mini|hochkant|Stolpersteine in Wülfrath

Die Liste der Stolpersteine in Wülfrath enthält die Stolpersteine, die vom Kölner Künstler Gunter Demnig in der kreisangehörige Stadt Wülfrath im Kreis Mettmann verlegt wurden. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie liegen im Regelfall vor dem letzten selbst gewählten Wohnsitz des Opfers.

Der erste Stolperstein in Wülfrath wurde am 28. Februar 2008 vom Künstler persönlich verlegt.

Verlegte Stolpersteine Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben 120px HIER WOHNTEJOHANNA BEYTHJG. 1889DEPORTIERT NOV. 1941ERMORDET 1942 INMINSK Wilhelmstraße 98 wurde 1889 geboren. Ihre Eltern Ida und Georg führten ein Geschäft für Herrenoberbekleidung. Das Haus gehörte ihnen. Johanna Beyth war Musiklehrerin, später verdiente sie hr Geld als Näherin. Sie wurde im November 1941 deportiert und im Jahr darauf in Minsk ermordet.Rheinische Post: In Wülfrath fehlt noch ein Stolperstein für die Zwangsarbeiter, abgerufen am 24. Februar 2021Rheinische Post: Ein Stein für Johanna Beyth, abgerufen am 24. Februar 2021

Ein kleines Gässlein in Wülfrath trägt seit 2003 ihren Namen, es liegt zwischen Wilhelmstraße und Heumarktstraße, unweit des ihr gewidmeten Stolpersteines.120px HIER ARBEITETEHEINRICH DREIERJG. 1902ZEUGE JEHOVASVERHAFTET 30. März 1944GEFÄNGNIS DÜSSELDORFGEFÄNGNISWUPPERTAL-BENDAHLÜBERLEBT Panorama-Radweg am alten Bahnhof wurde 1902 geboren. Er wurde am 30. März 1944 verhaftet, weil er Zeuge Jehovas war. Nach Gefangenschaften in Düsseldorf und Wuppertal-Bendahl konnte er überleben. 120px MARIA SELMADREIERJG. 1898ZEUGIN JEHOVASVERHAFTET 11. April 1944GEFÄNGNIS DÜSSELDORFSCHICKSAL UNERKANNT Panorama-Radweg am alten Bahnhof wurde 1898 geboren. Sie war Zeugin Jehovas, wurde am 11. April 1944 verhaftet und in das Gefängnis Düsseldorf eingeliefert. Ihr Schicksal ist unbekannt. 120px WILLI EVERTZJG. 1908VERHAFTET 19. April 1938'RUNDFUNKVERBRECHEN'GEFÄNGNIS DÜSSELDORF1943 NEUENGAMMEERMORDET 27. Juli 1943 Heumarktstraße 19 wurde 1908 geboren. Er wurde am 19. April 1938 verhaftet. Nach Haftzeit in Düsseldorf deportierten die Nationalsozialisten ihn 1943 ins Konzentrationslager Neuengamme, wo er am 27. Juli 1943 ermordet wurde. 120px HIER WOHNTEEUGEN RAUKAMPJG. 1905VERHAFTET 19. April 1938'RUNDFUNKVERBRECHEN'GEFÄNGNIS DÜSSELDORFBUCHENWALD1938 NEUENGAMMEERMORDET 13. Juli 1943 Heumarktstraße 19 wurde 1905 geboren. Er wurde am 19. April 1938 verhaftet. Nach Haftzeit in Düsseldorf deportierten die Nationalsozialisten ihn ins Konzentrationslager Buchenwald, später nach Neuengamme, wo er am 13. Juli 1943 ermordet wurde.

Verlegungen 28. Februar 2008: Wilhelmstraße 98 20. Februar 2017: Panoramarundweg, Heumarktstraße 19

Drei Gymnasiasten, Hanna Albrecht, Erik Hohnhorst und Andreas Schmitz, leisteten die Vorarbeiten für die 2017er Verlegungen. Sie recherchierten die Lebensgeschichten der Zeugen Jehovas, die vom NS-Regime verfolgt und verhaftet wurden. Initiiert wurde die zweite Welle an Verlegungen vom Historiker Frank Homberg, der die Nachforschungen zu den Opfern, derer in der Heumarktstraße gedacht wird, übernahm.

Weblinks

Chronik der Stolpersteinverlegungen auf der Website des Projekts von Gunter Demnig

Einzelnachweise

Wulfrath !Stolpersteine