Dos poylishe yidntum bzw. Dos poilische jidntum (jiddisch für: „Das polnische Judentum“; spanisch El judaísmo polaco) ist eine in Argentinien erschienene jiddische Buchreihe, die Mark TurkowMark Turkow (1904–1983), vgl. Marc Turkow – jewishvirtuallibrary.org in Buenos Aires für den Tsentral Farband far poylishe yidn in Argentine (Zentralverband der Polnischen Juden in Argentinien) ab 1946 herausgab. Ihr Ziel war es, dem untergegangenen polnischen Judentum ein Denkmal zu setzen.Frank Beer (Herausgeber), Daniel Wartenberg (Übersetzer): Anmerkung zur Übersetzung, in: Abraham Teitelbaum: Warschauer Innenhöfe: Jüdisches Leben um 1900 – Erinnerungen, S. 8. Bis 1966 erschienen 175 BändeFrank Beer (Hrsg.): Der Autor Menashe Unger, in: Menashe Unger: Die Rabbis von Pschis'che und Kotzk. Spirituelle Meister des Chassidismus an der Schwelle zur Moderne. Herausgegeben von Frank Beer. Aus dem Jiddischen von Daniel Wartenberg. 2019, S. X. in der argentinischen Hauptstadt, wo eine große jiddisch-sprachige Bevölkerung lebte. mini|Eines der Yizkor-Bücherregale im Lesesaal der Bücherei von Yad Vashem Malena Chinski nennt die Schriftenreihe des Verlages des polnischen Judentums in Buenos Aires in ihrer Arbeit zu den Titelbildern der Sammlung eines der „wichtigsten Gedenkprojekte der jüdisch-polnischen Diaspora in der unmittelbaren Nachkriegszeit.“Malena Chinski, S. 11 („los más importantes proyectos conmemorativos emprendidos por la diáspora judeopolaca en la inmediata posguerra“).

In einer Besprechung zu einer neueren deutschsprachigen Übersetzung eines der in der Reihe enthaltenen Bände wird auf ihre große Verbreitung unter den Sprechern des Jiddischen hingewiesen:

Übersicht zu den Bänden der Reihe

Die folgende Übersicht hat zum Ziel, die jiddischen Buchtitel zusätzlich mit einer deutschen Übersetzung wiederzugeben und wo nötig ergänzende Informationen zu liefern (bzw. zu diesen zu verlinken). Die flexibel gehandhabte Transkription folgt aus praktischen Gründen zunächst des Öfteren worldcat.org,Vgl. worldcat.org – siehe auch ci.nii.ac.jp. eine Einheitlichkeit der Schreibungen wurde nicht angestrebt. Die Bücher wurden vom Verlag auch zusätzlich mit spanischsprachigen (Kurz-)Titeln versehen. Einige wenige Bände der Reihe wurden aus dem Polnischen ins Jiddische übersetzt.

Mark Turkow (1904–1983): Malka Owšiani dertzeilt: Chronik fun undzer tzeit / Malke Owschiani erzählt. Chronik unserer Zeit. 1946. Hirsch David Nomberg (1876–1927): I. L. Perez / J. L. Perez. 1946. Wassili Grossman (1905–1964) und Jankiel Wiernik (1889–1972): Treblinke / Treblinka. 1946. – Inhalt: W. Grossman: Treblinker gēhinnōm / Die Hölle von Treblinka (S. 13–65); J. Wiernik: A jor in Treblinke / Ein Jahr in Treblinka (S. 67–124). Perez Granatstein (1907–?): Main ḥorev šṭeṭl Sokolow: šilderungen, bilder un porṭreṭn fun a šṭoṭ umgekumene jidn / Meine zerstörte Stadt Sokolow: Schilderungen, Bilder und Porträts von umgekommenen Juden der Stadt. 1946. Israel Tabaksblat (1891–1950): Ḥūrban Lodz: 6 jōr natzi-gehīnōm / Die Zerstörung von Lodz: 6 Jahre Nazi-Hölle. 1946. Jakob Zerubawel (1886–1967): Barg khurbn: kapitlen Poiln / Berge an Zerstörung: Das Kapitel Polen. 1946. Elchanan Zeitlin (1902–1941): In literarischer shtub: bilder, bagegenišn, epizodn / In einem literarischen Haus: Bilder, Begegnungen, Episoden. 1946.

