mini|Asal Dardan (2024) Asal Dardan (* 1978 in Teheran) ist eine im Iran geborene deutsche Schriftstellerin.
Leben Asal Dardan wuchs nach der Flucht ihrer Eltern aus dem Iran in Köln, Bonn und Aberdeen auf. In Hildesheim studierte sie Kulturwissenschaften, in Lund Nahoststudien. Geschrieben hat sie unter anderem für Zeit Online, FAZ, Die Presse und Berliner Zeitung. Derzeit ist sie als freie Autorin tätig.
Von 2023 bis 2025 war sie Mitglied der Jury des Internationalen Literaturpreises des Hauses der Kulturen der Welt.
Dardan hat zwei Kinder und lebt mit ihrer Familie auf Öland in Schweden.
Werk 2021 veröffentlichte Dardan die Essaysammlung Betrachtungen einer Barbarin. Die meist autobiographisch geprägten Essays verhandeln Themen wie Herkunft, Ausgrenzung, Rassismus und das Frausein. Dardan äußert sich häufig zu identitätspolitischen und feministischen Fragen und kritisiert unter anderem die mangelhafte Aufarbeitung der NSU-Mordserie.
Ihr Buch wurde für den Deutschen Sachbuchpreis 2021 und den Clemens-Brentano-Preis 2022 nominiert.
Im Mai 2023 hielt sie unter dem Titel Vor dem Dunkel, ausgerechnet Wir die erste Lecture in der Erika Mann Lecture Series an der Ludwig-Maximilians-Universität München und eröffnete im August 2025 das Globart Festival im Stift Melk mit ihrer nach Peter Weiß betitelten Rede Wie die Vergangenheit unabänderlich war, würde die Hoffnung unabänderlich bleiben.
Im Januar 2025 ist ihr Buch Traumaland erschienen, in dem sie „eine neue Topografie Deutschlands“ entwirft. Darin richtet sie einen besonderen Fokus auf die Städte Berlin, Köln, Dessau und Hoyerswerda.
Sie übersetzt zudem Werke aus dem Englischen ins Deutsche, unter anderem von Namwali Serpell und Chimamanda Ngozi Adichie.
Auszeichnungen 2020: Caroline-Schlegel-Preis (Hauptpreis) für den Essay Neue Jahre
Werke mit Lena Gorelik, Dietmar Süß und Shelly Kupferberg: Gegenwehr im Jetzt, Ein Gespräch über Erinnerung, Demokratie und Solidarität, S. Fischer, Frankfurt a. M. 2026, ISBN 978-3-10-397706-6 Traumaland. Eine Spurensuche in deutscher Vergangenheit und Gegenwart, Rowohlt, Hamburg 2025, ISBN 978-3-498-00348-7 Betrachtungen einer Barbarin. Hoffmann und Campe, Hamburg 2021, ISBN 978-3-455-01099-2 mit Claudia Bruns und Anette Dietrich (Hrsg.): „Welchen der Steine du hebst …“ Filmische Erinnerungen an den Holocaust, Bertz + Fischer, Berlin 2012, ISBN 978-3-86505-397-8
Buchbeiträge
Ost*West*Frau*, herausgegeben von Franziska Hauser, Maren Wurster, Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt a. M. 2025, ISBN 978-3-627-00329-6 trotzdem sprechen, herausgegeben von Lena Gorelik, Miryam Schellbach, Mirjam Zadoff, Ullstein, Berlin 2024, ISBN 978-3-550-20304-6 Canceln – ein notwendiger Streit, Carl Hanser, München 2023, ISBN 978-3-446-27613-0 anders bleiben, herausgegeben von Selma Wels, Rowohlt, Hamburg 2023, ISBN 978-3-499-01080-4
Weblinks
„In aller Ruhe“ mit Carolin Emcke, Podcast der Süddeutschen Zeitung vom 7. März 2025: „Geprägt werden“ – Asal Dardan über das Echo von Gewalt WDR 3 (Westdeutscher Rundfunk) Mosaik. Samstagsgespräch vom 25. Januar 2025: Schriftstellerin Asal Dardan
Einzelnachweise
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