James Adair (* 21. September 1909 in Quincy, Vereinigte Staaten; † 6. Februar 1999 in Carmichael, Kalifornien, Vereinigte Staaten) war ein Violinist, Dirigent, Hochschullehrer, Musikpädagoge und Komponist.

Leben James Adair besuchte das Konservatorium in Chicago mit einem Abschluss als Bachelor of Music im Instrumentalfach Violine. Das Studium am Konservatorium in Kansas City in Missouri beschloss er mit dem Grad eines Master of Music. Bei Sergei Alexandrowitsch Kussewizki studierte er Dirigieren. Nach seinem Studium war er ab 1933 fünfzehn Jahre lang bis 1947 Violinprofessor am Stephens College in Columbia in Missouri. Am College gründete und leitete er ein Streichorchester und das The Stephens College Little Symphony Orchestra. Das aus über 50 Musikern bestehende semi-professionelle Orchester setzte sich aus Studenten des College und 15 Musikern des Chicago Civic Orchestra zusammen. Von 1942 bis 1946 nahm er als Soldat am II. Weltkrieg teil. 1947 begann er ein Promotionsstudium an der Eastman School of Music an der University of Rochester, welches er 1949 abschloss. Komposition studierte er bei Howard Hanson und belegte Kurse bei Darius Milhaud, Paul Hindemith und Leo Sowerby.

Im September 1949 kam James Adair als Assistant Professor der Musik an die California State University, Sacramento. Die Universität, damals Sacramento State College genannt, wurde 1947 gegründet. Die beiden Kollegen in der Fakultät für Musik waren Frederick Westphal (1916–2003) und Elizabeth May (1907–1988). Adair betreute Klassen in Kontrapunkt und Komposition und organisierte Chor und Orchester, einen Opernworkshop und Kurse in Music Listening [Musik hören]. In den folgenden Jahren dirigierte er das Orchester und die Little Symphony. Daneben leitete er das Kammermusikprogramm. In den letzten zehn Jahren bis um 1975 konzentrierte er sich vor allem auf Kontrapunkt, Komposition und Orchestrierung. An der CSUS war er Vorsitzender der Abteilung für Musik. Zu seinen Schülern zählen der Komponist Albert Gower (* 1935) und der Fagottist William Wood.

Seine musikalische Karriere begann er als Geiger. Er spielte von 1924 bis 1927 im Denver Symphony, von 1929 bis 1931 im St. Louis Symphony, Ende der 1930 im Chicago Little Symphony und von 1947 bis 1949 im Rochester Philharmonic. In vielen Konzerten trat er als Violinsolist in Erscheinung.

Zwischen 1939 und 1952 stand er in regem Briefkontakt mit Percy Grainger.

Werke (Auswahl) Die California State University, Sacramento besitzt in ihrer Bibliothek die James Adair Papers. Diese enthalten in 65 Boxen neben Konzertprogrammen, persönlichen Papieren und Briefen umfangreiches Notenmaterial. Darunter befinden sich Orchestermusik, Vokalmusik, Kammermusik, Musik für Soloinstrumente, Ballete und Tanzmusik, so wie Musik für diverse andere Besetzungen. Die Von James Adair gesammelten Papiere wurden 2002 der Universitätsbibliothek geschenkt. Wenn nicht anders angegeben finden sich folgende Werke in dieser Sammlung.

Opern James Adair schrieb dreizehn Opern, darunter mehrere Einakter.

Jean-Marie, Radio Opera in einem Akt für Sopran und Orchester, Independent Music Publishers, New York, 1948. Nach dem gleichnamigen Schauspiel André Theuriet, uraufgeführt am 4. April 1951 vom Little Symphony of Sacramento State College im Sacramento Junior College Auditorium mit der Sopranistin Elizabeth Monk unter der Leitung des Komponisten. Isolde and the shortshop, Comic Opera in one act, Libretto: Tom Baker, Independent Music Publishers, New York, 1948. The scarlet letter, eine Oper basierend auf dem Roman von Nathaniel Hawthorne, Libretto: Thomas K. Baker, Independent Music Publishers, New York, 1953. Father Carlo, Oper Riders to the Sea, Oper The Computer op. 79, Oper The Tinker’s wedding, Oper The Vactioners op. 80, Oper The Wondering Child, Oper für Sopran, Streichquartett und Gitarre op.77

