Als Ziemia-Klasse wird eine ehemalige Schiffsklasse von Massengutschiffen der polnischen Reederei Polsteam PŻM bezeichnet.A busy fall for salties on the Great Lakes, Toledo-Lucas County Port Authority, 18. Oktober 2012

Geschichte Die Schiffsklasse bestand aus neun Einheiten. Sechs der Schiffe wurden von 1983 bis 1985 auf der argentinischen Werft Astilleros Alianza in Dock Sud, Gran Buenos Aires, gebaut.Astilleros Alianza, Historia y Arqueología Marítima, Website über die Werft mit Bauliste. Drei weitere, etwas modifizierte Einheiten folgten zwischen 1990 und 1993. Sie wurden auf der türkischen Werft Pendik Shipyard gebaut. Lediglich eines der Schiffe ist noch in Fahrt. Die anderen Schiffe wurden ab 2011 abgewrackt.

Beschreibung Die Schiffe wurden von einem Dieselmotor angetrieben. Der Motor wirkte auf einen Verstellpropeller.

Die Schiffe verfügten über fünf Laderäume. Die Laderäume waren mit Faltlukendeckeln verschlossen. Die Laderäume und Ladeluken hatten die folgenden Abmessungen (bei den Laderäumen die Breite auf der Tankdecke):

Laderaum 1: 9,07–21,57 m breit, 28 m lang / Ladeluke: 16,8 × 11,48 m Laderaum 2, 4 und 5: 23,07 m breit, 28 m lang / Ladeluke: 19,2 × 13,12 m Laderaum 3: 23,07 m breit, 20 m lang / Ladeluke: 13,6 × 13,12 m

Die Laderäume hatten nach vorne und hinten sowie an den Seiten jeweils Unterstau und oben und unten an den Seiten jeweils Schrägen durch dahinter liegende Tanks. Laderaum 1 verjüngte sich nach vorne deutlich. Die Tankdecke konnte mit 13,6 t/m² belastet werden.

Das Deckshaus mit sechs Decks befand sich im hinteren Bereich der Schiffe. Unterhalb des Deckshauses war der Maschinenraum eingerichtet.

Die Schiffe waren für die Schleusen des Sankt-Lorenz-Seewegs ausgelegt (Seawaymax). Sie wurden von der Reederei Polsteam überwiegend im Verkehr zwischen Europa und den Großen Seen in Nordamerika eingesetzt. In der Hauptsache transportierten sie Steinkohle von Polen nach Chicago und Getreide oder Mesabi-Eisenerz aus Toledo, Cleveland oder Duluth nach Europa zurück. Die Schiffe wurden von Polsteam zuletzt unter der Flagge Liberias mit Heimathafen Monrovia betrieben.

Schiffe NameSchiffsliste, Polska Żegluga Morska. IMO-Nummer BauwerftBaunummer Baujahr DWT benannt nach Umbenennungen / Verbleib Ziemia Zamojska 8207745 Astilleros Alianza44 1984 26700 Zamość 2012: Sakhalin, 2014 abgewrackt Ziemia Suwalska 8207757 Astilleros Alianza45 1984 26700 Suwalken 2012 abgewrackt Ziemia Chełmińska 8207769 Astilleros Alianza46 1984 26700 Kulmerland 2011 in Indien abgewrackt Ziemia Gnieźnieńska 8207771 Astilleros Alianza47 1985 26700 Gnesen 2012 in der Türkei abgewrackt Ziemia Tarnowska 8207783 Astilleros Alianza48 1985 26700 1985: in Fahrt als Pomorze Zachodnie, 2013: Sea Way, 2013 im Pakistan abgewracktPomorze Zachodnie, cargo-vessels-international.at (PDF, 159 kB). Ziemia Tarnowska 8207795 Astilleros Alianza49 1985 26678 Tarnów 2013: Lord G, 2014: Elminda, 2014 in Pakistan abgewracktRobin des Bois: Ship-breaking # 37, October 2014, S. 30. Lake Charles 8418734 Pendik Shipyard 1990 26209 Oberschlesien 2003: Ziemia Górnośląska, 2013: Kanuni, 2017 in Bangladesh abgewracktWolfhart Fabarius: Verstärkter Handel mit Containerschiffen, THB – Deutsche Schiffahrts-Zeitung, 7. April 2017. Lake Champlain 8418746 Pendik Shipyard 1992 26260 Lodz 2003: Ziemia Łódzka, 2015: Mia, 2019 abgewrackt Lake Carling 8418758 Pendik Shipyard 1993 26254 2003: Ziemia Cieszyńska, 2016: Maryland

Frühere Schiffe der Reederei wie z. B. Ziemia Koszalinska und Ziemia Kielecka (1968) folgten bereits dem für die ersten fünf Schiffe dieser Reihe genutzten Benennungsschema.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Frachtschiffsklasse