Josef Werner Leben (* 7. August 1931 in Dortmund; † 24. März 2010 in München) war ein deutscher Grafiker, Maler und Bildhauer. Leben

Kindheit Josef Werner Leben wuchs in Dortmund, in einem bescheidenen, vom Bergbau geprägten Umfeld auf. Sein Vater, an dem er sehr hing, war Bergwerks-Ingenieur, fiel in Italien als Soldat,Mexikanisches Kunstmagazin Norte, September 1972, Nr.: 254 Vita Interview: Josef Werner Leben mit Jorge Silva Izazaga. Werner Leben über Leben: „Ich wurde am 7. August 1931 in Dortmund geboren. Meine Familie war nicht reich, aber ich hatte genug. Mein Vater, ein Bergbauingenieur, starb im letzten Weltkrieg in Italien.“ kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges im April 1945. In den letzten Jahren des Krieges war Josef Werner Leben in Bayern mit anderen Schulkameraden an verschiedenen Orten untergebracht,Mexikanisches Kunstmagazin Norte, Sept. 1972, Nr.: 254, Reportage, Werner Leben erzählt: „Während des Zweiten Weltkrieges, mit 14 Jahren, wurde ich mit meinen Schulkameraden nach Bayern gebracht. Ich nahm an keinen Kriegshandlungen teil.“ auf einem Bauernhof in Niederbayern, in einem Schulheim in Bad Wiessee und am Ende des Krieges, beim Zusammenbruch, in Bad Reichenhall, da die Kinder aus bombenumkämpften Städten, wie Dortmund, in Sicherheit gebracht wurden. Das Ende, als die Alliierten in dieses Gebiet kamen, war ein Chaos und für alle Kinder, eine, für das spätere Leben, prägende Erfahrung.Auszug aus dem Artikel Kinderlandverschickung: Manchmal war eine geordnete Rückführung nicht mehr möglich, weil Transportmittel fehlten, manchmal verhinderten Kampfhandlungen die Heimfahrt. In mehreren Fällen mussten sich Schüler alleine oder in kleinen Gruppen selbst zu ihren Eltern durchschlagen. Josef Werner Leben hat diese Erlebnisse nie vergessen.

Ausbildung

Wieder in Dortmund nach 1945, er war jetzt 14 Jahre, erhielt er neben seiner Schulausbildung Privatunterricht bei dem Maler Segall.Mexikanische Kunstzeitschrift "Norte", Sept. 1972, N.: 254 Josef Werner Leben im Gespräch mit Jorge Silva Izazaga in Mexiko-Stadt 1972: "Mit 13 Jahren begann ich meine private Ausbildung bei Segall". Das Bedürfnis von Josef Werner Leben, zu malen, war schon früh erkennbar, als er mit 10 Jahren ein Leintuch im Keller aufspannte und versuchte, ein Bild von Jakob van Ruisdael in der Größe des Leintuches zu kopieren. Mit 17 Jahren, 1948, gewann er einen Wettbewerb, der von den Regierungen Deutschlands und Englands gefördert wurde.Mexikanisches Kunstmagazin "Norte", Sept. 1972, Nr.: 254, Reportage, Werner Leben erzählt: "Als ich 17 war, gewann ich den ersten und dritten Preis in einem Wettbewerb, der von den Regierungen Deutschlands und Englands gefördert wurde. Mein Plakat über die Freundschaft der beiden Völker ermöglichte mir die Zulassung zur Akademie der bildenden Künste in Düsseldorf. Ich war ein Freund von Kokoschka, Max Ernst und anderen bekannten Expressionisten" Das Plakat über die „Freundschaft der beiden Völker“ ermöglichte ihm die Zulassung zur Akademie der bildenden Künste in Düsseldorf, wo er Max Ernst und Oskar Kokoschka kennenlernte. Nach seinem Abschluss im Jahre 1953 begann er an der Werkkunstschule Wuppertal,Mexikanische Kunstzeitschrift "Norte", Sept. 1972, N.: 254 Josef Werner Leben im Gespräch mit Jorge Silva Izazaga in Mexiko-Stadt 1972: "1953 begann ich mein Werbestudium an der Werkkunstschule Wuppertal". Vorläufer der heutigen Folkwang Universität, sein Werbestudium.

