Hildegard Josephine Maria „Hilde“ Jansen (* 24. Dezember 1914 in Frankfurt am Main; † 12. April 1995 in Innsbruck) war eine deutsche Schauspielerin bei Bühne und Film.

Leben und Wirken Die Tochter des Sportlehrers Joseph Jansen und seiner Frau Sybille, geb. Hecker,Institut für Stadtgeschichte (Frankfurt am Main), Geburtsregister Standesamt Frankfurt II, Nr. 717/1914. besuchte ein GymnasiumBundesarchiv, Akten der Reichsfilmkammer, Personalakte Hilde Jansen, R 9361-V/110437 (vgl. Eintrag im Archivportal-D). und erhielt anschließend am Schauspielhaus ihrer Heimatstadt Frankfurt am Main ihre künstlerische Ausbildung. Nach der Abschlussprüfung wurde sie ins Ensemble des Rheinischen Städtebundtheaters geholt und gab 1935 ihr Debüt bei einem Gastspiel in Hilden.Hilde Jansen. In: Hildener Rundschau, 27. September 1935, S. 3 (online). Beim Städtebundtheater lernte sie ihren Kollegen Albert Bessler kennen, den sie 1936 heiratete.Stadtarchiv Wuppertal, Heiratsregister Standesamt Wuppertal-Barmen, Nr. 1289/1936; die Ehe wurde 1942 geschieden. Ende desselben Jahres kam der gemeinsame Sohn zur Welt.

Ihre Karriere setzte Hilde Jansen in der Saison 1936/37 am Stadttheater MünsterVom Rheinischen Städtebundtheater. In: Die Heimat am Mittag (Langenberger Zeitung), 18. August 1936, S. 3 (online). und nachher an der Städtischen Bühne Bochum fort. Seitdem sie zu Beginn des Zweiten Weltkriegs nach Berlin übersiedelt war, wirkte sie nach ihrem Einstand mit der weiblichen Hauptrolle in dem Abenteuerfilm Gold in New Frisco auch mit zumeist kleineren Rollen im Film mit. Lediglich in dem ländlichen Lustspiel Für die Katz und in der Volksstückverfilmung Unser kleiner Junge erhielt sie jeweils eine weitere Hauptrolle. Hilde Jansen blieb bis zum Kriegsende filmaktiv und ging im Rahmen einer Gastspieldirektion auch auf Wehrmachtsbetreuungstourneen. Gemeinsam mit Hildegard Knef war sie zudem an den Kammerspielen des Deutschen Theaters Berlin beschäftigt.Hildegard Knef: Der geschenkte Gaul. Bericht aus einem Leben. Verlag Fritz Molden, Wien/München/Zürich 1970, , S. 68 f.Jürgen Trimborn: Hildegard Knef. Das Glück kennt nur Minuten. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2005, ISBN 978-3-421-05827-0, S. 79. Sie stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.Jansen, Hilde. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten. Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Arndt-Verlag, Kiel 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 385.

Die Nachkriegszeit begann sie am Künstlertheater von Bremen, anschließend ist kaum mehr ein Festengagement Jansens feststellbar. Auch vor die Kamera trat die brünette Künstlerin nicht mehr. Zwischenzeitlich von 1942 bis 1948 mit dem Ministerialrat Horst Walter verheiratet gewesen,Landesarchiv Berlin, Familienbuch Standesamt Berlin-Zehlendorf, Nr. 159/1942 (vgl. Namensverzeichnis zum Familienbuch 1942; PDF; 153 MB). ehelichte sie 1948 in Bremen den Kaufmann Otto Meyer-CunoFreie Hansestadt Bremen, Familienbuch Standesamt Bremen-Mitte, Nr. 3008/1948, zitiert nach dem amtlichen Vermerk im Geburtsregister. und ging Mitte der 1950er-Jahre in die USA, wo ihr Mann als Handelskonsul am Deutschen Konsulat in Boston bestellt wurde.In Memory Of Mrs. Hildegard Jansen Meyer-Cuno. In: The Charlotte Observer, 18. April 1995, S. 23 (online bei Newspapers.com, kostenpflichtig). Später kehrte das Ehepaar nach Europa zurück und ließ sich im Stadtteil Igls der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck nieder. Seit 1981 verwitwet, starb Hilde Jansen 1995 im Landeskrankenhaus Innsbruck an einer KrebserkrankungLandeshauptstadt Innsbruck, Sterbebuch Standesamt Innsbruck (mit Sammelakten), Nr. 449/1995. und wurde in einem anonymen Grabfeld auf dem Ostfriedhof beigesetzt.Grabsuche der Stadt Innsbruck (online).

Filmografie (komplett) 1939: Gold in New Frisco 1940: Für die Katz 1941: Unser kleiner Junge 1942: Das große Spiel 1942: Der Seniorchef 1943: Geliebter Schatz 1943: Wenn die Sonne wieder scheint 1944: Die Degenhardts 1945: Das seltsame Fräulein Sylvia (unvollendet)

Literatur Almanach der deutschen Filmschaffenden. Max Hesses Verlag, Berlin 1943, , S. 411.

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Einzelnachweise

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