La fée Urgèle, ou Ce qui plaît aux dames ist eine Opéra-comique von Egidio Duni in 4 Akten auf ein Libretto von Charles-Simon Favart. Die Oper wurde am 26. Oktober 1765 zum ersten Mal von den Comédiens Italiens auf Schloss Fontainebleau und am 4. Dezember darauf im Théâtre-Italien von Paris aufgeführt.
Das Libretto basiert auf Voltaires Ce qui plaît aux dames und Geoffrey Chaucers The Wife of Bath’s Tale in den Canterbury-Erzählungen.
Geschichte Das mittelalterliche Bühnenbild kostete laut Friedrich Melchior Grimms Correspondance littéraire 20.000 Pfund. Die Oper wurde in den folgenden Jahren mehr als hundert Mal aufgeführt und ebnete den Weg für andere Werke mit mittelalterlicher Thematik wie Aucassin et Nicolette ou Les mœurs du bon vieux temps (1780) und Richard Cœur de Lion (1784) von André-Ernest-Modeste Grétry und dem Librettisten Michel-Jean Sedaine.
Eine Oper mit dem gleichen Thema und mit gleichem Namen schuf in deutscher Sprache Ignaz Pleyel.
Handlung Robert ist ein Ritter, der in das Blumenmädchen Marton verliebt ist, die in Wirklichkeit die Fee Urgèle ist. Um ihn zu prüfen, muss er vor dem Gericht der Liebe erscheinen, wo er die Frage beantworten soll: Was gefällt den Frauen? Er muss zustimmen, eine ältere Frau zu heiraten, die sich dann in die wunderschöne Marton verwandelt. links|mini|Egidio Duni ca. 1760
Personen und Interpreten der Uraufführung PersonStimmeGemäß den in der damaligen gedruckten Partitur verwendeten Angaben.InterpretenDie Fee Urgèle/MartonSopranMarie-Thérèse Laruette-VilletteRobinette/Thérèse, Schäferin/Eine AlteSopranMarie-Justine FavartRobert, ein RitterBaritenorJean-Baptiste Guignard, „Clairval“La Hire, Knappe von RobertBasso cantanteJoseph CaillotKönigin BertheSopranEulalie DesglandsLisette, SchäferinSopranMlle AdélaïdeDenise, Bäuerin/Generalanwältin des Gerichts der LiebeSprechrolleCatherine Foulquier, „Catinon“Alte Rätinnen des Gerichts der LiebeSprechrollen (Travestie)Gabriel-Éléonor-Hervé Dubus de Champville, „Soli“, und Antoine-Étienne Balletti PlatzanweiserinSprechrolleMlle LéonoreJägerSprechrolleJean-Baptiste Dehesse Philinte, SchäferBarockoboeM. LobreauLicidas, weiterer SchäferBarockoboeNicolas Beaupré
Literatur
Die Fee Urgele, oder, Was den Damen gefällt. Deutsche Übersetzung des Librettos. Digitalisat der Library of Congress. Elisabeth Cook: La Fée Urgèle. In: The New Grove Dictionary of Opera. Stanley Sadie, London 1992, ISBN 978-0-333-73432-2.
George McGill Vogt: The Wife of Bath’s Tale, Women Pleased, and La Fée Urgele: A Study in the Transformation of Folk-Lore Themes in Drama. In: Modern Language Notes. Bd. 37, Nr. 6, Johns Hopkins University Press, Baltimore 1922, S. 339–342. Kent Maynard Smith: Egidio Duni and the development of the “opéra-comique” from 1753 to 1770. Cornell University Press, Ann Arbor 1983 (Dissertation 1980).
Weblinks Gherardo Casaglia: 26 Ottobre 1765, Sabato. In: L’Almanacco di Gherardo Casaglia (mit Angabe der Interpreten der Uraufführung) Geschichte und Inhaltsangabe anhand von Ignaz Pleyels Oper Die Fee Urgèle auf Events.at La fée Urgèle in der Universitätsbibliothek der Goethe-Universität Frankfurt am Main
Einzelnachweise
Kategorie:Libretto Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Französisch) Kategorie:Literarisches Werk Kategorie:Oper in französischer Sprache Kategorie:Operntitel Kategorie:Oper aus dem 18. Jahrhundert Kategorie:Opéra-comique Kategorie:Musik 1765