Henry Shoskes (1891–1964): Poiln 1946: Eindrukn fun a reize / Polen 1946: Eindrücke von einer Reise. 1946. Zusman Segałowicz (1884–1949): Ṭlomatzke 13: fun farbrenṭe nechṭn / Tłomackie 13: Aus dem verbrannten Gestern. 1946.Digitalisat aus der Polnischen Nationalbibliothek Mark Nudelman (1905–1967): Gelechter durch trern: Zamlung fun humoristiš-satiriše šafungen funem nochmilhamedikn lebn fun poiliše jidn. / Lachen durch Tränen: Sammlung humoristisch-satirischer Werke aus dem Nachkriegsleben polnischer Juden. 1947. Majer Bałaban (1877–1942): Di jidn-šṭoṭ Lublin / Die Judenstadt Lublin. 1947. Israel Efros (1891–1981): Heimloze jidn: a bazuch in di jidise lagern in Deitschland / Heimatlose Juden: ein Besuch in den jüdischen Lagern in Deutschland. 1947.

Jacob Shatzky (1893–1956): In šoṭn fun over. / Im Schatten der Vergangenheit. 1947. David Flinker (1900–1978): A hoiz oif Gzšibow: roman. / Ein Haus auf Gzshibov. 1947. Hillel Seidman (1915–1995): Ṭog-buch fun Waršewer geṭo / Tagebuch aus dem Warschauer Ghetto. 1947. Noe Grüss (1902–1984): Kinder-martirologie: Zamlung fun dokumentn / Kinder-Martyrologium: Sammlung von Dokumenten. Zusammengestellt durch Noah Gris. 1947. Chaim Grade (1910–1982): Pleiṭim: lider und poemen gesribn in Raṭn-Farband in 1941–1945 / Flüchtlinge: Lieder und Gedichte geschrieben in der Sowjetunion 1941–1945. 1947. Szmerke Kaczerginski (1908–1954): Partizaner geyen! …: Fartzeichenungen fun wilner geto / Partisanen, Marsch! Aufzeichnungen aus dem Wilnaer Ghetto. 1947. Fryda Zerubavel (? – ?): Na wenad: fartzeichenungen fun a pleiṭe / Heimatlos: Aufzeichnungen von einer Flucht. 1947. Mordechai Strigler (1918–1998): Maidanek / Majdanek. 1947.

