Die Präsidentschafts- und Parlamentswahl in Uganda 2021 fand am 14. Januar statt. Der Gewinner der Präsidentschaftswahl ist der bereits fünf Wahlperioden amtierende Präsident Yoweri Museveni vom National Resistance Movement.
Das ugandische Wahlrecht sieht vor, dass der Präsident alle fünf Jahre in direkter Wahl gewählt wird, falls nötig in zwei Wahlrunden. Die absolute Mehrheit von Museveni im ersten Wahlgang machte eine zweite Runde nicht notwendig. Zudem sichert sich seine Partei in vorläufigen Ergebnissen auch die absolute Mehrheit im Parlament.Uganda: Wie Popstar und Oppositionsführer Bobi Wine an Macht gewinnt - rnd.de vom 20. Januar 2021, abgerufen am 22. Januar 2021
Nur internationale Wahlbeobachter der Mission der Afrikanischen Union überwachten die Wahl.Uganda's long-time leader Yoweri Museveni declared election winner (Englisch) - bbc.com vom 17. Januar 2021, abgerufen am 22. Januar 2021
In den Monaten vor der Wahl war es nach Verhaftungen von Anhängern des Herausforderers Bobi Wine zu Protesten gekommen, die durch die Polizei und das Militär mit Schusswaffen beantwortet wurden. So starben bei den Unruhen ab dem 18. November 2020 mindestens 50 Menschen. Laut Schätzungen unabhängiger Beobachter war die Opferzahl mindestens doppelt so hoch.
Die elf Kandidaten Der wichtigste Gegenkandidat Musevenis war der Sänger Bobi Wine, zugleich Vorsitzender der Partei National Unity Platform, welcher seit nach der Wahl allerdings für mehrere Tage unter Hausarrest stand.Museveni’s win pushes his rule to four decades (Englisch) - Daily Monitor vom 16. Januar 2021, abgerufen am 22. Januar 2021 Die übrigen Kandidaten galten als chancenlos.
Ergebnisse Präsidentschaftswahl
Parlamentswahl Listen Mandate Direktwahl IndirekteWahl Gesamt Wahlkreissitze Frauensitze 218 101 17 336 43 14 – 57 24 8 – 32 8 1 – 9 7 2 – 9 1 – – 1 1 – – 1 51 20 3 74 Uganda People's Defence Force – – 10 10 Gesamt 353 146 30 529 Quelle: Electoral Commission
Nachwirkungen Die Wahlbeteiligung lag bei rund 10,4 Millionen Wählern (rund 57 % der Wahlberechtigten).
Wine verwarf im Februar 2021 seine Ankündigung, gegen das Wahlergebnis rechtlich vorzugehen. Auch entschieden die Richter des höchsten Gerichts des Landes in der Vergangenheit größtenteils im Sinne des amtierenden Präsidenten. Ähnlich reagierte die Wahlkommission, welche Fristen und den angeblich großen Vorsprung von Museveni dafür verantwortlich machte, dass über 1.000 Wahllokale, wo nicht ordnungsgemäß gewählt werden konnte, von der Wahl ausgeschlossen worden sind.
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