mini|hochkant|Christuskirche Die evangelisch-lutherische denkmalgeschützte Christuskirche steht in Syke, einer Stadt im Landkreis Diepholz von Niedersachsen. Die Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Syke-Hoya im Sprengel Osnabrück der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Beschreibung Die 1704/05 errichtete Fachwerkkirche wurde 1882 abgerissen, weil sie zu klein für die stark anwachsende Kirchengemeinde geworden war. An ihrer Stelle wurde 1882–85 nach einem Entwurf von Gustav Schwartz die neugotische Basilika aus Backsteinen errichtet. Sie besteht aus einem kurzen Langhaus mit drei breiten Jochen und schmalen Seitenschiffen, dem im Nordwesten der Kirchturm vorgestellt ist, einem Querschiff und einem dreiseitig abgeschlossenen Chor im Südosten. Das Langhaus wird von Strebepfeilern gestützt, der Obergaden ist zwischen den Strebepfeilern von Bogenfenstern mit einfach konstruiertem Maßwerk durchbrochen, ebenso die Seitenschiffe. Die Ecken zwischen den Querarmen und dem Langhaus sind abgeschrägt, um die Vierung zu betonen. Der Turm ist mit einem achtseitigen spitzen Helm, das Mittelschiff ist mit einem Satteldach, die Seitenschiffe sind mit Pultdächern bedeckt.

mini|hochkant|Orgel Der Innenraum ist von einem Kreuzrippengewölbe überspannt. Das barocke, aus dem Jahre 1677 stammende Taufbecken wurde aus der alten Kirche übernommen, ebenso ein Opferstock. Der Altar ist neugotisch.

Im Jahr 1887 erhielt die Christuskirche eine Orgel des Orgelbauers Johann Martin Schmidt mit 15 Registern auf zwei Manualen und Pedal. 1963/64 wurde eine neue Orgel unter Verwendung von Teilen des vorigen Instruments von Orgelbauer Alfred Führer auf der Empore der Kirche aufgestellt. Sie verfügt über 23 Register, ebenfalls auf zwei Manualen und Pedal.

Im Kirchturm hängt ein vierstimmiges Glockengeläut aus Bronze mit folgenden Daten: Glocke Name Gussjahr Gießer Schlagton Inschrift 1 Gefallenenglocke 1953 Glockengießerei Rincker, Sinn dis′ „O Land, Land, Land, höre des Herrn Wort. Anno Domini 1953. Den Opfern der Kriege in stets dankbarem Gedenken gewidmet von der Kirchengemeinde Syke“ 2 1884 Glockengießerei Otto, Hemelingen fis′ „Dienet dem Herrn mit Freuden. Kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken. Syke 1884“ 3 Trostglocke 1967 Rincker, Sinn h′ „Ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet“ und „Syke 1967“ 4 Hoffnungsglocke 1967 Rincker, Sinn cis″ „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet“ und „Aus Gaben vieler Gemeindeglieder“

Literatur Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bremen, Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, München 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 1267.

Weblinks

Christus-Kirchengemeinde Syke Kirchbaudatenblatt Kirchengemeindelexikon der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers – Syke

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