Jakob Lestschinsky (1876–1966): Oifn rand fun opgrunṭ: fun jidišn lebn in Poiln (1927–1933) / Am Rande des Abgrunds: aus dem jüdischen Leben in Polen (1927–1933). 1947. Zusman Segałowicz (1884–1949): Gebrente trit: Eindrikn un iberlebungen fun a plitimwanderung / Gebrannte Tritte: Eindrücke und Erfahrungen aus den Wanderungen eines Flüchtlings. 1947. Abraham Teitelbaum (1889–1947): Waršewer heif: menṭšn un gešeenišn / Warschauer Innenhöfe: Menschen und Geschehnisse. 1947. Tania Fuks (1896–1950): A wanderung iber okupirte gebitn / Eine Wanderung durch besetzte Gebiete 1947. Samuel L. Shneiderman (1906–1996): Tzwišn šrek un hofenung: a raize iber dem naiem Poiln / Zwischen Schreck und Hoffnung: Eine Reise durch das neue Polen. 1947. Leo Finkelstein (1895–1950): Megiles Poiln: toire, ḥsides un šṭeiger-kulṭur in jidišn Poiln / Buchrollen Polens: Torah, Chassidim und chassidische Melodien im jüdischen Polen. 1947. Jonas Turkow (1898–1988): Azoi iz es gewen: Churbn Warše / So ist es gewesen: Die Zerstörung von Warschau. 1948. Shmuel Izban (1905–?): Umlegale jidn špalṭn jamen: di gešichṭe fun an umlegaler reize kein Ertz Jiśroel / Illegale Juden spalten die See: die Geschichte einer illegalen Reise in das Land Israel. 1948. Jacob Pat (1890–1966): Henech: a jidiš kind, wos iz arois fun geṭo / Henech: ein jüdisches Kind, das aus dem Ghetto entkam. 1948. Josef Kermisch (1907–2005): Der oifštand in waršewer geto 19ter april – 16ter mai 1943 / Der Aufstand im Warschauer Ghetto 19. April bis 16. Mai 1943. 1948. Übersetzung aus dem Polnischen von Salomon Lastik. Symcha Poliakiewicz (1913–?): A tog in Treblinke: Kronik fun a jidiš Leben / Ein Tag in Treblinka: Chronik eines jüdischen Lebens. 1948. Mordechai Strigler (1918–1998): In di fabrikn fun toit / In den Todesfabriken. 1948. Abraham Nachtumi (1900–1978): In šoṭn fun doires: kindheiṭ / Im Schatten von Generationen: Kindheit. 1948. Jechiel Lerer (1910–1943): Main heim / Mein Zuhause. 1948. Josef Wolf (1912–1974): Leiendik Peretzn … / Peretz lesen …. 1948. Cypora Katzenelson-Nachumow (1901–1972): Isaak Katzenelson: Zein lebn un šafn / Jizchak Katzenelson: Sein Leben und Schaffen. 1948. Julien Hirshaut (1908–1983): Fintzṭzere nechṭ in Pawjak: zichroines, gešichṭn, bilder / Finstere Nächte in Pawiak. Erinnerungen, Geschichten, Bilder. 1948. Nahum Sokolow (1859–1936): Perzenlechkeiṭn / Persönlichkeiten. 1948. Rachel H. Korn (1898–1982): Heim un heimlozikeit: Lider / Heimat und Heimatlosigkeit: Lieder. 1948. A. Almi (1882–1963): Momenṭn fun a lebn: zichroines, bilder un epizodn / Momente aus einem Leben: Erinnerungen, Bilder und Episoden. 1948.

