Open on All Sides – In the Middle ist ein Jazzalbum von Geri Allen. Die im Dezember 1986 in den Sound Suite Recording Studios in Detroit entstandenen Aufnahmen erschienen 1987 auf minor music.

Hintergrund Die Pianistin Geri Allen arbeitete nach ihrem Soloalbum Home Grown und mehreren Studiosessions in den Bands von Steve Coleman (Motherland Pulse und das erste Album seiner Five Elements, On the Edge of Tomorrow), sowie mit Arthur Blythe, Sonya Robinson und John Stubblefield (Bushman Song, 1986).Tom Lord: The Jazz Discography (online, abgerufen am 18. Januar 2021)unzureichende Angabe, Link fehlt.Bushman Song auf Jazz Music Archives. Abgerufen am 1. Oktober 2025. Bei ihrem dritten Album unter eigenem Namen kam es mit anderen Detroiter Musikern zu „einem ihrer ehrgeizigeren Projekte“, so AllMusic. Sie leitete ein großes Ensemble mit dem Bassisten Jaribu Shahid, dem Schlagzeuger Tani Tabbal sowie dem, bis zu vierköpfigen Bläsersatz aus David McMurray (Sopransaxophon) und Rayse Biggs (Trompete), sowie den New Yorker Musikern Steve Coleman (Altsaxophon) und Robin Eubanks (Posaune). Ein für sie wichtiger Lehrer, der Trompeter Marcus Belgrave, hat einen Auftritt in der luftigen Ballade In the Morning, die einem Protagonisten der Música Popular Brasileira, Milton Nascimento, gewidmet ist, der auch etwa mit Wayne Shorter immer wieder Aufnahmen machte, in dessen Band Geri Allen bald Klavier spielen würde (Joyride, 1988). Die zwei, The Dancer betitelten kurzen Stücke am Ende des ersten Drittels und zum Ende des Albums stellen die Klangkunst eines Steptänzers in seltenes Licht.

Titelliste mini|Steve Coleman 2004 Geri Allen: Open on All Sides – In the Middle (Minor Music 1013, CD MM 801013)Geri Allen: Open on All Sides – In the Middle bei Discogs. Open on All Sides / The Glide Was in the Ride… – 6:45 Forbidden Place – 4:24 The Dancer – 2:33 In the Middle – 4:01 Ray – 4:17 I Sang a Bright Green Tear for All of Us This Year… – 12:46 Drummer's Song – 2:24 In the Morning (For Milton Nascimento) – 5:03 The Dancer Pt. 2 – 1:34 Alle Kompositionen stammen von Geri Allen. Bläsersatz auf In the Middle von Steve Coleman arrangiert.

Rezeption Scott Yanow verlieh dem Album in AllMusic lediglich drei Sterne, lobte jedoch die atemberaubende Tour de Force von I Sang a Bright Green Tear for All of Us This Year…, das den wunderbaren Gesang von Shahida Nurullah biete, mit einem beharrlichen Rhythmus, eindringlichen Refrains von Geri Allens Keyboards und eine wechselnde Dynamik, die überzeuge. Der Rest des Materials sei jedoch nicht so innovativ mit seinem Jazz-Funk/M-Base-Rahmen, sondern stelle dem ihre Klaviertrio-Arbeit gegenüber. Das Album sei nicht unbedingt erforderlich, aber dennoch eine belebende Session.Scott Yanow:

Ethan Iverson wies darauf hin, dass die beiden, auf Home Grown (1985) folgenden Produktionen – Open on All Sides In the Middle mit einer kompletten Band und Twylight als eine erweiterte Triosession – Synthesizer, Overdubs, Gesang und andere Anleihen aus der Popmusik und Fusion enthielten, die von einer Rhythmusgruppe aus ihrer Heimatstadt Detroit, von Jaribu Shahid und Tani Tabbal verankert werden. Vielleicht sei nicht jede Produktionsauswahl gut gealtert („es waren schließlich die 80er-Jahre“), merkte Iverson kritisch an, aber die Integrität der Kompositionen Allens sei bemerkenswert. Die verführerischen und gebrochenen Bläserlinien bei Open on All Sides seien wirklich wunderschön.

Einzelnachweise

Kategorie:Album (Jazz) Kategorie:Album 1987 Kategorie:Geri Allen