Bernhard Seifert (* 28. September 1955 in Zwickau) ist ein deutscher Entomologe und Leiter der Sektion Pterygota (Fluginsekten) am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.
Wissenschaftliche Laufbahn Bernhard Seifert beschäftigte sich bereits in der Jugend mit Avifaunistik. Von 1974 bis 1979 studierte er Biologie mit der Fachrichtung Tierphysiologie an der Universität Leipzig. Sein Studium schloss er mit dem Diplom ab, seine Diplomarbeit hat den Titel „Zur Topographie des exohypothalamischen neurosekretorischen Systems der Haustaube“. Nach seinem Abschluss arbeitete er zunächst im Bereich Entwicklungsbiologie des Zentralinstituts für Genetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben.
Im Jahr 1981 übernahm er die Leitung des Bereiches Fluginsekten beim Staatlichen Museum für Naturkunde Görlitz. Im Jahr 1985 wurde er zum Kurator der Pterygota-Sammlung ernannt. Neben seiner Tätigkeit im Naturkundemuseum wurde er 1985 mit der Schrift „Vergleichende Untersuchungen zur Habitatwahl von Ameisen im mittleren und südlichen Teil der DDR“ promoviert.
Forschungsgebiet Seit 1979 forscht Seifert über Insekten, hierbei bilden Ameisen der Paläarktis seinen Forschungsschwerpunkt. In diesem Zusammenhang unternahm er unter anderem Expeditionen in Fennoskandinavien, im Zentralkaukasus und in Tibet. Zu den zentralen Aspekten seiner Untersuchungen gehören die Taxonomie, Soziobiologie, Ökologie und Evolution von Ameisen. Er gilt als einer der führenden Fachleute auf dem Gebiet der Myrmekologie.
Im Rahmen seiner Studien hat Seifert verschiedene Ameisenarten erstbeschrieben, beispielsweise Tapinoma subboreale und Formica lusatica.
Veröffentlichungen (Auswahl) Fachartikel
Werk
Einzelnachweise
Kategorie:Entomologe Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1955 Kategorie:Mann Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Kurator einer naturwissenschaftlichen Sammlung Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Museums in Sachsen