mini|Antoine Reinartz 2018 Antoine Reinartz (* 1985 in Essey-lès-NancyAlexandre Poplavsky: Les premières marches d’Antoine Reinartz. estrepublicain.fr, 20. Mai 2017.) ist ein französischer Filmschauspieler.

Leben Reinartz wuchs mit vier Brüdern und einer Schwester in Nomeny auf, wo seine Eltern als Tierärzte arbeiteten. Er interessierte sich bereits früh für das Theater, spielte am Lycée Chopin in verschiedenen Stücken mit und besuchte das auf Tanz, Musik und Schauspiel spezialisierte Conservatoire à rayonnement régional du Grand Nancy. Nach Ende der Schulzeit absolvierte er ein Masterstudium im Solidaritätsmanagement.Antoine Reinartz – La biographie auf gala.fr Er reiste viel und lebte eine Zeitlang in den USA und Japan, bevor er nach Frankreich zurückkehrte und sich ab 2008 erneut dem Theater widmete. Er besuchte Kurse am Studio-théâtre in Asnières-sur-Seine und in der Manufacture in Lausanne und studierte schließlich bis 2014 am Conservatoire national supérieur d’art dramatique Schauspiel.Antoine Reinartz auf collectif49701.fr Seit 2012 ist Reinartz Mitglied der Theatergruppe Collectif 49 701. Er stand von 2014 bis 2018 im Theaterstück Les trois mousquetaires – La série auf der Bühne, wobei er überwiegend die Rolle von König Louis XIII. innehatte.

Seinen Durchbruch als Schauspieler hatte Reinartz 2017 in Robin Campillos Filmdrama 120 BPM, das auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2017 uraufgeführt wurde. Für seine Darstellung des Thibault wurde er 2018 mit dem César als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet.

Mit For the Record, einem Kurzfilm über das Leben der amerikanischen Fotografin Darcy Padilla,For the Record auf unifrance.org veröffentlichte Reinartz 2016 sein Regiedebüt.

Filmografie (Auswahl) als Schauspieler 2015: Quand je ne dors pas von Tommy Weber 2017: 120 BPM (120 battements par minute) von Robin Campillo 2018: Der Glanz der Unsichtbaren (Les invisibles) von Louis-Julien Petit 2018: Zwischen den Zeilen (2018) (Doubles vies) von Olivier Assayas 2019: Im Schatten von Roubaix (Roubaix, une lumière) von Arnaud Desplechin 2019: La vie scolaire – Schulalltag (La vie scolaire) von Mehdi Idir & Grand Corps Malade 2019: Alice oder Die Bescheidenheit (Alice et le maire) von Nicolas Pariser 2019: Dann schlaf auch du (Chanson douce) von Lucie Borleteau 2021: Nona und ihre Töchter (Nona et ses filles, Fernsehserie, 9 Episoden)von Valérie Donzelli 2022: Les damnés ne pleurent pas von Fyzal Boulifa 2022: Irma Vep (Fernsehserie) von Olivier Assayas 2022: Softie (Petite Nature) von Samuel Theis 2022: Arthur Rambo Von Laurent Cantet 2023: Anatomie eines Falls (Anatomie d’une chute) von Justine Triet 2023: Tapie (Miniserie) 2024: La Maison von Fabrice Gobert & Daniel Grou 2025: Des Vivants von Jean-Xavier de Lestrade 2025: Love Me Tender von Anna Cazenave Cambet

als Regisseur 2016: For the Record

Theaterrollen 2014: Alexandre Dumas – Les trois mousquetaires – La série, Folge 1–3, Regie: Clara Hedouin, Jade Herbulot, verschiedene Freiluftaufführungen, u. a. in Paris 2015: Annika Nyman – Six efter René Polleschs SEX nach Mae West, Regie: Annika Nyman, Inter Arts Center, Malmö 2016: David Greig – Les événements, Regie: Ramin Gray, Théâtre de la Manufacture, Nancy 2017: La famille royale nach William T. Vollmanns The Royal Family, Regie: Thierry Jolivet, Théâtre des Célestins, Lyon 2017: Voltaire, Harvard University, Boston 2018: Alexandre Dumas – Les trois mousquetaires – La série, Folge 4–6, Regie: Clara Hedouin, Jade Herbulot, verschiedene Freiluftaufführungen, u. a. in Paris 2021: Tennessee Williams – Die Glasmenagerie, Regie: Ivo van Hove, Théâtre de l’Odéon

Auszeichnungen 2018: César, Bester Nebendarsteller, für 120 BPM

Weblinks

Antoine Reinartz auf agence-adequat.com

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:César-Preisträger Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1985 Kategorie:Mann