAlabama29. August 19723. Januar 197993.94.95.96.Clair BurgenerKalifornien3. Januar 19793. Januar 198597.98.99.Robert J. Lagomarsino3. Januar 19853. Januar 1989100.101.Vin WeberMinnesota3. Januar 19893. Januar 1993102.103.Tom DeLayTexas3. Januar 19933. Januar 1995104.Barbara VucanovichNevada3. Januar 19953. Januar 1997105.Jennifer DunnWashington3. Januar 199717. Juli 1997Tillie FowlerFlorida17. Juli 19973. Januar 1999106.Deborah PryceOhio3. Januar 19993. Januar 2001107.Barbara CubinWyoming3. Januar 20013. Januar 2003108.John DoolittleKalifornien3. Januar 20033. Januar 2007109.110.John CarterTexas3. Januar 20073. Januar 2013111.112.113.Virginia FoxxNorth Carolina3. Januar 20133. Januar 2017114.115.Jason SmithMissouri3. Januar 20173. Januar 2021116.117.Richard HudsonNorth Carolina3. Januar 2021

Einzelnachweise

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