Richard Hauschild (* 2. Dezember 1901 in Roschütz; † 15. Februar 1972 in Jena) war ein deutscher Indologe.
Leben Er studierte klassische, deutsche und orientalische Philologie an den Universitäten Tübingen, Leipzig (Hertel) und Jena (Albert Debrunner). Nach der Promotion in Jena 1926, dem Staatsexamen 1927 in Griechisch, Latein und Englisch und dem Assessorenexamen 1929 für das Lehramt an Schulen war er ab 1938 Lektor an der Universität Jena. Von 1939 bis 1941 und von 1944 bis 1945 leistete er Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg und geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft.
1948 wurde Hauschild in Jena habilitiert. Dort lehrte er von 1951 bis 1967 als Professor für Vergleichende Sprachwissenschaft und Indologie. Von 1949 bis 1972 war er ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.
Schriften (Auswahl) Die Śvetāśvatara-Upaniṣad. Eine kritische Ausgabe mit einer Übersetzung und einer Übersicht über ihre Lehren. Leipzig 1927, . Über die frühesten Arier im alten Orient. Berlin 1962, . Die Aṣṭāvakra-Gītā. Berlin 1967, . Der Missionar P. Heinrich Roth aus Dillingen und die erste europäische Sanskrit-Grammatik. Berlin 1972, .
Literatur
Sebastian Brather: Hauschild, Richard. In: Ders.: Archäologie und Denkmalpflege in der DDR. Institutionen, Gremien, Personen. Lukas Verlag, Berlin 2023, ISBN 978-3-86732-416-8, S. 280.
Weblinks whowaswho-indology.info
Kategorie:Indologe Kategorie:Hochschullehrer (Friedrich-Schiller-Universität Jena) Kategorie:Deutscher Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Geboren 1901 Kategorie:Gestorben 1972 Kategorie:Mann