mini|hochkant=1.9| Der Speerwurf der Frauen bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2011 wurde am 1. und 2. September 2011 im Daegu-Stadion der südkoreanischen Stadt Daegu ausgetragen.
Es gewann die aktuelle Olympiasiegerin, Weltmeisterin von 2007, Vizeweltmeisterin von 2009, Vizeeuropameisterin von 2006, EM-Dritte von 2010 und Weltrekordinhaberin Barbora Špotáková aus Tschechien. Auf den zweiten Platz kam die dreifache Afrikameisterin (2004/2008/2010) und Vizeafrikameisterin von 2006 Sunette Viljoen aus Südafrika, der im Finale mit 68,38 m ein neuer Afrikarekord gelang. Bronze ging an die deutsche Olympiazweite von 2008, zweifache Vizeweltmeisterin (2005/2007) und Vizeeuropameisterin von 2010 Christina Obergföll.
Bestehende Rekorde Weltrekord 72,29 m Stuttgart, Deutschland 13. September 2008 Weltmeisterschaftsrekord 71,70 m WM 2005 in Helsinki, Finnland 14. August 2005IAAF Weltrekorde. Speerwurf Frauen, rekorde-im-sport.de, abgerufen am 13. Januar 2021 Der bestehende WM-Rekord wurde bei diesen Weltmeisterschaften nicht eingestellt und nicht verbessert. Die tschechische Weltmeisterin Barbora Špotáková verfehlte ihren eigenen Rekord im Finale allerdings nur um zwölf Zentimeter.
Es gab einen Kontinentalrekord: 68,38 m (Afrikarekord) – Sunette Viljoen, Südafrika, Finale am 2. September
Doping In einem Nachtest wurde der zunächst siegreichen Russin Marija Abakumowa der Einsatz der verbotenen Substanz Turinabol nachgewiesen. Alle ihre zwischen August 2008 und August 2012 erzielten Resultate wurden annulliert, sodass sie ihre WM-Medaillen (2011: Gold / 2009: Bronze) zurückgeben musste. Vorher war ihr wegen eines ersten positiven Tests bereits ihre olympische Silbermedaille von 2008 aberkannt worden.Maria Abakumova has been stripped of worlds title 2011 for doping, throwshub.com, 7. September 2020 (englisch), abgerufen am 13. Januar 2021
Benachteiligt wurden insgesamt vier Sportlerinnen: zwei im Medaillenbereich, eine weitere im Finale und eine in der Qualifikation: Barbora Špotáková, Tschechien – Sie wurde erst lange nach Abschluss der Veranstaltung als Weltmeisterin anerkannt. Christina Obergföll, Deutschland – Sie erhielt erst lange verspätet ihre Bronzemedaille und konnte nicht an der Siegerehrung teilnehmen. Yuki Ebihara, Japan – Ihr hätten als Teilnehmerin auf Rang acht nach dem Vorkampf im Finale drei weitere Versuche zugestanden. Ásdís Hjálmsdóttir, Island – Sie lag nach der Qualifikation auf Gesamtrang zwölf aus beiden Qualifikationsgruppen, sodass sie am Finale hätte teilnahmen können.
Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: – verzichtet x ungültig
Qualifikation 28 Teilnehmerinnen traten in zwei Gruppen zur Qualifikationsrunde an. Die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug betrug 61,00 m. Sieben Athletinnen übertrafen diese Marke (hellblau unterlegt). Das Finalfeld wurde mit den fünf nächstplatzierten Sportlerinnen auf zwölf Werferinnen aufgefüllt (hellgrün unterlegt). So reichten für die Finalteilnahme schließlich 59,65 m.
