mini|Skadi Loist, Teddy Awards (2026) Skadi Loist (geboren 1978 in Schwerin) kommt aus Deutschland und ist in der Hochschullehre der Film- und Medienwissenschaften tätig. Bis 2025 hielt Loist eine Juniorprofessur für Produktionskulturen in audiovisuellen Medienindustrien an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Im Mai 2025 wurde Loist als Associate Professor für Film Studies an die Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens in Trondheim berufen.

Leben und Karriere Skadi Loist studierte an der Universität Hamburg und am Smith College in Northampton (Massachusetts) Amerikanistik und Medienkultur, sowie Kunstgeschichte und Gender/Queer Studies. Den Magister-Abschluss in Medienkultur und Amerikanistik erhielt Loist 2004. Von 2006 bis 2014 hatte Loist Lehraufträge für Medienwissenschaft und Gender Studies an verschiedenen Hochschulen wie der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, Smith College in Hamburg, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Universität Paderborn und an der Universität Oldenburg. Von 2008 bis 2013 war Loist in Positionen der Wissenschaftlichen Mitarbeit am Institut für Medien und Kommunikation an der Universität Hamburg und von 2014 bis 2017 am Institut für Medienforschung an der Universität Rostock angestellt.

Mit dem Thema Queer Film Culture: Performative Aspects of LGBT/Q Film Festivals im Fach Medienwissenschaft an der Universität Hamburg wurde Skadi Loist 2015 zum Dr. phil. promoviert. E-Dissertation Ab Februar 2018 wirkte Skadi Loist zunächst mit einer Gastprofessur und ab Oktober 2020 auf einer Juniorprofessur im studiengangsübergreifenden Fach Produktionskulturen in audiovisuellen Medienindustrien an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam. Im April 2021 leitete Loist das Forschungsprojekt GEP Analysis: Assessing, Understanding, and Modeling the Impact of Gender Equity Policies (GEP) in the Film Industry. Im Frühjahr 2025 war Loist Max Kade Visiting Professor an der University of Notre Dame (Indiana, USA). Im Mai 2025 wurde Loist als Associate Professor für Film Studies an die Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens in Trondheim berufen.

Skadi Loist wurde für den Dokumentarfilm Acting Out – 25 Years of Queer Film & Community in Hamburg von Christina Magdalinou und wiederholt in Podcasts interviewt. Neben der wissenschaftlichen Tätigkeit wird Loist regelmäßig für Festivaljurys angefragt, so 2026 für das Porto Femme International Film Festival.

Loist versteht sich als nichtbinär und bevorzugt eine genderneutrale Ansprache.

Forschungsschwerpunkte Forschungen und Veröffentlichungen widmet Skadi Loist Entwicklungen in Film- und Medienindustrien mit Fokus auf fairen Arbeitsbedingungen, Gendergerechtigkeit und Diversität sowie Nachhaltigkeit in Produktionsprozessen.

Im Forschungsprojekt Gender Equity Policy (GEP) Analysis (2021–2024) untersuchte Loist neue Ansätze zur Geschlechterungleichheit in der Filmindustrie. Analysiert wurden im Rahmen des Projektes Normen, Strukturen und Praktiken in der Filmbranche, die die Gleichstellung der Geschlechter in der Filmindustrie verhindern.

Das Forschungsprojekt Filmzirkulation im internationalen Festivalnetzwerk und der Einfluss auf globale Filmkultur, das Skadi Loist von 2017 bis 2022 leitete, untersuchte den Einfluss von Filmfestivals auf die globale Filmkultur.

Publikationen (Auswahl) Monografien Queer Film Culture: Performative Aspects of LGBT/Q Film Festivals. Dissertation am Institut für Medien und Kommunikation, Universität Hamburg (PDF; 7,72 MB).

Studien mit Elizabeth Prommer u. a.: Wer dreht deutsche Kinofilme? Gender Report: 2009–2013. Institut für Medienforschung, Philosophische Fakultät, Universität Rostock 2015, DOI:10.18453/rosdok_id00004526. mit Elizabeth Prommer: Where Are the Women Directors? National Report – Germany. EWA – European Women’s Audiovisual Network, 2016 (PDF).