Instrumentalkonzerte Concerto für Cello und Orchester a-moll op. 40 Violinkonzert Nr. 1 a-moll op. 40 Violinkonzert Nr. 2 op. 46 Concerto da camera für Flöte, Harfe und Streicher op. 47, fertiggestellt am 29. April 1949 in Rochester Introduktion und Allegro für Cello und Orchester op. 48 Concerto da camera für Flöte, Harfe und Streicher op. 49 Violinkonzert Nr. 3 op. 55 Präludium und Fuge für 24 Violinen op. 58 Violakonzert op. 59 Violakonzert op. 60 Concerto Nr. 4 für Violine und Orchester op. 62 Porträt für Violine und Kammerorchester op. 64 Violinkonzert Nr. 5 op. 65 Concerto Nr. 2 für Cello und Kammerorchester op. 67 Klavierkonzert op. 68 Klavierkonzert op. 69 Gitarrenkonzert op. 70 Konzert für Saxophon und Streicher op. 76 Concerto Nr. 6 für Violine und Orchester op. 78 Nr. 3 Rhapsodie für Violine und Orchester op. 78 Nr. 4 Concerto für Violine und Orchester Nr. 2 d- moll op. 2 Concerto Nr. 3 in E für Violine und Orchester, Independent Music Publishers, New York, 1955. Concerto für Viola and Orchester Concerto Nr. 1 für Viola und Orchester Concerto Nr. 2 für Viola und Orchester Trompetenkonzert

Sinfonien Sinfonie Nr. 1 op. 59 Sinfonie Nr. 3 op. 61 Sinfonie Nr. 4 op.74 Sinfonie für Streicher op. 75 Sinfonie für Holzbläser op. 77 Sinfonie für Streicher op. 78

Klaviermusik

Sonate für Klavier op. 71 Children's Suite [Kindersuite] für Piano op. 80 Sonate für Klavier zu vier Händen op. 86

The run-around waltz : "Four hands at one piano"

Kammermusik und andere Besetzungen

Werke mit Opuszahl

Duo für Viola und Violoncello op. 46 Sonate für Violine und Klavier in A Nr. 1 op. 57 Sonate für Posaune und Klavier op. 59 Sonate für Violine solo Nr. 1 op. 65 Sonate für Violine und Klavier Nr. 4 op. 66 Sonate Nr. 2 für Violine solo op. 67 Sonate für Cembalo und Violine op. 69 Sonate für Trompete und Klavier op. 69 Gitarrensonate op. 70 Sonate für Viola und Klavier op. 70 Sonate für Flöte und Cembalo op. 70 Sonate für Cembalo und Violine Nr. 2 op. 70 Sonate für Violoncello solo op. 72 Sonate für Horn und Klavier op. 72 Sonate für Klarinette und Klavier op. 72 Sonate für Fagott und Klavier op. 72 Sonate für Violoncello und Klavier op. 73 Sonate für Violine solo Nr. 3 op. 73 Harfensonate op. 74 Suite für Flöte, Violoncello und Cembalo op. 74 Nr. 2 Suite für Flöte, Violoncello und Cembalo op. 74 Nr. 4 Sonate für Violine solo Nr. 4 op. 74 Nr. 5 Sonate für Violine solo Nr. 5 op. 74 Nr. 6 Sonate für Flöte solo op. 75 Nr. 1 Duo für Harfe und Viola op. 75 Nr. 4 Suite für drei Violoncelli op. 75 Nr. 7 Jubilation für Violine solo op. 76 Sonate für Altsaxophon und Klavier op. 77 Sonate Nr. 2 für Viola solo op. op. 81 Sonate für Violoncello und Klavier op. 84

Werke ohne Opuszahl Zwei Bagatellen für vier gleiche Klarinetten, 1951 Canon für Flöte und Cello, 1952 Csardas aus der Fledermaus von Johann Strauss von James Adair für Violine und Klavier eingerichtet Polka für Flöte, Viola und Fagott Prelude and fugue for 24 violins Scherzo für Flöte, Viola und Fagott Sonate für Posaune (oder Fagott) und Klavier Sonate für Viola und Klavier Transkription für Klarinette und Klavier Sonate für Violine und Klavier in A, Independent Music Publishers, New York, 1957. Trio für Violine, Viola and Violoncello Two Vesper-Pieces für Violine und Klavier 12 Streichquartette

Vokalmusik

Folk Song Settings: I Wonder as I Wander für Sopran, Bariton, Tenor und Orchester op. 41 Sappho Triptych für Sopran und Gitarre op. 76

Chormusik Lullaby für vierstimmigen gemischten Chor Messe in A op. 66

Lieder

Two songs for bass-baritone, Text: Charles Baudelaire I L'Avertisseur II Toute Entiere, Independent Music Publishers, New York, 1957.

Weblinks

Guide to the James Adair papers, 1936-1973 beim Online Archive of California James Adair (1909–1999) bei earsense - the chamber music exploratorium

Einzelnachweise

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