mini|hochkant|Pfarrkirche St. Walburgen mini|Pfarrhof St. Walburgen mini|hochkant|Kernmaier-Kreuz St. Walburgen ist eine Ortschaft in der Gemeinde Eberstein im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ). Die Ortschaft umfasst auch den Weiler Micheldorf sowie das ehemalige Grafendorf.
Lage Die Ortschaft liegt im Südosten des Bezirks St. Veit an der Glan, im Görtschitztal, auf dem Gebiet der Katastralgemeinde St. Walburgen, zwischen den Gemeindehauptorten Eberstein und Brückl.
Im Bereich der Ortschaft werden folgende Hofnamen geführt: Laschizer (Nr. 1), Lassnig (Nr. 2), Kramer (Nr. 6), Oberer Grafenschuster (Nr. 7), Konig (Nr. 8), Zink (Nr. 10), Mügge (Nr. 11), Käfer (Nr. 13), Koglnig (Nr. 14), Kollerkeusche (Nr. 16), Kaspar (Nr. 17), Unterberger (Nr. 18), Grumeter (Nr. 19), Preglitzer (Nr. 22), Sellmann (Nr. 24), Göschl (Nr. 25), Hanslbauer (Nr. 28), Wirth (Nr. 32), Anetter (Nr. 33), Moosrader (Nr. 42), Kreuter (Nr. 57), Jandl (Nr. 58) und Markolin-Säge (Nr. 59).
Geschichte Römersteine, die an der Kirche eingemauert wurden, belegen eine römerzeitliche Besiedelung. Die Pfarre wird als ad sanctam Walpurgam schon zwischen 1060 und 1088 erwähnt.
Auf dem Gebiet der Steuergemeinde St. Walburgen liegend, gehörte der Ort St. Walburgen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Steuerbezirk Eberstein. Bei Gründung der Ortsgemeinden im Zuge der Reformen nach der Revolution 1848/49 kam St. Walburgen zunächst an die Gemeinde Eberstein. 1865 kam St. Walburgen an die Gemeinde Brückl, seit 1888 gehört es wieder zur Gemeinde Eberstein.
1858 wurde im Ort eine Schule errichtet; sie wurde 1975 aufgelassen.
Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1849: 257 EinwohnerLandes-Regierungsblatt für das Kronland Herzogthum Kärnten. Jahrgang 1854, 2. Abteilung, IV. Stück. Klagenfurt 1854. S. 26. 1869: 32 Häuser, 266 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 61. 1880: 32 Häuser, 293 Einwohner (davon Micheldorf 5 Häuser, 53 Einwohner)K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 49. 1890: 31 Häuser, 289 Einwohner (davon Micheldorf 6 Häuser, 44 Einwohner)K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 49. 1900: 31 Häuser, 272 Einwohner (davon Micheldorf 5 Häuser, 45 Einwohner)K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 64. 1910: 50 Häuser, 316 Einwohner (davon Micheldorf 9 Häuser, 44 Einwohner)Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 32. 1923: 51 Häuser, 255 Einwohner (davon Micheldorf 8 Häuser, 43 Einwohner)Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 12. 1934: 282 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 12. 1961: 51 Häuser, 263 Einwohner (davon Micheldorf 4 Häuser, 16 Einwohner)Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 253. 2001: 93 Gebäude (davon 83 mit Hauptwohnsitz) mit 102 Wohnungen; 291 Einwohner und 22 Nebenwohnsitzfälle; 97 Haushalte; 7 Arbeitsstätten, 26 land- und forstwirtschaftliche BetriebeStatistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 97. 2011: 94 Gebäude, 275 Einwohner, 97 Haushalte, 17 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. 2021: 102 Gebäude, 255 Einwohner, 98 Haushalte, 29 ArbeitsstättenAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 33.
Grafendorf 1299 wurde Graevendorf urkundlich genannt. Das Dorf lag im Bereich der noch im Franziszeischen Kataster als Grafendorf bezeichneten Siedlung, die heute um das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr St. Walburgen besteht, etwa 600 m unterhalb der Pfarrkirche St. Walburgen.
Grummethof Der nördlichste Teil der Ortschaft St. Walburgen, beim Grummethof nahe der Mündung des Hochfeistritzbachs in die Görtschitz, wurde mitunter als eigener Ort bezeichnet.So z. B. bei einer Änderung der Postzustellung 1926,
Micheldorf Etwa 1,3 km nördlich der Pfarrkirche St. Walburgen liegt der Weiler Micheldorf, der schon 1299 als Muenchendorf (1629 Michendorf) genannt wird.Walter Wohlfahrt: Abgekommene Ortsnamen im Görtschitztal. in: Carinthia I, 1983. S. 145ff. Der Weiler wurde im 19. und 20. Jahrhundert als Ortschaftsbestandteil geführt, so dass Volkszählungsergebnisse für Micheldorf veröffentlicht wurden.
Persönlichkeiten Hermine Liska, vom Bildungsministerium anerkannte Zeitzeugin, die die Geschichte ihrer Verfolgung als Zeugin Jehovas unter dem NS-Regime vor insgesamt mehr als 150.000 Schülern erzählt hat.Verein Lila Winkel: Hermina Liska. Hans Peschetz, Großimker und Bienenzüchter. Urzüchter der Linie K-Peschetz 332 (Peschetzbiene). Peschetz betrieb eine Bienenzucht- und Lehranstalt im Ort.
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Einzelnachweise
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