Sven Degenhardt (* 1962) ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler.
Leben Von 1980 bis 1984 studierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin (Fachrichtung Diplomlehrer für Mathematik/Physik). Nach der Promotion 1987 zum Dr. paed. ist er seit August 1996 Universitätsprofessor für Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Sonderpädagogik; Schwerpunkt: Blinden- und Sehbehindertenpädagogik an der Universität Hamburg.
Seine Forschungsschwerpunkte sind Computer bei sehgeschädigten Menschen, Medienpädagogik (Blindheit als Thema; Einstellung und Rollenmuster, Mediennutzung durch blinde und sehbehinderte Menschen), Low-Vision / vision rehabilitation (mit den Schwerpunkten Physiologische Optik, Hilfsmittelversorgung, Beleuchtung und Raumgestaltung), barrierefreie Gestaltung von Lehr- und Lernsettings (infrastrukturelle Barrierefreiheit, Zugänglichkeit von Informationen über unterschiedliche Medien), qualitative und quantitative empirische Forschung, Qualität und Evaluation sehgeschädigtenpädagogischer Prozesse, Punktschrift und Entwicklungszusammenarbeit.
Schriften (Auswahl) mit Ulrich Kalina und Dirk Rytlewski: Der Einsatz des Computers bei blinden und sehbehinderten Schülern. Überblick, Stand und Perspektiven: Ergebnisse aus dem Modellversuch „Interaktive Informationstechniken für Sehgeschädigte in der informationstechnischen Bildung“ (IRIS). Hamburg 1996, ISBN 3-925408-26-6. Daten zur Angebotsqualität blindenpädagogischer Förderung (AQUA-Studie). Ergebnisse einer Erhebung im Bereich Schule durch die Arbeitsgruppe Qualitätssicherung (AQUA). Berlin 1998, ISBN 3-86135-090-4. (Hrsg.): Blindenpädagogik in China. Qualitätsentwicklung durch interkulturelle Kommunikation – Ergebnisse einer Studienreise. Münster 2001, ISBN 3-8309-1085-1. mit Waldtraut Rath (Hrsg.): Blinden- und Sehbehindertenpädagogik. Neuwied 2001, ISBN 3-472-04238-9.
Weblinks
ew.uni-hamburg.de
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