mini|Auffgesetztes Glück-Wunsch-Gesang / Auff die Glükliche und Freudenreiche Erwehlung [...] Burgern des Grossen Rahts Lobl[icher] Statt Bärn [...]. Gedruckt bei Samuel Kneubühler in Bern (1680) mini|Druckermarke Samuel Kneubühler Samuel Kneubühler (getauft am in Bolligen, S. 10.; † 1684Fluri 1919, S. 206.) war ein in Zürich, Bolligen und Bern tätiger Buchdrucker.

Leben Samuel Kneubühler wurde am 15. Februar 1646 in der Kirche Bolligen als Sohn des Samuel Kneubühler, Spielmann aus Ostermundigen, und der Barbara K[...] getauft., S. 10. Taufpaten waren Samuel Wyss, der Buchdrucker Georg Sonnleitner und Margaretha Zehender., S. 10. Möglicherweise ging Kneubühler bei seinem Taufpaten Georg Sonnleitner, dem Konzessionär der Obrigkeitlichen Druckerei, in die Lehre.Schmalz 1982, S. 56. Für das Jahr 1666 ist er als Drucker bei Barbara Schaufelberger in Zürich belegt. 1675 erhielt er vom bernischen Rat die Erlaubnis, ausserhalb Berns eine Zeitungs- und Kalenderdruckerei zu betreiben.Müller 1904, S. 15 Kneubühler druckte in Bolligen im Auftrag der bernischen Obrigkeit die Landschulordnung und die Bettlerordnung. Bereits 1676 gelang es ihm, seine Druckerei in Bern zu betreiben.Fluri 1919, S. 197. Hier druckte er 1676 ein Psalmenbuch, und 1677 erhielt er ein auf zehn Jahre ausgelegtes Privileg für den Druck eines Psalters und weiteren biblischen Texten.Fluri 1919, S. 198. Im Auftrag von Beat Fischer druckte Kneubühler ab 1677 die Sonn- und Donstägliche ZeitungenFluri 1919, S. 200., und La Gazette.La Gazette, W 526 in der Universitätsbibliothek Frankfurt Mit seinem Taufpaten Georg Sonnleitner lieferte sich Kneubühler Konkurrenzkämpfe. 1677 erhielt er anstelle Sonnleiters den Auftrag, das neue Postreglement zu drucken.Fluri 1919, S. 203–204. 1678 druckte er zum ersten Mal einen Schreibkalender.Fluri 1919, S. 204. 1680 heiratete Kneubühler Katharina Zigerli (1652–?), Tochter des Siechenvogts und Welschweinschenks Hans Rudolf Zigerli (1626–1694).Fluri 1919, S. 205. Aufgrund eines Pressedelikts im Zusammenhang mit Frankreich wurde Samuel Kneubühler 1681 für 24 Stunden arrestiert.Müller 1904, S. 184. Seine Witwe Katharina Kneubühler führte nach seinem Tod die als Obere Druckerei bekannte Offizin bis 1690 weiter.Fluri 1914, S. 19.

Kneubühlers Druckermarke mit den Initialen S K B hat sich auf dem Titelblatt einer Ausgabe der Zeitung La Gazette von 1677 erhalten.Braun 2004, S. 202–203.

Archive

Literatur Hans Braun, Barbara Braun-Bucher, Annelies Hüssy: Beat Fischer (1641–1698). Der Gründer der bernischen Post, Bern 2004. Adolf Fluri: Chronologie der Berner Buchdrucker, Bern 1914, S. 19. Adolf Fluri: Das erste bernische Postreglement, In: Blätter für bernische Geschichte, Kunst und Altertumskunde 1910, S. 333–341. Adolf Fluri: Samuel Kneubühler, der Buchdrucker von Bolligen (gestorben 1684), In: Blätter für bernische Geschichte, Kunst und Altertumskunde 1919, S. 194–206. Johann Heinrich Graf: Historischer Kalender oder der Hinkende Bot. Seine Entstehung und Geschichte, Bern 1896. Karl Müller: Die Geschichte der Zensur im alten Bern, Bern 1904. online Karl Ludwig Schmalz: Bolligen. Geschichte, Gemeindeentwicklung, Heimatkunde, Bern 1982. Zwei Vorläufer des Hinkenden Boten, in: Historischer Kalender, oder, Der hinkende Bot, Bern 1915

Einzelnachweise

Weblinks Samuel Kneubühler in der Deutschen Digitalen Bibliothek

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