Neben seinem Studium volontierte Leben in einem Zeichenbüro einer Kranbaufirma als technischer Zeichner, gelegentlich arbeitete er unter Tage in einer Kohlemine oder half 1956 beim Messeaufbau in Leipzig. Durch seine grafische Tätigkeit und sein Interesse an neuen Kontakten, die für seine berufliche Karriere förderlich waren, ergab sich, dass 1956 auf der Leipziger Messe, ein Messebesucher ihn einlud, nach Brasilien zu kommen.Porthole to the West ---Central Intelligence Agency, APPROVED FOR RELEASE 1994, CIA HISTORICAL REVIEW PROGRAM, 18 SEPT 95, Art Director: "He first fell in with officers of the East German service at the 1956 Leipzig fair, but he left for Brazil on his own shortly thereafter without having been approaches for recruitment..."

Übersiedlung nach Südamerika 1956 reiste er nach Brasilien, begann seine Arbeit als Grafiker und war entschlossen, in Brasilien zu bleiben. Er bereiste die meisten Länder Südamerikas, wie Peru, Chile, Bolivien, Uruguay, Paraguay und Mexiko.El Sol de Mexico, Mexico. D. F., Sonntag, 3. September 1972 Reportage von Ma. Teresa HURTADO: Der deutsche Maler und Bildhauer Josef Werner Leben in Mexico, lebt derzeit in München. Dieser Künstler kennt Südamerika, er reiste durch Peru, Chile, Bolivien, Uruguay, Paraguay und verbrachte 17 Jahre in Brasilien. Bis 1961 arbeitete er als Grafiker in São Paulo für internationale Firmen. Am 11. September 1961 wurde er in seiner Wohnung in der Avenida Paulista in São Paulo in den frühen Morgenstunden wegen Spionage festgenommen.Porthole to the West ---Central Intelligence Agency APPROVED FOR RELEASE 1994 CIA HISTORICAL REVIEW PROGRAM, 18 SEPT 95 Art Director On 11 July 1961 the Brazilian police arrested a talented young German immigrant named Josef Werner Leben who held a well-paid job in Sao Paulo firm dominated by anti-Communists and North Americans. Man fand in seiner Wohnung Material, das grafischen Arbeiten diente. mini|„Familie brasilianischer Landarbeiter“