Sammelwerke mit Dorothée von Diepenbroick (Hrsg.): Bildschön: 20 Jahre Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg. Männerschwarm Verlag, Hamburg 2009, ISBN 978-3-939-54274-2. mit Sigrid Kannengießer und Joan Kristin Bleicher (Hrsg.): Sexy Media? Gender/Queertheoretische Analysen in den Medien- und Kommunikationswissenschaften (= Critical Studies in Media and Communication. 3). Transcript Verlag, Bielefeld 2014, ISBN 978-3-837-61171-7. mit Marijke de Valck, Brendan Kredell (Hrsg.): Film Festivals: History, Theory, Method, Practice. Routledge, London und New York 2016, ISBN 978-0-415-71247-7.

Beiträge Please Relax Now: Vika Kirchenbauers Interventionen in Repräsentations- und Rezeptionsregimen. In: Tanja Thomas, Lina Brink, Elke Grittmann, Kaya de Wolff: Anerkennung und Sichtbarkeit. Perspektiven für eine kritische Medienkulturforschung. Transcript, Bielefeld 2017, ISBN 978-3-8376-4011-3. mit Florian Krauß (Hrsg.): Medienindustrien: Aktuelle Perspektiven aus der deutschsprachigen Medienwissenschaft. In: Navigationen. Sonderheft. Band 18, Nr. 2, 2018, urn:nbn:de:hbz:467-13717. mit Deb Verhoeven (Hrsg.): Complex not Complicated: Gendered Media Industries in the Wake of #MeToo. In: Media Industries. Sonderheft. Band 6, Nr. 1, 2019, DOI:10.3998/mij.15031809.0006.104, . Zirkulation im Netzwerk. Eine Betrachtung zur Zirkulationskraft von Filmfestivals. In: Zeitschrift für Medienwissenschaft. Band 23: Zirkulation. Mediale Ordnungen von Kreisläufen. 12. Jahrgang, Nr. 2. Transcript Verlag 2020, DOI:10.25969/mediarep/14833, ISBN 978-3-8376-4924-6, S. 55–63. Filmfestivals und Identität. Oder: Was haben queere und jüdische Filmfestivals miteinander zu tun? In: Lea Wohl von Haselberg, Lucy A. Pizaña Pérez (Hrsg.): Jüdischer Film: Ein neues Forschungsfeld im deutschsprachigen Raum. Edition text + kritik, München 2022, DOI:10.5771/9783967077223-291, ISBN 978-3967077216, S. 291–305. Queere Filmkultur: Produktionsformen und Infrastruktur. In: Johanna Dorer, Brigitte Geiger, Brigitte Hipfl, Viktorija Ratković (Hrsg.): Handbuch Medien und Geschlecht. Perspektiven und Befunde der feministischen Kommunikations- und Medienforschung. Springer, Wiesbaden 2023, DOI:10.1007/978-3-658-20707-6_62, ISBN 978-3-6582-0706-9, S. 585–593. mit Marcus Burkhardt: Visualization In/As Digital Media Studies. In: Sarah-Mai Dang, Tim van der Heijden, Christian G. Olesen, Tim van der Heijden (Hrsg.): Doing Digital Film History: Concepts, Tools, Practices (= Studies in Digital History and Hermeneutics. 11). De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2024, DOI:10.1515/9783111082486-015, ISBN 978-3-1110-8149-6, S. 315–335.

Filmografie 2014: Acting Out – 25 Years of Queer Film & Community in Hamburg, Regie: Anna Grillo, Christina Magdalinou und Silvia Torneden

Podcasts Yugen Yah: Vielfalt im Film: New Queer Cinema. In: Indie Film Talk. Folge 91 vom 29. Oktober 2020. Judith Koch: Dritte Klappe. Que(e)ring Film: Wissenschaftliche Forschung für mehr Diversität in Film und Schauspiel. In: YouTube vom 24. Februar 2021.

Weblinks

Website von Skadi Loist Profil Skadi Loist auf der Website der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam Profil Skadi Loist auf der Website der Universität Trondheim Researchgate-Profil

Einzelnachweise

Kategorie:Filmwissenschaftler Kategorie:Medienwissenschaftler Kategorie:Hochschullehrer (HFF Potsdam) Kategorie:Hochschullehrer (Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens, Standort Trondheim) Kategorie:DDR-Bürger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Nichtbinäre Person