Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen e. V. (kurz: FLVW) ist der Dachverband aller Fußball- und Leichtathletikvereine in Westfalen. Er ist einer der 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Mitglied des Westdeutschen Fußballverbandes und einer der 19 Landesverbände des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Organisiert ist er im Landessportbund Nordrhein-Westfalen. Sitz des Fußball-Verband Westfalen ist seit 1951 die Sportschule Kaiserau in Kamen, vorher saß der Verband in Hamm. Der FLVW entstand im Jahre 1954 durch den Zusammenschluss des im Jahre 1946 gegründeten Fußball-Verband Westfalen und des Leichtathletik-Verband Westfalen.
Im Fußballbereich sind über 1.110.000 Mitglieder in fast 2.000 Vereinen mit 14.791 Mannschaften angeschlossen (Stand 2026). Damit ist der FLVW nach dem Bayerischen Fußball-Verband der zweitgrößte Landesverband des DFB nach Anzahl der Mitglieder. Im Leichtathletikbereich sind ca. 108.000 Mitglieder in 555 Vereinen und im Freizeit- und Breitensport ca. 42.000 Mitglieder in 325 Vereinen angeschlossen. Nach Anzahl der Mitglieder ist der FLVW somit der zweitgrößte Landesverband des DLV nach dem Bayerischen Leichtathletik-Verband.
Der FLVW ist der einzige Landesverband in DFB und DLV, bei welchem sich Fußball und Leichtathletik die Strukturen teilen.
Verbandsgebiet Das Verbandsgebiet des FLVW erstreckt sich im Wesentlichen auf die ehemalige preußische Provinz Westfalen und das Land Lippe und deckt sich mit den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster. Jedoch kommt es vor, dass einige Vereine aus diesen Regierungsbezirken in anderen Landesverbänden des DFB antreten. Beispiele hierfür sind die Vereine aus Bocholt, die im Spielbetrieb des Fußballverbandes Niederrhein involviert sind bzw. zum Verbandsgebiet des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein gehören. Auch Bottroper Vereine spielen in niederrheinischen Ligen, während der Stadtteil Kirchhellen zu Westfalen gehört.
Das Verbandsgebiet ist seit dem 1. Juli 2016 in 29flvw.de: Kreisverbände unterteilt, die den Fußball-Spielbetrieb sowie die Leichtathletik-Veranstaltungen auf lokaler Ebene organisieren. Die Grenzen der jeweiligen Kreisverbände sind dabei nicht immer deckungsgleich mit den Grenzen der politischen Kreise und kreisfreien Städte Westfalens. Bezirksverbände als Zwischeninstanzen, wie sie in anderen Landesverbänden des DFB teilweise vorhanden sind, gibt es in Westfalen nicht.
Im Zuge der zur Saison 2012/13 erfolgten Reform der überkreislichen Fußball-Spielklassen im Männerbereichflvw.de: war eine Verringerung der Anzahl der Kreisverbände auf 26 entlang der Grenzen der politischen Kreise und kreisfreien Städte Westfalens angedacht. Dies sollte durch Zusammenlegung bzw. durch Aufteilung kleinerer Kreisverbände geschehen. Die angedachte Reform scheiterte jedoch im März 2012 aufgrund erheblicher Widerstände in den Kreisverbänden.
Geschichte Am 8. November 1946 wurde in Hamm der Fußballverband Westfalen gegründet, der ein Jahr später dem Westdeutschen Fußballverband beitrat. Parallel dazu bestand seit dem 23./24. November 1945 der in Iserlohn gegründete Volkssportverband Westfalen, der im Regierungsbezirk Arnsberg einen eigenen Spielbetrieb durchführte. Doch schon kurze Zeit später wechselten die Vereine in den Fußballverband Westfalen. Wann der Volkssportverband Westfalen aufgelöst wurde, ist unbekannt. Im Jahre 1954 fusionierte der Fußballverband Westfalen mit dem Leichtathletik-Verband Westfalen zum heutigen Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen. Ab der Saison 1946/47 wurde das Verbandsgebiet in sechs Bezirke aufgeteilt. Ein Jahr später wurde die Anzahl der Bezirke auf 13 erhöht. Die Bezirke wurden später abgeschafft. Der genaue Zeitpunkt ist unbekannt.
Fußballligasystem Männer Höchste Spielklasse des westfälischen Verbandes ist seit der Saison 2012/13 wieder die im deutschen Ligasystem auf der fünften Stufe angesiedelte Oberliga Westfalen mit einer Sollstärke von 18 Mannschaften. Der Meister und der Vizemeister der Oberliga steigen in die Regionalliga West auf.
Unterhalb der Oberliga ist als zweithöchste Verbandsspielklasse die in zwei Staffeln mit einer Sollstärke von jeweils 16 Mannschaften ausgetragene Westfalenliga angesiedelt. Die Meister der beiden Staffeln steigen in die Oberliga auf, während die jeweils ab Rang 14 platzierten Mannschaften in die Landesliga Westfalen absteigen müssen. Die Westfalenliga wurde im Jahre 1956 als Verbandsliga Westfalen eingeführt und im Jahre 2008 in Westfalenliga umbenannt.