Nach einjähriger Untersuchungshaft, ohne Anklage, begann ein neun Jahre dauernder Prozess. Diese Zeit nutzte Josef Werner Leben, um zu malen.O ESTADO DE S. PAULO, Samstag, 7. August 1971, Auszug aus der Reportage: Bis zu seiner Verhaftung war Leben nur ein Mann, der Kunst mochte. Als Freund von Kokoschka, Max Ernst und anderen deutschen Expressionisten war seine einzige Verbindung zur Malerei eine Sensibilität, die ihn mit Bettlern und Bauern aus dem Nordosten mitfühlen ließ. Er beschränkte sich darauf, von berühmten, auch unbekannten Künstlern Gemälde zu kaufen, die er mit, in seine Wohnung in der Avenida Paulista in Sao Paulo, nahm. Jetzt entdeckte er seine Berufung zum Maler und Bildhauer, alles, was seine Sensibilität in den Jahren der Freiheit erlebt hatte. Es entstanden viele Bleistiftskizzen, die oft Vorlage für seine Gemälde waren. Schon in den ersten Jahren der HaftDIARIO DA NOITE, Sao Paulo, Montag, 27. Juli 1964, Auszug aus der Reportage: MEISTERMALEREI: Die bekannte Malerin Marisa Portinari aus Sao Paulo, die Gemälde von Leben sah, war beeindruckt. Gleiches geschah mit dem Kunstkritiker Paulo Maranca, der die Reihe der Skulpturen bewunderte. In allen Gemälden von Josef Werner Leben herrscht in den Personen ein Hauch von Traurigkeit, der auf seinen gegenwärtigen seelischen Zustand zurückgeführt wird. Der Künstler malte ein kolossales Abendmahl für das Refektorium des Centro Academico Onze de Agosto. Es ist ein Meisterwerk. gab es Ausstellungen seiner Werke in namhaften Galerien, wie der Galeria de Arte Uirapuru in São PauloGaleria de Artes UIRAPURU, 17. Dezember 1970: Mit einer gemeinsamen Ausstellung, an der bekannte Künstler teilnehmen, wird heute eine weitere Galerie in Sao Paulo, UIRAPURU in der Alfonso Brav Straße 673 eröffnet. Sein Besitzer, José Roberto, widmete sich ausschließlich dem Formen. Parallel zu dieser Beschäftigung widmete er sich nun auch der neuen Galerie. Die Eröffnungsausstellung vereint Werke von Candido Portinari, Volpi, Di Cavalcanti, Pancetti, Rebolo, Bonadel, Tarsila, Aldemir Martins, Inos, Gomide, Tamaki, José Paulo, Odriozola, Milton da Costa, Marcelo Grassaman, Josef Werner Leben, Maria Leontina, Fukushima, Di Fiori, Eurico Luis und Bernarde Cid., jedoch ohne seine persönliche Anwesenheit, die man ihm verwehrte. Künstler, wie Candido Portinari stellten mit ihm aus.Folha de Tarde. F.D..T., 6. Mai 1970, Reportage: Die Concrete Art Gallery, seit 13. Mai 1848, eröffnete gestern die Ausstellung mit Gemälden von Josef Werner Leben. Es gibt mehrere Werke mit gewaltigem expressionistischem Inhalt zwischen mystischem Thema und erotischem Surrealismus. Er verwendet, inspiriert von der alten Sakralkunst, Farbe und Form auf intensive Weise in Werken, "Trauernde Maria" und in "Tränen des Erlösers", oder macht ein Traumbild, das mit leidenschaftlicher Lyrik beladen ist. In dieser Ausstellung gibt es eine Reihe von konfessionellen Resolutionen, sagt der Kritiker Jose Geraldo Vieira, die die Seele und nicht wenige Abweichungen von den Sinnen präsentiert. Die Art und Weise, die Werke zu erschließen, ist bei Werner Leben sehr deutsch, erinnert an Ernst Barlach und Max Ernst. "Ich habe nicht die Absicht, in meinen Gemälden Sinnlosigkeit oder utopische Schönheit zu zeigen", sagt der Maler bei der Präsentation seiner Werke, "sondern die wirklichen Wechselfälle, die das menschliche Genre durchläuft. Versuchen Sie mit dem humanitären Gefühl zu sehen, dass Sie Träger sind".

Bis 1971 konnte Josef Werner Leben auf beachtliche Ausstellungen seiner Werke, die unter extremen seelischen Auseinandersetzungen entstanden sind, zurückblicken.O DIA, Sao Paulo, 7. Mai 1970, Reportage über die Ausstellung von Josef Werner Leben: Die künstlerische Darstellung von Josef Werner Leben übertraf alle Erwartungen der Anwesenden. Studenten, Akademiker und Kunstkritiker besuchten die Ausstellung der Galeria Concreta in der Straße 13 de Maio. Mehr als 150 Werke sind ausgestellt und stehen Liebhabern guter Malerei zur Verfügung.

mini|„Die Marionette Jo und Christus“ Die Christusfigur, in 15 Stationen von 1966/67 in Spachtel-Technik mit dickem Farbauftrag gemalt, war für Josef Werner Leben in ihrer historischen Bedeutung, Symbol des Leidens, der Auferstehung und der Hoffnung auf eine bessere Welt.

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