Lampersdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Allersberg im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Lampersdorf liegt teils auf dem Gemeindegebiet von Allersberg, teils auf dem Gemeindegebiet von Hilpoltstein. Sie hat eine Fläche von 6,549 km² und ist in 860 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7614,67 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Eismannsdorf, Riedersdorf und Schönbrunn.

Lage Das Dorf befindet sich östlich der Bundesautobahn 9 an der Kreisstraße RH 8, die nach Göggelsbuch (0,7 km westlich) bzw. nach Schönbrunn verläuft (1,6 km östlich). Von der RH 8 zweigt die RH 35 ab, die nach Allersberg führt (3 km nördlich).

Geschichte Lampersdorf wurde 1314 erstmals in einer Urkunde erwähnt, als "Alheit von dem Stein", eine geborene Sulzbürgerin, das Dorf dem Kloster Seligenporten übereignet. Im Jahre 1345 sind den Herren von Stein Güter zu "daz Lampertstorf" bezeugt. Im 16. Jahrhundert bestand der Ort aus 10 Anwesen.W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 33.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Lampersdorf 12 Anwesen, eine Kapelle und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das pfalz-neuburgische Landrichteramt Hilpoltstein aus. Grundherren waren das pfalz-neuburgische Landrichteramt Allersberg (2 Anwesen), das Chorstift Hilpoltstein (2 Anwesen), das Kastenamt Hilpoltstein (2 Anwesen), die Filialkirche Göggelsbuch (1 Anwesen), das eichstättische Kastenamt Jettenhofen (1 Anwesen), die Spitalstiftung Freystadt (1 Anwesen), die Stadtpfarrei Freystadt (1 Anwesen) und das St. Klaraamt Nürnberg (1 Anwesen).W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 222.

Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) wurde Lampersdorf dem Steuerdistrikt Ebenried zugeordnet. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Lampersdorf, zu der Eismannsdorf, Riedersdorf und Schönbrunn gehörten.W. Wiessner: Hilpoltstein, S. 254. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Hilpoltstein zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Hilpoltstein (1919 in Finanzamt Hilpoltstein umbenannt). Ab 1862 gehörte Lampersdorf zum Bezirksamt Neumarkt in der Oberpfalz. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Hilpoltstein (1879 in Amtsgericht Hilpoltstein umbenannt), seit 1973 ist das Amtsgericht Schwabach zuständig. 1880 wurde Lampersdorf dem neu gebildeten Bezirksamt Hilpoltstein zugeordnet (1939 in Landkreis Hilpoltstein umbenannt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 6,552 km².

Die Gemeinde Lampersdorf wurde am 31. Dezember 1971 aufgelöst: Die Gemeindeteile Lampersdorf, Eismannsdorf und Schönbrunn wurden nach Allersberg eingemeindet, während Riedersdorf nach Hilpoltstein kam. Seit dem 1. Juli 1972 gehört Lampersdorf zum Landkreis Roth.

Baudenkmäler In Lampersdorf gibt es ein Baudenkmal: Katholische Ortskapelle

Bodendenkmäler In der Gemarkung Lampersdorf gibt es sieben Bodendenkmäler, darunter Burg Lampersdorf

Einwohnerentwicklung Gemeinde Lampersdorf Jahr 1818 1836 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 191 217 189 182 179 184 189 185 207 215 233 247 238 228 212 211 216 213 178 292 258 237 160 168HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet und 1836 und von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 33 33 35 34 28 32 33 32 31 Quelle Für die Gemeinde Lampersdorf zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Eismannsdorf (S. 22), Riedersdorf (S. 76) und Schönbrunn (S. 83). Für Riedersdorf S. 180.

Ort Lampersdorf Jahr 1818 1836 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 20222025Einwohner 72 75 59 61 57 64 84 68 54 57 61 6465Häuser 11 11 11 11 11 11 11 11 Quelle

Religion Lampersdorf ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Mariä Himmelfahrt (Allersberg) gepfarrt. Seit dem 7. Juli 1928 ist die Expositur St. Georg (Göggelsbuch) zuständig, die ursprünglich zur Pfarrei St. Johannes der Täufer (Hilpoltstein) gehörte und jetzt zur Pfarrei Allersberg. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Ebenried gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Allersberg) Kategorie:Ort im Landkreis Roth Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Roth) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ersterwähnung 1314 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Roth