Diese Liste nennt die Abgeordneten zum Greizer Landtag 1871–1873.
Vorbemerkungen Der Greizer Landtag bestand 1867 bis 1919. Bis 1918 wurden die Abgeordneten auf sechs Jahre gewählt. Alle drei Jahre schied eine Hälfte der Abgeordneten aus und wurde neu gewählt. Entsprechend teilt sich die Liste nach den Wahlen in 3-Jahresabschnitte auf. Neben den Abgeordneten wurden auch individuelle Stellvertreter gewählt. Diese sind aufgeführt, wenn sie an Landtagen teilgenommen haben.
Unter „Wahlbezirk“ ist angegeben, wie die Wahl zustande kam. Drei der Mitglieder wurden vom Fürsten ernannt, gekennzeichnet mit „F“ Zwei der Mitglieder wurden von den Ritterguts- und Großgrundbesitzern in direkter Wahl gewählt, gekennzeichnet mir „RG“ Sieben Mitglieder wurden von den übrigen Staatsbürgern in indirekter Wahl gewählt, gekennzeichnet mit „AW“. AW 1 und 2 entsprachen jeweils eine Hälfte der Stadt Greiz, AW 3 der Stadt Zeulenroda, AW 4 bis 6 waren Landgemeinden der Herrschaft Greiz und AW 7 die Landgemeinden der Herrschaft Burgk.
Das Parteienwesen entstand erst im Laufe der Zeit. Für die Anfangszeit ist unter „Partei“ die politische Richtung des Abgeordneten angegeben, als NL für Nationalliberal oder kons für Konservativ.
Liste
Name Wohnort Wahlbezirk gewählt bis Partei Anmerkung Greiz AW 4 31. Dezember 1876 ./. Landtagsvizepräsident vom 27. November 1872 bis 21. Februar 1873 und vom 25. November bis 11. Dezember 1873. Landtagspräsident vom 11. bis zum 20. Dezember 1873 Altgommla AW 5 31. Dezember 1873 ./. Nachwahl für den verstorbenen Johann Friedrich Strauß am 30. September 1872 gewählt Greiz F 31. Dezember 1873 kons Gottesgrün RG 31. Dezember 1873 ./. Greiz F 31. Dezember 1876 ./. Landtagsvizepräsident vom 11. bis 20. Dezember 1873 Ober- und Unterschönfeld RG 31. Dezember 1876 kons Greiz AW 1 31. Dezember 1873 ./. Arnsgrün AW 6 31. Dezember 1876 ./. Greiz AW 7 31. Dezember 1876 ./. Mandat am 10. Dezember 1873 niedergelegt. Nachfolger war Taut Zeulenroda AW 1 31. Dezember 1873 ./. Greiz AW 7 31. Dezember 1876 ./. Nachfolger von Eduard Schilbach ab dem 7. Dezember 1874 Rittergut Hohenölsen RG 31. Dezember 1876 ./. Vom 3. bis 21. Februar und vom 24. November bis 20. Dezember 1873 als Vertreter für von Kommerstädt Greiz F 31. Dezember 1870 kons Am 6. November 1872 für den verstorbenen Hofmann ernannt Rittergut Dörflas RG 31. Dezember 1873 ./. Greiz AW 2 31. Dezember 1876 NLP Mandat am 10. Dezember 1873 niedergelegt. Nachfolger wurde Henning. Landtagspräsident vom 27. November 1872 bis zum 21. Februar 1873 und vom 25. November bis 10. Dezember 1873
Literatur Reyk Seela: Landtage und Gebietsvertretungen in den reußischen Staaten 1848/67–1923. Biographisches Handbuch (= Parlamente in Thüringen 1809–1952. Tl. 2). G. Fischer, Jena u. a. 1996, ISBN 3-437-35046-3, S. 157–159.
1871