Die DKW ZL (Zschopauer Leichtmotorrad) ist ein Motorrad der Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen. Es markiert den Übergang vom Reichsfahrtmodell hin zu „echten“ Motorrädern.

Technik Die technischen Änderungen gegenüber dem Reichsfahrtmodell bestanden hauptsächlich darin, dass die Motoranordnung geändert und der Motor schwerpunktgünstig vom vorderen Rahmenunterzug weiter nach unten in das Rahmendreieck verlegt wurde. Das war möglich, weil auf den zusätzlichen Tretkurbelantrieb verzichtet wurde. Der Tank hing wie beim Reichsfahrtmodell unter dem Rahmenoberzug, hatte aber ein größeres Fassungsvermögen, da die geänderte Motorposition Raum dafür ließ. Die Füße des Fahrers ruhten auf Trittbrettern. Die nur zum Anfahren und Anhalten nötige Kupplung wird mit einem Handhebel rechts am Tank betätigt. Die Kraftübertragung auf das Hinterrad erfolgt mit einem Riemen.

Der zunächst vom letzten Reichsfahrtmodell mehr oder weniger unverändert übernommene Motor wurde im Laufe der Produktion weiter verbessert und erhielt eine waagerechte Zylinderverrippung. Beibehalten wurde die feste 1:3-Untersetzung mit Zahnrädern im Kurbelgehäuse.

+ Technische Daten DKW ZL Motor gebläsegekühlter Einzylinder-Zweitaktmotor, Kickstarter Steuerung Kolbenkantensteuerung Ladungswechsel Querstromspülung Bohrung × Hub 56 × 60 mm Hubraum 147,8 cm³ Nennleistung Vergaser Meco, Adria, Pichler, Variat Motorschmierung Zweitaktgemisch 1 : 10 Getriebe 1-Gang-Getriebe Endantrieb Riemen Rahmenbauart Rohrrahmen, gelötet Radaufhängung vorn Pendelgabel Radaufhängung hinten Starrrahmen Bremsen Band- und Klotzbremse hinten Leergewicht 47 kg Höchstgeschwindigkeit 65 km/h Stückzahl 2.000

Literatur

Einzelnachweise

Weblinks

ZL Kategorie:Motorradmodell