Die Filmgalerie 451 ist eine deutsche Filmproduktionsfirma, die hauptsächlich Kinofilme produziert und Filme auf VoD und DVD vertreibt. Der Firmensitz ist Berlin.
Firmengeschichte Die Filmgalerie 451 wurde 1989 von Frieder Schlaich und Irene von Alberti in Stuttgart gegründet, zunächst als cineastische Videothek. Später wurden unter dem gleichnamigen Label auch Filme auf VHS und DVD veröffentlicht. Der Spielfilm Paul Bowles – Halbmond ist die erste Kinofilmproduktion. Mit dem Umzug nach Berlin 2001 kam ein Filmverleih für Arthouse-Filme dazu. Die Filmgalerie 451 vertreibt alle Filme von Roland Klick, Heinz Emigholz, Hans-Jürgen Syberberg (Deutsche Trilogie) und eine vom Arsenal kuratierte Filmreihe auf DVD. In den letzten Jahren hat die Filmgalerie 451 das Schlingensief-Filmarchiv aufgebaut, das sich um den filmischen Nachlass des 2010 verstorbenen Künstlers Christoph Schlingensief kümmert.
Produktionen (Auswahl) 1995: Paul Bowles – Halbmond, Regie: Frieder Schlaich und Irene von Alberti 2003: Freakstars 3000, Regie: Christoph Schlingensief 2005: The African Twin Towers, Regie: Christoph Schlingensief 2005: Stadt als Beute, Regie: Irene von Alberti, Miriam Dehne und Esther Gronenborn, nach Texten von René Pollesch 2008: Diese Nacht, Regie: Werner Schroeter 2008: Tangerine, Regie: Irene von Alberti 2012: Weil ich schöner bin, Regie: Frieder Schlaich 2014: Three Stones for Jean Genet, Regie: Frieder Schlaich mit Patti Smith 2014: Roland Klick – The Heart is a Hungry Hunter, Regie: Sandra Prechtel, Dokumentarfilm 2016: August, Regie: Omer Fast 2016: Der traumhafte Weg, Regie: Angela Schanelec 2016: Continuity, Regie: Omer Fast 2017: Der Hauptmann, Regie: Robert Schwentke 2017: Der lange Sommer der Theorie, Regie: Irene von Alberti, nach dem gleichnamigen Sachbuch von Philipp Felsch 2017: Naomis Reise, Regie: Frieder Schlaich 2020: Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien, Regie: Bettina Böhler 2020: Die letzte Stadt, Regie: Heinz Emigholz 2023: Seneca – Oder: Über die Geburt von Erdbeben, Regie: Robert Schwentke 2024: Die geschützten Männer, Regie: Irene von Alberti 2025: Diya - Blutgeld, Regie: Achille Ronaimou 2026: Einar Schleef - Ich habe kein Deutschland gefunden, Regie: Sandra Prechtel
Auszeichnungen (Auswahl) 1995 Spielfilmpreis der deutschen Filmkritik Paul Bowles – Halbmond 1995 Grand Prix Europe & Grand Prix des jeunes comédiens: Festival of European Cinema, La Baule 1995 für Paul Bowles – Halbmond 2009: Filmkulturpreis Mannheim-Heidelberg für die Filmgalerie 451 für ihre hervorragende Programmarbeit auf dem Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg 2013 Bronze Horse für den besten Film beim Internationalen Filmfestival von Stockholm für Weil ich schöner bin 2017: Auszeichnung mit dem Jurypreis für die Beste Kamera San Sebastián International Film Festival Der Hauptmann für Florian Ballhaus 2017 Filmpreis NRW beim Film Festival Cologne für den besten Spielfilm Der traumhafte Weg 2020 Special Jury Prize Dokumenta Madrid für Die letzte Stadt 2018 Nominierung Deutscher Filmpreis 2018 für den besten Spielfilm Der Hauptmann 2018: Bayerischer Filmpreis für Max Hubacher in Der Hauptmann 2020: Nominierung Deutscher Filmpreis 2020 für den besten Dokumentarfilm 2020 Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien 2022: Ehrenpreis Preis der deutschen Filmkritik 2020: Gilde-Filmpreis bester Dokumentarfilm Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien 2024: Tallinn Black Nights Film Festival Bester Film Die geschützten Männer in der Sektion "Rebels with a cause" 2024: Programmpreis der DEFA-Stiftung
Weblinks
Filmgalerie 451 bei Filmportal.de Andreas Busche: Land unter der Lupe. 21. September 2018 Filmgalerie 451 Offizielle Website
Einzelnachweise
Kategorie:Medienunternehmen (Berlin) Kategorie:Filmgesellschaft (Deutschland) Kategorie:Unternehmensgründung 1989