mini|hochkant|Nr. 4 und 5 Die historische Straße Hageböcker Mauer in Güstrow liegt in der westlichen Altstadt. Sie führt in Süd-Nord-Richtung von der Hageböcker Straße bis zur Straße Pferdemarkt und zur Wachsbleichenstraße.

Nebenstraßen mini|hochkant|Güstrow 1706 Die Nebenstraßen und Anschlussstraßen wurden benannt als Hageböcker Straße nach dem Hagebusch, also der Hagebuche bzw. Hainbuche, Kleine Wallstraße nach dem Wall, Hirtenstraße, Pferdemarkt nach dem 1270 erwähnten Pferdemarkt und Wachsbleichenstraße nach einer Wachsbleiche zur Kerzenherstellung.

Geschichte mini|hochkant|Nr. 6 mini|hochkant|Nr. 9 mini|hochkant|Nr. 17 Die Straße wurde benannt nach den dem Hagebusch, also der Hagebuche bzw. Hainbuche sowie nach der alten Stadtmauer Güstrow, die hier nur in einigen Resten erhalten ist.

Güstrow besteht seit um 1100 und war von 1229 bis 1436 sowie von 1556 bis 1695 Residenzstadt. Die slawische Burg und Schloss Güstrow prägten den Ort. Nach dem großen Stadtbrand von 1503 wurden viele Häuser neu erbaut.

Die Straße markiert den Verlauf der früheren Güstrower Stadtmauer. Erst nach dem Abbruch der Mauer und der dann weiter westlichen Lage der Stadtbefestigung an der Neuen Wallstraße fand hier teilweise eine Bebauung auch an der Westseite statt.

Ab 1991 wurde die historische Altstadt als früheres Nationales Flächendenkmal und nun Modellstadt der Städtebauförderung saniert und so auch die Straße und ihre Häuser.

Gebäude, Anlagen (Auswahl)

An der Straße stehen überwiegend zwei- und dreigeschossige sanierte Häuser. Die mit (D) gekennzeichneten Häuser stehen unter Denkmalschutz.Liste der Baudenkmale in GüstrowGüstrow historische Ansichten auf alten Fotos und Postkarten ab 1890.

Hageböcker Straße Nr. 100, Ecke Hageböcker Mauer: 3- bis 4-gesch. gründerzeitliches, historisierendes, gelbverblendetes Wohnhaus (D), eckbetonendes Türmchen mit spitzem Zeltdach Hageböcker Straße Nr. 101, Ecke Hageböcker Mauer: 4-gesch. neueres (um 2005), rotes Wohn- und Geschäftshaus mit altem denkmalgeschützten Keller (D), früher als Nr. 24 ein 2-gesch. Giebelhaus mit Konsumladen, 1985 wurde das Baumhaus von 1636 abgerissen Nr. 3: 2-gesch. Wohnhaus (D) Nr. 4: 3-gesch. Wohnhaus (D), in den 1990er Jahren saniertes Fachwerkhaus mit Galerie Harff Nr. 5, Ecke Kleine Wallstraße: 3-gesch. Wohnhaus, das sehr marode Fachwerkhaus wurde bereits ab März 1989 bis 1990/91 aufwendig saniert.Eberhard Beyer: Wende 1989/1990. In: BIG-Städtebau M/V (Hrsg.), Dr. Peter Lack (Redaktion): Zukunft aus Tradition – 10 Jahre Stadterneuerung Güstrow. Druck Koepcke, Güstrow 2001, ISBN 3-934776-08-6. Nr. 6, Ecke Kleine Wallstraße: 2-gesch. saniertes Fachwerkwohnhaus, Bauherrenpreis 2008 Nr. 9: 2-gesch. Wohnhaus (D), saniertes Fachwerkhaus mit Backsteinausfachungen Nr. 16: 3-gesch. nach 2005 saniertes Wohnhaus Nr. 17: 3- und 4-gesch. Wohn- und Geschäftshaus und ehem. Speicher (D), heute u. a. mit der Arche e.V. für Frau und Familie mit Ladenwerkstatt Nr. 24: 2-gesch. nach 2007 saniertes Wohnhaus Hirtenstraße Nr. 6: 2-gesch. Eckhaus mit Pub Nr. 31: 2-gesch. historisierendes, saniertes Wohn- und Geschäftshaus (D)

Literatur Stadt Güstrow (Hrsg.): Betrachtungen – 775 Jahre Güstrow. Heidberg-Verlag, 2003, ISBN 3-934776-17-5. BIG-Städtebau M/V (Hrsg.), Dr. Peter Lack (Redaktion): Zukunft aus Tradition – 10 Jahre Stadterneuerung Güstrow. Druck Koepcke, Güstrow 2001, ISBN 3-934776-08-6.

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Einzelnachweise

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