Gruppe A 1. September 2011, 10:10 Uhr Platz Name Nation Resultat (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) Anmerkung 1 Christina Obergföll 68,76 68,76 – – 2 Katharina Molitor 63,52 63,52 – – 3 Goldie Sayers 62,19 56,61 62,19 – 4 Yuki Ebihara 59,88 57,36 59,66 59,88 5 Madara Palameika 59,78 59,78 x 59,33 6 Jarmila Klimešová 59,65 55,90 59,65 56,01 7 Ásdís Hjálmsdóttir 59,15 59,15 57,62 x eigentlich für das Finale qualifiziert 8 Rachel Yurkovich 58,84 58,84 58,01 57,92 9 Justine Robbeson 58,08 57,87 55,27 58,08 10 Indrė Jakubaitytė 56,93 x 56,01 56,93 11 Yanet Cruz 56,72 55,91 56,72 55,48 12 Elisabeth Eberl 56,48 56,48 54,39 x 13 Kim Kyung-ae 54,96 51,64 53,75 54,96 DOP Marija Abakumowa 62,49 x 62,49 – für das Finale zugelassen In Qualifikationsgruppe A ausgeschiedene Speerwerferinnen:
Gruppe B 1. September 2011, 11:25 Uhr Platz Name Nation Resultat (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) 1 Sunette Viljoen 65,34 65,34 – – 2 Barbora Špotáková 63,40 63,40 – – 3 Martina Ratej 61,58 61,58 – – 4 Kimberley Mickle 60,50 60,50 57,80 60,12 5 Linda Stahl 60,21 60,21 59,85 58,25 6 Zahra Bani 58,92 x x 58,92 7 Wera Rebrik 58,50 x 55,69 58,50 8 Mercedes Chilla 58,34 58,34 x 52,01 9 Sinta Ozoliņa-Kovale 58,15 56,18 58,15 54,02 10 Liu Chunhua 57,52 56,73 56,37 57,52 11 Kara Winger 57,14 56,41 55,25 57,14 12 Tatjana Jelača 56,68 56,68 x 54,58 13 Risa Miyashita 55,62 55,62 55,52 55,40 14 María Lucelly Murillo 52,83 x x 52,83 In Qualifikationsgruppe B ausgeschiedene Speerwerferinnen:
Finale 2. September 2011, 19:10 Uhr Platz Name Nation Resultat (m) 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) 4. Versuch (m) 5. Versuch (m) 6. Versuch (m) 1 Barbora Špotáková 71,58 68,80 67,90 68,64 67,12 71,58 66,80 2 Sunette Viljoen 68,38 AF 64,36 65,20 63,12 58,48 68,38 62,68 3 Christina Obergföll 65,24 61,74 64,39 64,80 65,24 65,31 x 4 Katharina Molitor 64,32 59,88 58,19 57,94 60,31 58,85 64,32 5 Kimberley Mickle 61,96 59,33 57,07 60,87 x 61,96 61,33 6 Martina Ratej 61,65 58,87 x 60,58 x 61,65 x 7 Jarmila Klimešová 59,27 59,27 x 57,37 x x 55,87 8 Yuki Ebihara 59,08 59,08 58,39 57,96 eigentlich zu drei weiteren Würfen berechtigt 9 Goldie Sayers 58,18 57,32 57,52 58,18 nicht im Finale derbesten acht Werferinnen 10 Madara Palameika 58,08 55,69 58,08 x DOP Marija Abakumowa 71,99 60,38 71,25 – x 71,99 63,27 Linda Stahl
Video Javelin Throw Women Final - Maria Abakumova 71,99m and Barbora Spotakova 71,58m, youtube.com, abgerufen am 13. Januar 2021
Weblinks World Championships Daegu (englisch), abgerufen am 13. Januar 2021 Women Javelin Throw Athletics XIII World Championship 2011 Daegu (KOR) auf todor66.com (englisch), abgerufen am 13. Januar 2021 Ergebnisse im Statistics Handbook der IAAF zur WM 2019 in Doha, Women Javelin Throw, Daegu 2011, S. 350 (PDF; 10,3 MB, englisch), abgerufen am 13. Januar 2021
Einzelnachweise und Anmerkungen
Speerwurf der Frauen Kategorie:Leichtathletikwettbewerb in Daegu