Horst Reipsch (* 22. Mai 1925 in Magdeburg; † 13. Juli 2015lt. Auskunft des Deutschen Komponistenverbandes. Zum Todesjahr siehe auch das Protokoll der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 25. April 2016. In: , S. 5 [PDF; 4,2 MB, abgerufen am 9. November 2021]. www.ddr-tanzmusik.de gibt abweichend 1973 als Todesjahr an. Die anderen Quellen geben kein Todesdatum an. vermutlich in Taufkirchen (bei München)) war ein deutscher Jazz- und Unterhaltungsmusiker (Alt- und Baritonsaxophon, Klarinette, auch Tenorsaxophon), Schlagerkomponist und Arrangeur.

Leben Reipsch entstammt einer alteingesessenen Magdeburger Musikerfamilie, sein Vater war bis in die Nachkriegszeit an der Oper Magdeburg beschäftigt. Während seiner Schulzeit in Magdeburg erlernte Reipsch Klavier, Klarinette und Saxophon. Bei Erich Böhlke studierte er Komposition und Harmonielehre. Nach Kriegsende trat er in Varietés auf und schloss sich 1948 der Band Remo von Ernst Mosch an. 1949 ging er nach Leipzig und spielte im dortigen Rundfunk-Tanzorchester (RTO) von Kurt Henkels sowie bei Günter Oppenheimer. Im Bereich des Jazz war er laut Tom Lord ab 1950 an 44 Aufnahmesessions beteiligt, auch bei Günter Oppenheimer und der Solistengruppe des Rundfunk/Tanzorchesters Leipzig („Schuster-Dixie“, „Rixdorf-Dixie“, 1956).Tom Lord The Jazz Discography (online, abgerufen am 17. Januar 2021)

Ende 1960 wechselte er in die Bundesrepublik, wo er sich freiberuflich betätigte. Von 1964 bis 1969 war er Mitglied beim Orchester Max Greger, ab 1973 beim Orchester Hugo Strasser. Als Gast spielte er auch in der Bigband von Frank Pleyer (Swing Along with...). In seiner eigenen Combo agierte er als Soloklarinettist und Saxophonist.Musicbox Lexikon, Hartmut Amberg Musikproduktion, abgerufen am 16. Januar 2021 Unter den Pseudonymen Olaf Norstadt, Martin Laiser, Joe Palmer, Bud Sharkow und Ralph Boston komponierte er und arbeitete mit vielen Künstlern in Rundfunk und Fernsehen zusammen, darunter Billy Mo, Jimmy Makulis und Fred Bertelmann.

Schlagertitel (Auswahl) 1953: Harlekin 1954: Großstadt-Rhythmus 1955: Zwiegespräch 1956: Jonny Lehmann war ein Seemann 1956: Schuster-Dixie 1957: Tornado 1957: Addio, bella Venezia 1958: Semmelknödel-Polka 1958: Mambo-Baion 1958: Weil mein Herz für dich schlägt 1959: Gitarren klingen leise durch die Nacht 1959; Fünf-Uhr-Tee 1959: Mein Herz sieht rot 1962: Mondschein-Polka 1963: Auf der Hazienda fehlt eine Frau 1963: Ein Caballero genießt und schweigt

Literatur Matthias Bardong, Hermann Demmler, Christian Pfarr: Lexikon des deutschen Schlagers. Edition Louis, Ludwigsburg 1992, ISBN 3-9802891-5-X, S. 289. Gerhard Conrad: Horst Reipsch. Reedbläser – Arrangeur – Komponist. In: Rohrblatt. 27, 2012, Nr. 3, , S. 156–158. Deutscher Komponistenverband (Hrsg.): Komponisten der Gegenwart im Deutschen Komponistenverband. 5. Auflage. ConBrio, Regensburg 2000, ISBN 978-3-932581-34-2, S. 926. Jürgen Wölfer: Das große Lexikon der Unterhaltungs-Musik. Die populäre Musik vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart – vom Wiener Walzer bis zu Swing, Latin Music und Easy Listening. Lexikon Imprint Verlag im Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-89602-272-5, S. 433.

Weblinks

DDR-Tanzmusik

Einzelnachweise

Kategorie:Jazz-Klarinettist Kategorie:Jazz-Saxophonist Kategorie:Musiker (DDR) Kategorie:Komponist (Schlager) Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1925 Kategorie:Gestorben 2015 Kategorie:Mann