Käte Krakow (* 12. August 1918 in Stücken; † 2001) war eine deutsche Bildhauerin, Holzschneiderin, Plastikerin und Portraitier. mini|Kreuzbrunnen, Ingolstadt

Werdegang Käte Krakow war Tochter eines Studienrats für Musik. Sie studierte von 1940 bis 1941 Bildhauerei an der Kunstakademie Königsberg bei Stanislaus Cauer und zwischen 1941 und 1944 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Josef Wackerle. Nach der ersten Ehe 1946 in München mit zwei Kindern folgte von 1952 bis 1961 ein längerer Lebensabschnitt in Heidelberg. 1961 eröffnete Krakow ein Atelier in Ingolstadt und hatte ihre zweite Ehe.

Wirken Krakow schuf Holzschnitte, Betonreliefs, Bronzeskulpturen, Sgraffiti, Porträts, Plastiken und Brunnen. Käte Krakow prägte, neben Federico von Rieger, Carl Otto Müller, Pius Eichlinger, Alois Schölß, Gustav Schneider, Karl August Tinti, Johannes Eppelein und Knut Schnurer, lange Zeit die Ingolstädter Kunstszene.

Werk mini|hochkant|Flamme, IngolstadtÖffentliche Arbeiten

„An Markttagen herrscht am Brunnen an der Ecke Gaimersheimer Straße/Liebigstraße reges Leben. Der Brunnen wurde 1970 aufgestellt und gehört zu den wenigen in der Stadt, deren Wasser kräftig sprudelt (auch bei Regen!). Der Entwurf stammt von der Ingolstädter Bildhauerin Käthe Krakow.“

„Brunnen, die städtebaulichen Anspruch erheben, entstehen nicht als realitätsenthobene einsame Träume. Sie nehmen vielmehr bewusst den vorgesehenen Standort in den Blick, versuchen Strukturen aufzunehmen bzw. ihnen kontrapunktisch Antwort zu geben. In Brunnen verdichtet sich nicht selten das, was von Platz und Bebauung vorgegeben ist, wie in einem Brennpunkt. Von dieser Art ist der Brunnen von Frau Käte Krakow. Das breit Hingelagerte der Geschäftsgebäude wird in der horizontalen Blockhaftigkeit des Brunnens aufgegriffen, wird aber dank der Aufständerung schwebend, die Horizontale erhält ihr Gegengewicht in vertikalen Strukturen, das Gewicht der Kräfte hebt sich auf, vollendet sich im Spiel des Wassers.“ Zitate von Kulturreferent und Stadtheimatpfleger Siegfried Hofmann

1965: Reiher, Schule Großmehring 1965: Stadtwappen von Ingolstadt 1965: Betonrelief, Grundschule Irgertsheim 1965: Mappe von Herbert Geier mit Arbeiten der Ingolstädter Künstler Johannes Eppelein, Pius Eichlinger, Käte Krakow, Gustav Schneider, Knut Schnurer und Liselotte Spreng 1967: Sgraffito, Grundschule Riedenburg 1971: Kreuzbrunnen, Gaimersheimer Straße Ingolstadt (Architekt: Ludwig Geith) 1971: Geldpyramide, Sparkasse Ingolstadt 1974: Vegetariv, Grundschule Gaimersheim 1977: Jahreszeitenbaum, Peter-Steuart-Heim Ingolstadt (Architekt: Elfinger und Zahn, Rausch und Zitzelsperger) 1979: Die Familie, Johann-Nepomuk-von-Kurz-Schule Ingolstadt 1984: Flamme, Landratsamt Ingolstadt 1985: Nautilus, Reha-Klinik Kipfenberg 1986: Eltern mit Kind, Gemeinnützige Ingolstadt 1987: Taufschale, Pauluskirche Kaufering (Architekt: Theodor Henzler) 2002: Plastik, Klenzepark Ingolstadt (posthum) Bronze-Porträts mini|Marieluise Fleißer, Stadttheater Ingolstadt1942: Stanislaus Cauer 1943: Selbstporträt 1964: Elley Ney 1974: Siegfried Hofmann 1984: Marieluise Fleißer, Stadttheater Ingolstadt 1987: Heinz Goerke Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt 1990: Giesi Willner 1998: Selbstporträt

Ausstellungen Krakow hatte Einzelausstellungen in Paris, Athen und Wien.

1963: Neue Galerie, Kunstverein Ingolstadt 1998: Städtische Galerie Harderbastei, Ingolstadt mit Pius Eichlinger

Auszeichnungen und Preise 1944: Kunstpreis der Landeshauptstadt München 1999: Kunstpreis der Stadt Ingolstadt

Literatur Kulturamt der Stadt Ingolstadt (Hrsg.): Käte Krakow / Pius Eichlinger. Skulptur, Keramik, Grafik, Malerei. Courier Druckhaus, Ingolstadt 1979. Städtische Galerien Ingolstadt, Peter Volkwein (Hrsg.): Käte Krakow. Retrospektive.

Weblinks Käte Krakow bei artnet https://www.bingo-ev.de/~ks451/kunst/ingolsta/krakow.htm

Einzelnachweise

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