Paul Häusler (* 13. April 1925 in Münnichwies; † 19. Juli 2005) war ein deutscher Maler und Grafiker.
Leben und Werk Häusler absolvierte eine Lehre als Kraftfahrer und wurde dann zur Wehrmacht eingezogen. Er nahm am Zweiten Weltkrieg teil und war bis 1946 in Kriegsgefangenschaft.
Von 1947 bis 1950 studierte er bei Fritz Dähn, Heinz Trökes und Mac Zimmermann an der Hochschule für Baukunst und Bildende Künste Weimar. 1950/51 war er an der Akademie der Künste Berlin Meisterschüler bei Heinrich Ehmsen und 1952 bis 1953 studierte er bei Dähn an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Dort war er danach bis 1957 als Assistent bei Erich Fraaß Lehrer im Grundlagen-Studium. Ab 1957 arbeitete er als freischaffender Maler und Grafiker in Dresden, ab 1965 in Riesa und nach dem Tod seiner Frau, der Malerin Margret Häusler, ab 1993 in Diesbar-Seußlitz.
Häusler schuf vor allem Tafelbilder und bis in die 1980er Jahre auch architekturbezogene Kunst. Die Arbeiten der 1950er und 1960er Jahre sind typische Beispiele eines künstlerisch anspruchslosen „Sozialistischen Realismus“.
In Riesa gehörte Häusler zu den Mitbegründern der Genossenschaft Bildender Künstler. Er hatte einen Fördervertrag mit dem Stahl- und Walzwerk Riesa und leitete u. a. Kunstzirkel im Klubhaus „Joliot Curie“.Ramona Geißler u. a.: Riesa. Industriestadt an der Elbe. Museumsverein Riesa, 2004, S. 78 Häusler war bis 1990 Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR und hatte eine bedeutende Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, darunter von 1953 bis 1968 an der Dritten bis VI. Deutschen Kunstausstellung bzw. Kunstausstellung der DDR in Dresden.
Bilder Häuslers befinden sich u. a. in der Dresdener Galerie Neue Meister, im Kunstfonds des Freistaates Sachsen und im Stadtmuseum Riesa.Paul Häusler (1925–2005) auf museum-digital.de
Werkbeispiele Siehe auch den Bildindex der Kunst und Architektur
Tafelbilder Enthüllung des Grabsteins (Öl, 67 × 100 cm; auf der Vierten Deutschen Kunstausstellung)Enthüllung der Grabsteine in der Deutschen Fotothek Schmelzer (Öl; 1959; auf der Fünften Deutschen Kunstausstellung)Schmelzer in der Deutschen Fotothek Die Patenklasse im Betrieb (1962, Öl, 100 × 150 cm; auf der Fünften Deutschen Kunstausstellung; Galerie Neue Meister)Die Patenklasse im Betrieb in der Deutschen Fotothek Porträt R. Zschukelt, Betriebsratsvorsitzender des Stahlwerkes Riesa 1945 (Öl; auf der VI. Deutschen Kunstausstellung)Porträt Curt Zschuckelt, Betriebsratsvorsitzender des Stahlwerkes Riesa 1945 in der Deutschen Fotothek Stillleben mit Sonnenblumen (1982, Öl, 96 × 66 cm; Kunstfonds des Freistaates Sachsen) Gagarins Antwort (1984, Öl, 100 × 111 cm; Kunstfonds des Freistaates Sachsen)
Architekturbezogenes Werk
Freizeit (1971, Wandbild, Tempera, 5 × 12 m; mit Margret Häusler; Zeithain, Speisesaal des Rohrwerks III des VEB Stahl- und Walzwerk Riesa)Ruth Pape et al. (Bearbeitung): Bildende Kunst + Architektur. Katalog. Deutsche Bauakademie, Berlin, 1973
Ausstellungen (unvollständig)
Einzelausstellungen 1982 Elsterwerda, Kleine Galerie (mit Margrit Häusler) 1984 Riesa, Kleine Galerie im „Hans-Grundig-Klub“ 1988 Elsterwerda, Kleine Galerie (mit Margrit Häusler)
Teilnahme an zentralen und wichtigen regionalen Ausstellungen in der DDR
1953 bis 1968: Dresden, Dritte bis VI. Deutsche Kunstausstellung 1968: Halle/Saale, Staatliche Galerie Moritzburg („Sieger der Geschichte. Die Arbeiterpersönlichkeit in der bildenden Kunst der Deutschen Demokratischen Republik“) 1971: Berlin, Altes Museum („Das Antlitz der Arbeiterklasse in der bildenden Kunst der DDR“) 1972 bis 1985: Dresden, vier Bezirkskunstausstellungen 1979: Erfurt („spectrum. Bildende Künstler der DDR an der Hochschule für Baukunst und Bildende Künste Weimar 1946 – 1951“)
Literatur
Häusler, Paul. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, S. 305
Einzelnachweise
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