mini|hochkant=0.8|Torii Shinjirō Torii Shinjirō (; geboren 30. Januar 1879 im Großbezirk Nr. 1 (daiichi daiku, heute zur Stadt Osaka) der Stadtpräfektur Osaka; gestorben 20. Februar 1962) war ein japanischer Unternehmer, bekannt als Gründer des Unternehmens Suntory, das mittlerweile zum drittgrößten Spirituosenhersteller der Welt aufgestiegen ist.
Leben und Wirken Torii Shinjirō, als zweiter Sohn von Torii Chubei, einem Geldwechsler und Reishändler, geboren, besuchte in Osaka die Handelsschule „Ōsaka shōgyō gakkō“ () und arbeitete dann bei dem Pharmagroßhändler „Konishi Gisuke shōten“ () wo er die Herstellung von Whisky-Imitaten, den sogenannten Hermes-Whiskys erlernte, bis er 1899 seine eigene Firma „Torii Shoten“ () eröffnete. 1906 nannte er die Firma um in „Kotobuki-ya yōshu-ten“ (), etwa „Glücksgeschäft für westliche alkoholische Getränke“.
Auf der Grundlage des Erfolges, den er ab 1907 mit der Herstellung des „Acadama-Portweins“ () erzielte, wandte er sich der heimischen Produktion von Whiskey zu. Er stellte 1921 dafür Taketsuru Masataka (; 1894–1979) ein, der die Whiskey-Herstellung in England erlernt hatte. Torii stellte Taketsuru zu dem extrem hohen Jahresgehalt von 4000 Yen ein. Dies sollte angeblich höher gewesen sein, als das Gehalt des damals amtierenden japanischen Premierministers. Ab 1923 baute er eine Produktionsstätte in den Bergen zwischen Kyōto und Osaka, in Yamazaki, um bestes Wasser für die Herstellung zu haben. 1926 brachte Torii mit SMOKA eine Zahnpasta für Raucher auf den Markt.
Ab 1929 begann Torii dann unter dem Markennamen „Suntory Shirofuda“ () Whiskey zu produzieren. 1934 verließ Taketsuru das Unternehmen und baute mit Nikka Whisky Destilling den stärksten Konkurrenten zu Suntory auf. 1937 brachte Torii den „Suntory Whiskey 12 Jahre“ () heraus, der heute als „Suntory kakubin“Suntory kakubin (): „Suntory in der Vierkantflasche“. als ein Spitzenprodukt im Bereich Blended Whiskys auf dem Markt ist.
Nach dem Zweiten Weltkrieg brachte Torii einerseits mit „Suntory Royal“ eine weitere Spitzenmarke heraus, produzierte daneben aber auch eine als „Torys“ benannte preiswerte Variante. So baute er seine Stellung als führendes Unternehmen der Whiskey-Herstellung in Japan weiter aus. Durch Zukäufe von Marken wie Lucozade, Ribena; Orangina, Schweppes, Courvoisier, Bowmore, Laphroaig, Jim Beam, Maker’s Mark, Canadian Club sowie die Franchise-Rechte für den japanischen Markt für Pepsi und Subway wurde Suntory zum drittgrößten Spirituosenhersteller der Welt.
Anmerkungen
Literatur S. Noma (Hrsg.): Torii Shinjirō. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1608. (englisch)
Weblinks Biographien Torii Shinjirō in der Kotobank (japanisch)
Einzelnachweise
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