mini|hochkant=1.9| Der Hammerwurf der Frauen bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2013 wurde am 14. und 16. August 2013 im Olympiastadion Luschniki der russischen Hauptstadt Moskau ausgetragen.
Die chinesischen Hammerwerferinnen errangen in diesem Wettbewerb mit Silber und Bronze zwei Medaillen. Zu ihrem zweiten Weltmeistertitel nach 2009 kam die aktuelle Olympiasiegerin, amtierende Europameisterin und Vizeeuropameisterin von 2010 Anita Włodarczyk aus Polen. Silber gewann die Olympiazweite von 2008, Olympiadritte von 2012 und zweifache WM-Dritte (2007/2011) Zhang Wenxiu. Sie war darüber hinaus 2005 und 2009 jeweils Asienmeisterin. Bronze ging an die Asienmeisterin von 2013 Wang Zheng.
Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord 79,42 m Halle (Saale), Deutschland 21. Mai 2011, sport-record.de (englisch), abgerufen am 30. Januar 2022 Weltmeisterschaftsrekord 77,96 m WM 2009 in Berlin, Deutschland 22. August 2009
Rekordverbesserung Die polnische Weltmeisterin Anita Włodarczyk verbesserte ihren eigenen WM-Rekord aus dem Jahr 2009 im Finale am 16. August um fünfzig Zentimeter auf 78,46 m, womit sie gleichzeitig einen neuen Landesrekord aufstellte.
Doping In dieser Disziplin waren vier Dopingfälle zu verzeichnen: Die ursprüngliche Siegerin Tatjana Lyssenko aus Russland wurde als Mehrfachtäterin durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS für acht Jahre gesperrt. Ihr Weltmeistertitel von 2013 wurde ihr aberkannt.Zwölf russische Leichtathleten wegen Dopings gesperrt, dw.com, abgerufen am 7. Februar 2021 Die zunächst fünftplatzierte russische Werferin Anna Bulgakowa wurde für zwei Jahre gesperrt, nachdem sie gemeinsam mit vier weiteren betroffenen Sportlern ihren Dopingverstoß zugegeben hatte. Unter anderem ihr hier erzieltes WM-Resultat wurde annulliert.Fünf russische Leichtathleten gestehen Doping, eurosport.de, 19. April 2017, abgerufen am 7. Februar 2021 Die ursprünglich elftplatzierte Gulfija Chanafejewa, ebenfalls aus Russland, wurde zusammen mit zwei weiteren russischen Leichtathletinnen bei Nachtests zu den Olympischen Spielen 2012 des Dopings überführt. Die Athletin hatte bereits vorher eine Sperre wegen eines Verstoßes aus dem Jahr 2008 hinnehmen müssen. Unter anderem ihr WM-Resultat wurde gestrichen.Die nächsten russischen Dopingfälle. In: Kleine Zeitung, 22. März 2017, abgerufen am 7. Februar 2021 Die in der Qualifikation ausgeschiedene Belarussin Aksana Mjankowa wurde bei Nachuntersuchungen der Dopingproben von den Olympischen Spielen 2012 positiv auf Turinabol und Oxandrolon getestet. Ihr Goldmedaille von 2012 musste sie zurückgeben, auch ihr Resultat von den Weltmeisterschaften 2013 wurde gestrichen.3 Olympic gold medals stripped in latest IOC doping retests, apnews.com, 25. November 2016, abgerufen am 7. Februar 2021
Bei vier Dopingfällen war eine entsprechend hohe Zahl von benachteiligten Athletinnen die Folge. Im Finale hatten in erster Linie vier Werferinnen unter den Betrugsvorkommnissen zu leiden, in der Qualifikation waren es drei Teilnehmerinnen. Unter Zugrundelegung der erzielten Resultate waren dies folgende Wettbewerberinnen. Benachteiligungen im Medaillenbereich: Anita Włodarczyk, Polen – Sie wurde erst mit langer Verspätung als Weltmeisterin anerkannt. Wang Zheng, Volksrepublik China – Sie erhielt ihre Bronzemedaille erst lange nach Abschluss dieser Weltmeisterschaften und konnte nicht an der Siegerehrung teilnehmen. Folgenden zwei Werferinnen hätten im Finale der besten Acht drei weitere Versuche zugestanden: Jeneva McCall, USA – nach dem Vorkampf im Finale auf Rang sieben Amanda Bingson, USA – nach dem Vorkampf im Finale auf Rang acht Folgenden drei Athletinnen blieb die aufgrund ihrer in der Qualifikation erzielten Resultate zustehende Finalteilnahme verwehrt: Amber Campbell, USA – Gesamtzehnte aus beiden Qualifikationsgruppen Liu Tingting, Volksrepublik China – Gesamtelfte aus beiden Qualifikationsgruppen Rosa Rodríguez, Venezuela – Gesamtzwölfte aus beiden Qualifikationsgruppen
Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: – verzichtet x ungültig
Qualifikation 26 Teilnehmerinnen traten in zwei Gruppen zur Qualifikationsrunde an. Die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug betrug 73,00 m. Sechs Athletinnen übertrafen diese Marke (hellblau unterlegt). Das Finalfeld wurde mit den sechs nächstplatzierten Sportlerinnen auf zwölf Werferinnen aufgefüllt (hellgrün unterlegt). So mussten schließlich 70,47 m für die Finalteilnahme erbracht werden.
