mini|hochkant=1.5|Haus der Frau von Stein auf dem ehemaligen Stiedenvorwerk Das Stiedenvorwerk bezeichnet ein Wirtschaftsgebäude bzw. einen ehemaligen GutshofVorwerk. In: Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart. Band 4, Dresden 1793, Sp. 1313 (woerterbuchnetz.de).Vorwerk. In: J. G. Krünitz: Oeconomische Encyclopädie. 1773–1858 (kruenitz1.uni-trier.de). in Weimar, in dessen Nachfolge von 1770 bis 1773 das nach Plänen Anton Georg Hauptmanns errichtete Haus der Frau von Stein mit der heutigen Anschrift Ackerwand 25–27 entstand. Das ursprünglich im Privateigentum befindliche Gebäude wurde 1612 von Herzogin Dorothea Maria von Sachsen-Weimar für 5600 fl. käuflich erworben. In südlicher und südwestlicher Richtung in der Nachbarschaft befanden sich bedeutende Obst- und Gemüsegärten, aus denen schließlich Teile vom Park an der Ilm wurden.Stiedenvorwerk. In: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 434.Wolfgang Huschke: Die Geschichte des Parkes von Weimar (= Thüringische Archivstudien. Hrsg. von Willy Flach). Weimar 1951, S. 25.Hannelore Henze, Ilse-Sibylle Stapff: Streifzüge durch das alte Weimar. Weimar 2004, ISBN 3-86160-156-7, S. 48. Da diese Gärten wiederum neben den einheimischen von italienischen Gärtnern bewirtschaftet wurden, bürgerte sich hierfür der Name „Welscher Garten“ ein.Wolfgang Huschke: Die Geschichte des Parkes von Weimar (= Thüringische Archivstudien. Hrsg. von Willy Flach). Weimar 1951, S. 25. Huschke nennt die beiden italienischen Gärtner Orlandi und Juliani. Das Stiedenvorwerk wurdelaut dem Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte bereits 1607 erwähnt.Vorwerke. In: Gitta Günther, Wolfram Huschke, Walter Steiner (Hrsg.): Weimar. Lexikon zur Stadtgeschichte. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1998, S. 474. Auf dem Grund des einstigen Stiedenvorwerks stehen die Mal- und Zeichenschule mit den Hausnummern Seifengasse 14, 16 und 16a sowie Seifengasse 12.Rainer Müller: Kulturdenkmale in Thüringen: Stadt Weimar, Bd. 4.1.: Altstadt, E. Reinhold Verlag, Erfurt 2009, S. 487 f.
Wortherkunft Das Wort „Stieden“ findet sich auch in Ortsbezeichnungen wie dem hessischen Stiedenrode, einem Ortsteil von Witzenhausen. Stieden bedeutet etwas wie „fest“ oder „beständig“. So findet es sich u. a. im Mittelhochdeutschen Wörterbuch.Staten bis stat-grabe. In: Matthias Lexer: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch. Band 2: N–U. Sp. 1147–1148 (woerterbuchnetz.de). Siehe: Stæte bis stæte-haft. In: Matthias Lexer: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch. Band 2: N–U. Sp. 1145–1147 (woerterbuchnetz.de). Auch Familiennamen gehen darauf zurück.
Belege
Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Weimar Kategorie:Gutshof in Thüringen Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Weimar)