Barbara Pravi (* 10. April 1993 in Paris als Barbara Piévic)Beroske ProduktionEintrag bei last.fm ist eine französische Singer-Songwriterin. Sie erreichte den zweiten Platz mit 499 Punkten für Frankreich beim Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam mit ihrem Lied Voilà.

Biografie Barbara Pravi wurde in Paris als Tochter französischer Eltern geboren. Ihr bürgerlicher Nachname ist serbisch. Auch Pravi ist ein serbisches Wort und von prava abgeleitet, was „wahr, wahrhaftig“ bedeutet. Sie wählte das Pseudonym als Hommage an ihren Großvater väterlicherseits, der serbischer Herkunft war. Pravi profitierte von einer multikulturellen Erziehung und wuchs in einer Künstlerfamilie auf, umgeben von Büchern und Musik. Ihr Großvater mütterlicherseits ist der iranischstämmige Maler Hossein Zenderoudi.

Laufbahn 2015 wurde Barbara Pravi vom Label Capitol Records entdeckt, wo sie ihren ersten Plattenvertrag erhielt. Sie schreibt ihre Texte zumeist selbst; beeinflusst wurde sie, so sagt sie, von Barbara, Jacques Brel, Georges Brassens, Françoise Hardy und Louis Aragon.INTERVIEW BARBARA PRAVI : « JE RÊVE DE FAIRE UNE VOIX DISNEY » mamusicale.fr, am 7. November 2017, abgerufen am 27. Januar 2021 Ihre Texte sind oft an wahre Begebenheiten angelehnt, so handelt beispielsweise Deda von der Geschichte ihrer Familie und Chair von einer Abtreibung.

Im Januar 2016 sang sie On m’appelle Heidi für die französische Version des Filmes Heidi, der 2016 in den dortigen Kinos anlief. Danach erhielt sie die Rolle der Solange Duhamel im Musical Un été 44. Vor allem für ihre stimmliche Darbietung erhielt sie äußerst positive Kritiken.

2017 veröffentlichte sie ihre erste Single, Pas grandir, die für das im selben Jahr erschienene Debütalbum Barbara Pravi aufgenommen wurde. Ebenfalls in diesem Jahr nahm sie erstmals eine Rolle als Schauspielerin an, und zwar in einer Produktion für einen Fernsehfilm von Marion Sarraut für France 3. auf animae-talents.com, abgerufen am 27. Januar 2021

Ende 2018 trennte sich Pravi von ihrem alten Team und begann mit der Managerin Élodie Papillon Filleul zu arbeiten, um sich mehr ihrer Leidenschaft, dem Chanson française, widmen zu können. Im Februar 2020 veröffentlichte sie ein neues Album mit fünf Songs, die sie selbst geschrieben hatte. Für diese Songs arbeitete sie mit diversen anderen Künstlern zusammen.« Reviens pour l’hiver », le nouvel EP de Barbara Pravi just-music.fr, am 7. Februar 2020, abgerufen am 27. Januar 2021

Neben dem Schreiben ihrer eigenen Lieder ist sie auch als Songwriterin für Musiker wie Yannick Noah, Julie Zenatti, Chimène Badi, Jaden Smith und Angélina Nava tätig.

2019–2022: Eurovision Song Contest / Junior Eurovision Song Contest Teilnahmen Im Jahr 2019 schrieb sie mit Igit das Lied Bim Bam toi, mit dem Carla Lazzari Frankreich beim Junior Eurovision Song Contest 2019 in Gliwice vertrat und den fünften Platz belegte, den sechsten in der Jury-Abstimmung und den dritten im Televoting. Millionenfach auf TikTok gepostet, brachte ihnen Bim Bam toi ihr erstes TikTok-Gold in der Geschichte ein. Im Jahr 2020 schrieb sie mit Igit das Lied J’imagine, mit dem Valentina Tronel Frankreich beim Junior Eurovision Song Contest 2020 in Warschau vertrat und gewann (Platz 1). Es war der erste französische Sieg in der Geschichte des JESC. Im folgenden Jahr gewann sie Eurovision France, c’est vous qui décidez! 2021, den französische Vorentscheid zum ESC 2021. Sie schrieb den Text mit Igit und Lili Poe und komponierte ebenfalls mit Igit die Musik des Liedes Voilà, mit dem sie Frankreich beim Finale in Rotterdam vertrat und den zweiten Platz belegte; im Televoting erreichte sie den dritten Platz. Der Beitrag erreichte die höchste Platzierung Frankreichs (Platz 2) seit dem ESC 1991. Pravi wurde oft gebeten, Frankreich beim ESC zu vertreten, aber sie lehnte ab, da sie sich „nicht bereit fühlte“. Als Breakact beim JESC 2021 sang sie erneut ihr Lied Voilà von 2021. Mit Frédéric Château schrieb sie das Lied Oh Maman!, mit dem Lissandro Formica Frankreich beim Junior Eurovision Song Contest 2022 in Jerewan vertrat und gewann; im Televoting belegte es nur den dritten Platz. Oh Maman! brachte ihnen den zweiten Sieg in der Geschichte des JESC ein.