Gruppe A 14. August 2013, 9:30 Uhr Platz Name Nation Resultat (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) Anmerkung 1 Zhang Wenxiu 75,15 71,99 75,15 – 2 Éva Orbán 70,62 x 69,45 70,62 3 Jeneva McCall 70,47 70,47 x 69,14 4 Rosa Rodríguez 69,35 67,48 69,35 x eigentlich für das Finale qualifiziert 5 Sultana Frizell 69,06 67,86 69,06 68,77 6 Jennifer Dahlgren 68,90 67,63 66,86 68,90 7 Betty Heidler 68,83 68,83 66,41 x 8 Martina Hrašnová 68,00 x x 68,00 9 Tereza Králová 64,74 63,68 x 64,74 10 Barbara Špiler 64,58 x x 64,58 DOP Anna Bulgakowa 74,83 68,86 74,83 – für das Finale zugelassen Tatjana Lyssenko 74,60 x 74,60 – Iryna Sekatschowa In Gruppe A ausgeschiedene Hammerwerferinnen:
Gruppe B 14. August 2013, 11:10 Uhr Platz Name Nation Resultat (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) Anmerkung 1 Anita Włodarczyk 76,18 x 76,18 – 2 Oxana Kondratjewa 73,89 73,89 – – 3 Wang Zheng 73,17 71,33 73,17 – 4 Amanda Bingson 71,90 71,90 x x 5 Yipsi Moreno 71,69 71,69 x x 6 Bianca Perie 71,32 70,19 69,58 71,32 7 Amber Campbell 69,86 69,86 66,92 67,40 eigentlich für dasFinale qualifiziert 8 Liu Tingting 69,68 69,07 x 69,68 9 Sophie Hitchon 68,56 68,56 67,62 65,86 10 Kathrin Klaas 68,34 x 66,93 68,34 11 Amy Sène 65,58 x 64,96 65,58 12 Tracey Andersson 61,37 x 61,37 x DOP Gulfija Chanafejewa 72,47 69,67 69,62 72,47 für das Finale zugelassen DOP Aksana Mjankowa 66,65 62,19 66,65 x In Gruppe B ausgeschiedene Hammerwerferinnen:
Finale 16. August 2013, 19:00 Uhr Platz Name Nation Resultat (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) 4. Versuch (m) 5. Versuch (m) 6. Versuch (m) 1 Anita Włodarczyk 78,46 70,75 74,21 77,79 78,46 72,85 71,39 2 Zhang Wenxiu 75,58 74,62 73,60 75,08 75,58 72,70 x 3 Wang Zheng 74,90 68,46 74,90 x 73,94 x 72,35 4 Yipsi Moreno 74,16 68,96 74,16 71,06 x x 72,68 5 Oxana Kondratjewa 72,76 71,46 72,76 71,21 68,80 x 68,61 6 Éva Orbán 72,70 67,17 72,70 70,18 70,57 x 67,39 7 Jeneva McCall 72,65 72,33 72,61 72,65 eigentlich zu dreiweiteren Würfen berechtigt 8 Amanda Bingson 72,56 x 72,56 x 9 Bianca Perie 71,25 71,15 70,40 71,25 nicht im Finale der besten acht Werferinnen DOP Tatjana Lyssenko 78,80 77,58 77,33 76,34 78,80 76,90 74,49 Anna Bulgakowa 74,64 x 72,69 74,64 72,80 x 73,33 Gulfija Chanafejewa 71,07 71,07 69,52 69,00 nicht im Finale der besten acht Werferinnen
Video Moscow 2013 - Hammer Throw Women - Final, youtube.com, abgerufen am 7. Februar 2021
Weblinks World Championships Moskva (Luzhniki) (englisch), abgerufen am 7. Februar 2021 Women Hammer Throw Athletics XIV World Championship 2013 Moskva (RUS) auf todor66.com (englisch), abgerufen am 7. Februar 2021 Ergebnisse im Statistics Handbook der IAAF zur WM 2019 in Doha, Women Hammer Throw, Moscow 2013, S. 345 (PDF; 10,3 MB, englisch), abgerufen am 7. Februar 2021
Einzelnachweise und Anmerkungen
Hammerwurf der Frauen Kategorie:Frauenleichtathletikwettbewerb Kategorie:Leichtathletikwettbewerb in Moskau