Aus der in vier Staffeln mit einer Sollstärke von jeweils 16 Mannschaften ausgetragenen Landesliga steigen die Meister in die Westfalenliga auf. Sofern nach vollzogenem Auf- und Abstieg in der Westfalenliga noch freie Plätze bis zur Sollstärke zu besetzen sind, qualifizieren sich hier die Gewinner der unter den Vizemeister der Landesligen ausgetragenen Aufstiegsspiele. Aus den Landesligen steigen jeweils die ab Rang 14 platzierten Mannschaften in die Bezirksliga ab.
Unterste Spielklasse des FLVW ist die Bezirksliga Westfalen, die in zwölf Staffeln mit einer Sollstärke von jeweils 16 Mannschaften ausgetragen wird. Die Meister der Bezirksligen steigen in die Landesliga auf. Die Vizemeister ermitteln nach Bedarf weitere Aufsteiger, sofern nach vollzogenen Auf- und Abstieg zur Landesliga die Sollstärke unterschritten wird. Aus den Bezirksligen steigen jeweils die ab Rang 14 platzierten Mannschaften ab. Die Bezirksligen hießen bis Oktober 1977 Bezirksklasse und wurden dann aufgrund einer deutschlandweiten Vereinheitlichung der Spielklassen umbenannt.
Unterhalb der Bezirksliga folgt jeweils die Kreisliga A als höchste Spielklasse der dem FLVW angeschlossenen 29 Kreisverbände. Je nach Anzahl der Mannschaften im Spielbetrieb der Kreisverbände stellen die Kreisligen A zwischen 1 und 2,5 Aufsteiger in die Bezirksliga. Seit der Saison 2013/14 beträgt die Gesamtzahl der Aufsteiger zur Bezirksliga insgesamt 36 Mannschaften.
Sämtliche Spielklassen des FLVW auf Verbandsebene werden Jahr für Jahr nach geographischen Gesichtspunkten neu eingeteilt. Auch eine direkte Zuordnung der Aufsteiger aus den Kreisverbänden zu einzelnen Staffeln der Bezirksliga gibt es ebenfalls nicht. Sofern in einer Saison die Sollstärke einzelner Staffeln über- oder unterschritten wird, erhöht oder reduziert sich die Anzahl der Absteiger aus dieser Staffeln entsprechend, damit in der Folgesaison die Sollstärke wieder erreicht wird.
Ebene Spielklasse 5 Oberliga Westfalen18 MannschaftenPlatz 1–2: Aufsteiger zur Regionalliga WestPlatz 13–16: mögliche AbsteigerPlatz 17–18: Absteiger 6 Westfalenliga2 Staffeln zu je 16 MannschaftenPlatz 1: Aufsteiger Platz 2: möglicher AufsteigerPlatz 14–16: Absteiger 7 Landesliga4 Staffeln zu je 16 MannschaftenPlatz 1: Aufsteiger Platz 2: möglicher AufsteigerPlatz 14–16: Absteiger 8 Bezirksliga12 Staffeln zu je 16 MannschaftenPlatz 1: Aufsteiger Platz 2: möglicher AufsteigerPlatz 14–16: Absteiger ↑ 1 bis 2,5 Mannschaften pro Kreisverband 9 Kreisliga A29 Kreisverbände mit jeweils 1–2 Staffeln der Kreisliga A 10 Kreisliga B 11 Kreisliga Cnicht in allen Kreisverbänden 12 Kreisliga Dnicht in allen Kreisverbänden
Bei den vorstehenden Mannschaftszahlen sowie der Anzahl der Auf- und Absteiger handelt es sich um Sollwerte. Die tatsächliche Werte können in einzelnen Spielzeiten davon abweichen.
Wegen der COVID-19-Pandemie wurde die Anzahl der Bezirksligen für die Saison 2021/22 auf 14 erhöht. In der Saison 2022/23 wurde die Bezirksliga in 13 Staffeln ausgespielt. Ziel ist die Rückkehr zu zwölf Staffeln.
Ab der Landesliga werden alle Spiele mit einem Schiedsrichtergespann (Schiedsrichter, Schiedsrichterassistent 1, Schiedsrichterassistent 2) angesetzt. In den Ebenen darunter ist dies nur in Ausnahmen der Fall, dort wird in der Regel bis zur Kreisliga D nur ein Schiedsrichter angesetzt.
Frauen Höchste Spielklasse bei den Frauen ist die Westfalenliga. Im Gegensatz zur Westfalenliga der Männer ist die Westfalenliga der Frauen eingleisig. Der Meister steigt in die Regionalliga West auf, während die drei letztplatzierten Mannschaften in die Landesliga absteigen müssen. Die Landesliga der Frauen ist in drei Staffeln zu je 14 Mannschaften eingeteilt. Die Meister steigen auf, während die Vizemeister bei Bedarf weitere Aufsteiger ermitteln. Die zwei letztplatzierten Mannschaften steigen ab. Unterhalb der Landesliga folgt die Bezirksliga mit sieben Staffeln. Hier steigen die Meister in die Landesliga auf, während die drei letztplatzierten Mannschaften absteigen.