Überblick + Contest Jahr Gastgeberland und -stadt Platzierung Interpret*in Lied Songwriter (T) Komponisten (M) PunkteOriginal-LiedDeutsche ÜbersetzungJury-AbstimmungTelevotingGesamt 17.Junior Eurovision Song Contest2019, Gliwice 5.Carla LazzariBim Bam toiBim Bam duT/M: Barbara Pravi, Igit 85 84 169 18.Junior Eurovision Song Contest2020, Warschau 1.Valentina TronelJ’imagineIch stelle mir vorT/M: Barbara Pravi, Igit 88 112 200 65.Eurovision Song Contest2021, Rotterdam 2.Barbara PraviVoilàSiehe da/dortT: Barbara Pravi, Igit, Lili Poe M: Barbara Pravi, Igit 248 251 499 20.Junior Eurovision Song Contest2022, Jerewan 1.Lissandro FormicaOh Maman !Oh Mama!T/M: Barbara Pravi, Frédéric Château 132 71 203 + Platzierung (Tabellarische Legende) 1 Erster Platz 2 Zweiter Platz 3 Dritter Platz

Engagements Barbara Pravi setzt sich stark gegen Gewalt gegen Frauen ein, nachdem sie selbst bereits Opfer davon geworden ist, und tritt für Frauenrechte ein. Mit einer Gruppe von 39 Frauen hat sie den Titel Debout les femmes aufgenommen, der als Hymne der Frauenbewegung dienen soll. Im Jahre 2020 veröffentlichte sie zudem den Song Chair, der von einer Abtreibung handelt.

2019 nahm sie gemeinsam mit dem Rapper Black M die Single Pervers narcissique auf, die von einer misshandelten Frau handelt. Im November desselben Jahres hielt sie einen TEDx-Talk über ihre Karriere und wie sie ihr Selbstbewusstsein erlangt hat.A tous ceux qui, comme moi… ted.com, abgerufen am 27. Januar 2021

Diskografie Alben 2017: Barbara Pravi 2021: On n’enferme pas les oiseaux 2024: La pieva

EPs 2020: Reviens pour l’hiver 2021: Les prières 2021: Les prières - racines 2023: Les prières - guérir

Singles und Musikvideos 2016: On m’appelle Heidi 2017: Pas grandir 2018: You Are the Reason (French Duet Version) (mit Calum Scott) 2019: Le Malamour 2020: Reviens pour l’hiver 2020: Personne d’autre que moi 2020: Chair 2020: La fin du monde (Terrenoire feat. Barbara Pravi) 2020: Voilà 2021: Le jour se lève 2021: L’homme et l’oiseau 2021: Saute 2022: Priére pour soi 2022: 365 2023: Lève-toi (feat. Emel Mathlouthi) 2024: Bravo 2024: Marianne 2024: La pieva (Chez moi) 2024: Exister 2024: Qui j'étais 2025: L'exil et l'asile 2025: Des éclats dans les nuages 2025: Où es-tu? 2026: Prière pour reconstruire

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

2024: für die Single Voilà

Weblinks

Barbara Pravis Kanal auf YouTube

Einzelnachweise

Kategorie:Interpret eines französischen Beitrags beim Eurovision Song Contest Kategorie:Pseudonym Kategorie:Singer-Songwriter Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1993 Kategorie:Frau