mini|Horst Holinski (rechts) mit anderen Studenten der Hochschule für Bildende Künste Dresden (1958) Horst Holinski (* 3. März 1936Ralf Badenschier: Auf Motivsuche in der Natur: Landschaftsmaler Horst Holinski präsentiert seine Werke im Bützower Kunsthaus. Schweriner Volkszeitung - Güstrower Anzeiger vom 27. August 2021 S. 11 in Weimar; † 8. September 2026Traueranzeige auf nordkurier.de (abgerufen am 12. September 2026)) war ein deutscher Maler.
Leben und Werk Holinksi machte von 1950 bis 1953 eine Lehre als Porzellanmaler. Von 1953 bis 1956 besuchte er die Arbeiter- und Bauernfakultät an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, die er mit dem Abitur abschloss. Anschließend studierte er bis 1961 an der Hochschule bei Erich Fraaß, Alfred Hesse und Heinz Lohmar. Sein Diplom erwarb er in Wandmalerei mit dem Bild „Neue Technik aufs Land“.https://www.deutschefotothek.de/documents/obj/90083504/df_hauptkatalog_0146049
Holinski gehört zu den bekannten Mecklenburger Malern. Von 1961 bis 1991 lebte er als freischaffender Künstler in Schwerin. Bis 1963 arbeitete er unter dem Namen Kollektiv Bannewitz mit seinen Künstlerfreunden Gerhard Floß, Karlheinz Effenberger und Hannes Meier zusammen. Neben seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit wirkte er auch als Dozent an der Bezirkskulturakademie Schwerin. 1977 erhielt Holinski den Fritz-Reuter-Kunstpreis des Bezirks Schwerin. Seit 1991 wohnte und arbeitete Holinksi im zu Leezen (Mecklenburg) gehörigen Ortsteil Zittow.
Studienreisen führten ihn in die damalige Sowjetunion, nach Tschechien, Polen, Bulgarien, Ungarn, Albanien, Finnland und Irland.
Bilder Holinskis befinden sich u. a. in der Landeskunstsammlung Mecklenburg-Vorpommern.
Mitgliedschaften Bis 1990: Verband Bildender Künstler der DDR 1975–1979: Vorsitzender dessen Bezirksverbands Schwerin seit 1990: Künstlerbunde Mecklenburg und Vorpommern im BBK
Rezeption „Die Maler des Künstlerkollektivs Bannewitz, Gerhard Floß, Horst Holinski und Johannes Meier, pflegten in der Schweriner Gegend den volltönenden Kolorismus der Dresdner Kunstakademie.“Sonderausstellung: Vom Leuchten der Farben | Staatliche Schlösser und Gärten M-V (mv-schloesser.de)
Werke (Auswahl)
Baugebundene Kunst (Auswahl) Die geschichtliche Entwicklung des Bauens (Wandbild in der Eingangshalle der damaligen Oberschule in Ventschow; 1970) Blumenkelch (Entwurf für ein Wandbild aus Emailtafeln an der heutigen Integrierten Gesamtschule „Bertolt Brecht“ auf dem Schweriner Großen Dreesch; 1980)https://dreesch-schwerin-online.de/?1980-1985___1980___Februar Wasser, Feuer, Erde und Luft (Wandbild an der damaligen Betriebsgaststätte des damaligen VEB Zellstoff- und Zellwollewerke Wittenberge; 1981)https://ns.gis-bldam-brandenburg.de/hida4web/view?docId=obj09161235.xml
Tafelbilder (Auswahl) Aquarium (Öl; 1976; im Bestand des Kunstarchivs Beeskow)Horst Holinski - Kunst in der DDR / Künstler (bildatlas-ddr-kunst.de) Imkerin (Öl; 1982; im Bestand des Kunstarchivs Beeskow)
Aquarelle (Auswahl) Mädchen mit Kopftuch (1965) Maske mit Vogel (Aquarell mit Acryl, 2011)
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen 2011: Schwerin, Schleswig-Holstein-Haus 2013: Weimar, Deutsches Bienenmuseum („Erlebnis Natur“) 2016: Parchim, Galerie „ebe“ 2016: Schwerin, Landesbibliothek 2021: Bützow, Kunsthaus Bützow ("Farbige Impressionen") 2022: Schwerin, Gallery Berger ("Immer in Bewegung Malerei und Grafik")
Ausstellungsbeteiligungen 1971: Berlin, Altes Museum („Das Antlitz der Arbeiterklasse in der bildenden Kunst der DDR“) 1972, 1974, 1979 und 1985: Schwerin, Bezirkskunstausstellungen 1977/1978: VIII. Kunstausstellung der DDR 1985: Erfurt, Gelände der Internationalen Gartenbauausstellung („Künstler im Bündnis“) 1986/1987: Suhl („Das sicher sei, was uns lieb ist“. Ausstellung zum 40. Jahrestag der Gründung der Grenztruppen der DDR) 2018: Güstrow, Schloss Güstrow („Vom Leuchten der Farben“)
Literatur (Auswahl)
Karl Heidkamp: Kollektiv Bannewitz. Die Arbeitsgemeinschaft von vier jungen Künstlern. In: Bildende Kunst, Berlin, 8/1962, S. 14–15
Traugott Stephanowitz: Ein Grafiker und drei Maler. Atelierbesuch bei den Bannwitzern in Schwerin. In: Bildende Kunst, Berlin, 1964, S. 81–84 Werner Stockfisch: Horst Holinski. Malerei aus zehn Jahren. 1996–2006. Ed. Syringa, Neustadt-Glewe; 2006 Holinski, Horst. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 373/374
Weblinks
Golf-Art-MV (golf-art-mv.de) https://www.daschow.de/aktuelles/suchaktion/gemaeldezyklus/
Einzelnachweise
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