Alfred ist ein Dokumentarfilm von Andreas Voigt aus dem Jahr 1986. Es handelt sich hierbei um seinen Diplom- und Abschlussfilm an der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR „Konrad Wolf“, Potsdam-Babelsberg.
Handlung Voigt befragt in seinem Diplomfilm den 76-jährigen Kommunisten Alfred Florstedt und berichtet von dessen Leben in Florstedts sehr subjektiven Sicht- und Erzählweise. Der Film berührt viele wichtige Ereignisse der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts angefangen vom Ersten Weltkrieg bis fast zum Ende der DDR. Der Anarchist, Kommunist und Gewerkschafter Alfred Florstedt gerät hierbei immer wieder in Konflikt mit den herrschenden Systemen, auch mit der SED-Parteiführung der DDR. Seine stets kämpferische Lebenshaltung wird von Voigt mit resignierten Aussagen junger Textilarbeiterinnen konterkariert, die bereits alle Träume und Hoffnungen an persönliches Glück im tristen DDR-Alltag aufgegeben haben. Lange Kamerafahrten auf den Industriegleisen des Leipziger Stadtteils Plagwitz durch marode Industrielandschaft, Szenen aus einer Gießerei und Bilder heruntergekommener Straßen bekräftigen den Eindruck von Verfall und Stagnation der späten DDR.
Leipzig-Filme Alfred gilt als erster Film der Leipzig-Filme, einer mehrfach preisgekrönte Film-Reihe, die zwischen 1986 und 2015 entstand. Sie umfasst sechs Dokumentarfilme. Die Reihe erschien 2015 unter dem Titel Leipzig Filme 1986 – 1997 bei Absolut Medien auf DVD.
Rezensionen
Auszeichnungen Findlingspreis auf dem Nationalen Festival des Dokumentarfilms der DDR in Neubrandenburg 1987
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:DDR-Film Kategorie:Langzeitdokumentarfilm Kategorie:Filmbiografie Kategorie:Filmtitel 1986