Menashe Unger (1899–1969): Pschis’che un Kotzk / Pschis’che und Kotzk. 1949. Michał Bursztyn (1897–1945): Iber di churves fun Ploine / Durch die Ruinen von Ployne. 1949. Menachem Kipnis (1878–1942): Hunderṭ folks-lider: fun Zimrā Zeligfelds un M. Kipnises kontzerṭ-reperṭuar / Hundert Volkslieder: aus dem Konzertrepertoire von Zimra Zeligfeld und M. Kipnis. 1949. Zusman Segałowicz (1884–1949): Meine zibn jor in Tel Aviv / Meine sieben Jahre in Tel Aviv. 1949. Henry Shoskies (1891–1964): A welt wos iz farbei / Eine vergangene Welt. 1949. Salomon Waga (1900–?): Ḥurbn Tšenstochow / Der Holocaust in Tschenstochau. 1949. Abraham Zak (1891–1980): Jorn in wander: Lider un poemen / Wanderjahre: Lieder und Gedichte. 1949. Shmuel Izban (1905–): Familje Karp: roman / Familie Karp: Roman. 1949 (2 Bände). Alexander Mukdoni (1877–1958): Maine bagegenišn: jidiše gešṭalṭn, wos ich hob bagegnṭ in main leben / Meine Begegnungen: jüdische Persönlichkeiten, denen ich in meinem Leben begegnet bin. 1949. Rose Shoshana Kahan (1895–1968): In Feier un flamen: Togbuch fun a jidišer šoišpilern / In Feuer und Flammen: Tagebuch einer jüdischen Schauspielerin. 1949. Mit einem Vorwort von F. Bimko. Jechiel Isaiah Trunk (1887–1961): Di jidiše proze in Poiln in der teḳūfā tzwišn beide welt-milḥamōt / Die jiddische Prosa in Polen in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. 1949. Jonas Turkow (1898–1988): In kamf farn lebn / Im Kampf ums Leben. 1949. Isaac Perlow (1911–1980): Di mentšn fun „Ezodus 1947“: Jeṣī’at Ērōpā 707. Roman / Exodus 1947. 1949. Pinjas Bizberg (1898–?): Šabes-jonṭevdike jidn: dos gezang fun a dor / Schabbat-festliche Juden: der Gesang einer Generation. 1949. Sholem Asch (1880–1957): Peterburg: roman / Petersburg: Roman. 1949. Sholem Asch (1880–1957): Warše / Warschau. 1949. Sholem Asch (1880–1957): Moskwe / Moskau. 1949. Filip Fridman (1901–1960): Ošwientšim / Auschwitz. 1950. Ber Isaac Rozen (1899–1954): Tlomatzke 13 / Tłomackie 13. 1950. Dovid Flinker (1900–1978): In šturem: roman / Im Sturm: Roman. 1950 (2 Bände). Dovid Flinker (1900–1978): In šturem: roman / Im Sturm: Roman. 1950 (2. Band). Janusz Korczak (1878–1942): Moiselech, Joselech, Isruliklech: Jidiš: Joshua Perle. Mit Einleitungsworten von Scholem Asch, Isaac Grünbaum und Mark Turkow. 1950. Mordechai Strigler (1918–1998): Verk Tse / Werk C. 1950. Mordechai Strigler (1918–1998): Arum der machṭ. 1950. Chaim Grade (1910–1982): Shayn fun farloshene shtern: lider un poemen / Glanz eines verloschenen Sterns: Lieder und Gedichte. 1950. Rywka Kwiatkowska (? – ?): Fun lager in lager / Von Lager zu Lager. 1950. Joel Mastbaum (1884–1957): Meine šturmiše jorn / Meine Sturmjahre. 1950. Ilja M. Trotzki (1879–1969): Goles Daiṭšland: eindrikn fun a reize / Diaspora Deutschland: Eindrücke von einer Reise. 1950. Jacob Shatzky (1893–1956): Kultur-geshikhte fun der haskoleh in Lite: fun di eltste tsaytn biz Hibes Tsiyen / Kulturgeschichte der Haskala in Litauen 1950. Nakhmen Maysel (1887–1961): Geven amol a lebn: dos Yidishe kultur-lebn in Poyln tsvishn beyde velt-milhomes / Es war einmal ein Leben: Das jüdische Kulturleben in Polen zwischen beiden Weltkriegen. 1951. Jehiel Isaiah Trunk (1887–1961): Simche Plachṭe fun Narkowe oder der jidišer Don Kichoṭe bazirṭ oif der wunderlechn siper-hamaiśe, wi es hoṭ es dertzeilṭ Jankl Leder hamenoche Morgenšṭern fun Lodzš. / Simche Plachte aus Narkowe oder der jüdische Don Quijote. 1951. Jehuda Elberg (1912–2003): Unter kuperne himlen: Dertzeilungen / Unter kupfernem Himmel: Erzählungen. 1951. A. Mukdoni (1877–1958): Oisland: meine bagegenišn / Im Ausland: Meine Begegnungen. 1951. Zygmunt Turkow (1896–1970): Fragmentn fun mein lebn: Zikrōnōt / Fragmente meines Lebens 1951. Joshua Perle (1888–1943): Jidn fun a gantz jor: Haqadamah fun Leo Finkelstein. / Juden aus allen Tagen. Vorwort von Leo Finkelstein. 1951. Jacob Lestschinsky (1876–1966): Ereb ḥurbn: Fun jidišn leḃn in Poiln 1935–1937 / Am Vorabend des Holocaust: Vom jüdischen Leben in Polen 1935–1937. 1951. Daniel Charney (1888–1959): Wilne: memuarn / Wilna: Memoiren. 1951. Zusman Segałowicz (1884–1949): Der letzter Lodzšer roman / Der letzte Lodzer Roman 1951.