Die ARA Lindau-GivaudanBaudirektion war eine kleine Kläranlage, die für den ehemaligen Industriebetrieb der Maggi in Kemptthal gebaut wurde. Sie wurde 2024 stillgelegt.

Die Anlage reinigte Abwässer des Industriebetriebs und aus Teilen der Zürcher Gemeinden Lindau und Winterthur. Sie wurde von Givaudan betrieben, die 2002 die Aromaherstellung zusammen mit dem Maggi-Standort Kemptthal übernahm. Mit einem Einwohnerwert von 15.000 Menschen gehörte sie zu den kleinen Kläranlagen des Kantons Zürich und hatte eines der kleinsten Einzugsgebiete im Kanton Zürich.

Die 1932 in Betrieb genommene Anlage wurde 1996 das letzte Mal erweitert. Sie steht gegenüber dem Industriebetrieb an der Kempt, teilweise unter dem Hammermühleviadukt der Autobahn A1 unterhalb der Burg Rossberg auf dem Boden des Winterthurer Stadtkreises Töss – die Grenze zwischen Winterthur und Kemptthal, das zu Lindau gehört, verläuft in der Kempt.

Mit dem Auslaufen der Betriebsbewilligung der ARA Givaudan per 31. Dezember 2023 war das Areal abwassertechnisch nicht mehr erschlossen. Da Abwasser von mehr als 30 EW (Einwohnern) anfiel, war die Standortgemeinde Lindau für die abwassertechnische Erschliessung des Areals "Valley" (ehemals Givaudan-Areal) zuständig. Der Anschluss war damit auch durch die Gemeinde Lindau zu finanzieren. Durch die Gemeinde Lindau wurde daraufhin die Erstellung eines Abwasserpumpwerkes inkl. einer Pumpendruckleitung realisiert. Die ARA Lindau-Givaudan wurde per Ende 2023 aufgehoben, und das Abwasser wird seit 2024 in der ARA Mannenberg (Stadt Illnau-Effretikon) gereinigt.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Bauwerk in Winterthur

Lindau-Givaudan Kategorie:Erbaut in den 1930er Jahren