Unterste Spielklasse ist die Kreisliga. Da nicht jeder der 33 Kreisverbände ausreichend Mannschaften für eigene Kreisligen hat bilden mehrere Kreise gemeinsame Kreisligen. In der Saison 2016/17 gibt es 23 A-Kreisligen, deren Meister in die Bezirksliga aufsteigen.
Ebene Spielklasse 4 Westfalenliga14 MannschaftenPlatz 1: Aufsteiger zur Regionalliga WestPlatz 12–14: Absteiger 5 Landesliga3 Staffeln zu je 14 MannschaftenPlatz 1: AufsteigerPlatz 13–14: Absteiger 6 Bezirksliga7 Staffeln zu je 14 MannschaftenPlatz 1: AufsteigerPlatz 12–14: Absteiger 7 Kreisliga A23 Staffeln der 22 KreisverbändePlatz 1: Aufsteigerletzte Platz: Absteiger(in wenigen Kreisverbänden) 8 Kreisliga B3 Staffeln der 3 Kreisverbände1 bis 3 Aufsteiger
Vereine des FLVW in höheren Ligen | Saison 2025/26 Männer-Fußball NationaleLigaebene Bezeichnung Anzahl Vereine 1. rahmenlos|22x22px 1. Bundesliga 2 22x22px|Borussia Dortmund Borussia Dortmund, 22x22px|FC Schalke 04 FC Schalke 04 2. rahmenlos|22x22px 2. Bundesliga 4 23x23px|VfL Bochum VfL Bochum, 22x22px|SC Paderborn 07 SC Paderborn 07, 22x22px|Preußen Münster Preußen Münster, 22x22px|Arminia Bielefeld Arminia Bielefeld 3. rahmenlos|22x22px 3. Liga 1 22x22px|SC Verl SC Verl 4. rahmenlos|33x33px Regionalliga West 11 22x22px Borussia Dortmund II, 22x22px FC Gütersloh, 22x22px SC Paderborn 07 II, 22x22px SV Rödinghausen, 22x22px FC Schalke 04 II, 26x26px SC Wiedenbrück, 22x22px Sportfreunde Lotte, 22x22px Sportfreunde Siegen, 23x23px VfL Bochum II U23 25x25px Westfalia Rhynern, 22x22px SG Wattenscheid 09
Frauen-Fußball NationaleLigaebene Bezeichnung Anzahl Vereine 1. rahmenlos|22x22px 1. Frauen-Bundesliga 0 2. rahmenlos|22x22px 2. Frauen-Bundesliga 1 23x23px|VfL Bochum VfL Bochum 3. rahmenlos|33x33px Frauen-Regionalliga West 822x22px|FSV Gütersloh 2009 FSV Gütersloh 2009, 22x22px|Arminia Bielefeld Arminia Bielefeld, 22x22px|1. FFC Recklinghausen 1. FFC Recklinghausen, alt=|26x26px|SSV Rhade SSV Rhade, 22x22px|Borussia Dortmund Borussia Dortmund, 22x22px|FC Schalke 04 FC Schalke 04, alt=|26x26px|SSV Rhade Fortuna Freudenberg, alt=|26x26px|SSV Rhade DJK Wacker Mecklenbeck
Männer-Futsal +StufeBezeichnungAnzahlVerein(e)1.rahmenlos|22x22px Futsal-Bundesliga225x25px|MCH Futsal Club Bielefeld MCH Futsal Club Bielefeld, 22x22px|Preußen Münster Preußen Münster2.rahmenlos|33x33px Futsal-Liga West4alt=|26x26px|SSV Rhade FC Augustusdorf, 28x28px|FSV Gütersloh 2009 FC Gütersloh Futsal, alt=|26x26px|SSV Rhade Holzpfosten Schwerte, alt=|26x26px|SSV Rhade NK Zagreb Dortmund
Schiedsrichter des FLVW in höheren Ligen | Saison 2024/25 Männer Stufe Bezeichnung Schiedsrichter Kreis 1. rahmenlos|22x22px Bundesliga Florian ExnerSören Storks MünsterRecklinghausen 2. rahmenlos|22x22px 2. Bundesliga Timo Gansloweit Dortmund 3. rahmenlos|22x22px 3. Liga Leonidas ExuzidisYannick RupertFelix Weller HerneDortmundSiegen-Wittgenstein 4. rahmenlos|22x22px Regionalliga West Marcel BenkhoffLars BramkampSelim ErkAlexander ErnstJonas FischbachNils HassePatrick HolzCengiz KabalakliJonathan LautzJohannes LiedtkeLasse Lütke-KappenbergJörn SchäferHenry SchröderNiklas SimpsonDominic StockFlorian Visse Ahaus-CoesfeldBochumHerneIserlohnSiegen-WittgensteinDetmoldMünsterGelsenkirchenSiegen-WittgensteinHagenMünsterIserlohnDetmoldHerneGüterslohTecklenburg
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