Anton Ranzinger (* 13. Juni oder 18. Juni 1850 in Regen; † 3. Januar 1924 in München oder Pfarrkirchen – Gekürzt, aber ansonsten weitgehend wörtlich (einschließlich der Schreibweise „Lessing“) ist der Text dieses Lexikonartikels wiedergegeben auf der Website: ) war ein deutscher Kirchenmaler und Restaurator.
mini|Anton Ranzinger
Leben und Wirken Anton Ranzinger wurde als Sohn eines Lithographen geboren und lernte bis 1868 Kunstmaler bei einem Pfarrkirchener Maler. Anschließend besuchte er die Kunstgewerbeschule in München und gründete gemeinsam mit Kaspar Lessig eine Anstalt für kirchliche Kunst in der Schillerstraße 27 in MünchenAdreßbuch für München, Bd.: 1906, S. 303, die von 1890Bavarikon.de bis 1911 bestand. Ranzinger erhielt viele staatliche Aufträge. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche namhafte bayerische Barock- und Rokokokirchen, wie der Freisinger Dom, Vierzehnheiligen oder die Bürgersaalkirche in München, restauriert. Er erhielt für seine Arbeit am Asam-Dom in Freising eine Titularprofessur.Haus der Bayerischen Geschichte Ranzinger hinterließ auch einige selbständige Gemälde, darunter Kreuzwegstationen für die Basilika St. Mauritius von Kloster Niederaltaich.
Werke (Auswahl) Mariä Opferung (Pfaffendorf), Kreuzweg, Lessig & Ranzinger, 1884 St. Laurentius (Petershausen), Deckengemälde im Langhaus mit Kaspar Lessig, 1890 Mariä Geburt (Wartenberg) Chorgewölbe, Heilige Familie, 1895 Herz-Jesu-Kirche in Wallerdorf (Künzing), Kreuzweg, 1900 St. Zeno (Isen), Hochaltarbild, 1904 St. Nikolaus in Wackersberg. Hochaltarbild des Hl. Nikolaus, 1906Pfarrverband Bad Tölz St. Peter (Siegertsbrunn), Ausmalung des Langhauses erfolgte mit Oskar Wieleitner 1912. St. Magdalena (Fürstenfeldbruck), Deckengemälde im Chor: Noli me tangere, Fresken an der Emporenbrüstung, Altarblatt des Herz-Jesu-Altars und Restaurierung der Fresken von Ignaz Baldauf (1764), 1912/13Die Angabe auf der Website des Erzbistums, das Deckenfresko Christi Himmelfahrt in einer der Langhausseitenkapellen sei von Ranzinger, beruht offenbar auf einem Irrtum. Nach Martin Gluderer sowie Franz Debold und Wiltrud Angerer stammen die Fresken des Glorreichen und des Freudenreichen Rosenkranzes in diesen Kapellen von Ignaz Baldauf (1764). Von Ranzinger stammt dagegen der Zyklus des Schmerzensreichen Rosenkranzes an der Emporenbrüstung. – St. Joseph (Allershausen), Fresko Landschaft um Allershausen, 1920 St. Peter und Paul (Sächsenheim) bei Würzburg, Deckengemälde, mit Kaspar Lessig
Renovierungen (Auswahl) Frauenkirche (Günzburg), Szene mit der Dornenkrönung, 1902 Heilig Kreuz (Schönbrunn), Deckenfresken, 1907/08kirchenundkapellen.de St. Leonhard (Siegertsbrunn), Restaurierung der Deckengemälde 1909 Maria Hilf (Bad Tölz), Deckenfresken, 1910 bis 1912
Literatur
Hans-Michael Körner (Hg. unter Mitarbeit von Bruno Jahn): Große Bayerische Biographische Enzyklopädie. Band 3: P–Z, K. G. Saur, München 2005, ISBN 3-598-11460-5,
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Bayern) Kategorie:Restaurator Kategorie:Geboren 1850 Kategorie:Gestorben 1924 Kategorie:Deutscher Kategorie:Mann