mini|Südostansicht Die Dorfkirche Barstorf ist ein Kirchengebäude im Ortsteil Barsdorf der Stadt Fürstenberg/Havel im Landkreis Oberhavel des deutschen Bundeslandes Brandenburg.
Architektur Die Feldsteinkirche stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jh. Der westliche Querturm wurde zwar angelegt, aber nicht ausgebaut. Das Westportal ist zweifach gestuft. In der Nordwand existierten zwei weitere Portale, die heute vermauert sind. Der Rechteckchor wurde nicht eingezogen.
Nach einem Brand 1881 wurde der quadratische Turm aus Backsteinen hinzugefügt. Bei der Renovierung 1984 wurde der Turmhelm auf ein Zeltdach reduziert. Ebenso wurde der First des Satteldachs des Kirchenschiffs niedriger gelegt. Die ursprüngliche Höhe lässt sich am Kirchturm noch erkennen. Die Verringerung der Dachhöhe war die Folge der Reduktion des Ostgiebels. Er wurde bis auf Kirchenschiffhöhe abgetragen und erneut aus Feldstein aufgemauert. mini|Östlicher Innenraum Innengestaltung Unter der Empore wurde eine Winterkirche eingerichtet. In der Südwand des Chors wurden 1984 zwei Rundbogenblenden mit gepaarten spitzbogigen Nischen freigelegt.
Geschichte In der Kirche erinnern einige Epitaphe und eine Wappentafel, hier mit den Signaturen der Familie von Oertzen und der Familie von Schierstedt, an die örtlichen Patronatsfamilien. Historisch gab es später dadurch einen KontextEinige Vertreter der Familie von Oertzen-Barsdorf ließen sich in Lübbersdorf bestatten. mit der Kirchgemeinde Lübbersdorf.Erich Saß: Urkundliche Geschichte des Geschlechts von Oertzen. Begründet: G. C. F. Lisch. Band 4: Der mecklenburgischen Häuser und der älteren Zweige des Hauses Alt-Helpte. Fünfte Abtheilung. Neueste Geschichte. Seit 1700. II. Die Stargardische Linie. Manuskriptdruck, Schwerin 1886, S. 394 f., § 362.Erich Saß: Urkundliche Geschichte des Geschlechts von Oertzen. Begründet: G. C. F. Lisch, Band 6/A-B-C, Manuskriptdruck, Schwerin 1891, S. 186.
Literatur Georg Krüger-Haye: Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Freistaates Mecklenburg-Strelitz. Band 1, Abt. 2: Das Land Stargard (2): Der Blumenhäger Silberfund (W. Karbe), die Amtsgerichtsbezirke Fürstenberg, Feldberg, Woldegk und Friedland (1. Hälfte). Brünslow (E. Brückner), Neubrandenburg 1925, S. 37–41. (Digitalisat) Gerhard Vinken, u. v. a: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg. 1. Auflage, Hrsg. Georg-Dehio-Nachfolge/Dehio-Vereinigung e.V., Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2000, ISBN 3-422-03054-9, S. 46. Gerhard Vinken, Barbara Rimpel, u. v. a: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg. 2. Auflage, Hrsg. Georg Dehio-Nachfolge/Dehio-Vereinigung e.V., Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2012, ISBN 978-3-422-03123-4, S. 55.
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