mini|Emmy La Grua, Lithographie von August Prinzhofer, 1854 Emmy La Grua (auch Emma, Emmi oder Emilia; Lagrua; oder Emilie Carini) (* 15. Mai 1831Karl-Josef Kutsch und Leo Riemens: Großes Sängerlexikon, 4. Bd., 4., erw. u. akt. Aufl., München 2003, S. 2577, vgl. auch Iris vom 15. April 1863, S. 59 (Digitalisat). in Palermo; † nach 1869Karl-Josef Kutsch und Leo Riemens: Großes Sängerlexikon, 4. Bd., 4., erw. u. akt. Aufl., München 2003, S. 2578.) war eine italienische Opernsängerin (Sopran) des 19. Jahrhunderts, die international erfolgreich konzertierte.

Leben Emmy La Grua war die Tochter der königlich-sächsischen Kammersängerin Friederike Funk und des italienischen Tenoristen Luigi La Grua. 1837 zog sie mit ihrer Mutter nach Dresden. Sie erhielt Gesangsunterricht von ihrer Mutter sowie von Pauline Viardot-García und Caroline Ungher-Sabatier in Paris.Siehe Neue Zeitschrift für Musik vom 17. Januar 1851, S. 26 (Digitalisat); Wiener Zeitung vom 23. August 1851, 2. Sp. (Digitalisat).

Im Dezember 1850 gab Emmy La Grua in Dresden ihr Debüt als Alice in „Robert der Teufel“ von Giacomo Meyerbeer.Marie Börner-Sandrini: Erinnerungen einer alten Dresdnerin, Neue Folge, Dresden 1879 , S. 19 (Digitalisat); Signale für die musikalische Welt 8. Jg., Nr. 50, Dezember 1850, S. 482 (Digitalisat). Weitere Rollen waren u. a. Donna Anna aus Mozarts „Don Giovanni“ oder Rosine in „Der Barbier von Sevilla“ von Gioachino Rossini. In den folgenden Jahren gastierte Emmy La Grua an der Pariser OperVgl. etwa Signale für die musikalische Welt 9. Jg., Nr. 4, Januar 1851, S. 38 (Digitalisat)., ab Oktober 1853 als Primadonna an der Wiener HofoperVgl. etwa Signale für die musikalische Welt 11. Jg., Nr. 29, Juli 1853, S. 229 (Digitalisat); Signale für die musikalische Welt 11. Jg., Nr. 42, Oktober 1853, S. 335 (Digitalisat)., ab 1854 in Turin sowie zu weiteren Gastspielen in Wien, Dresden und LyonVgl. Signale für die musikalische Welt 12. Jg., Nr. 51, Dezember 1854, S. 423 (Digitalisat); Süddeutsche Musik-Zeitung vom 13. März 1854, S. 44 (Digitalisat) sowie vom 17. April 1854, S. 64 (Digitalisat).. 1855 unternahm sie zusammen mit Cavaliere Antonio Porto eine zweijährige Konzertreise (mit hohen Gagen) nach Rio de Janeiro und Buenos AiresSignale für die musikalische Welt 13. Jg., Nr. 22, Mai 1855, S. 173 (Digitalisat); Berliner Musikzeitung vom 16. Mai 1855, S. 159 (Digitalisat); Süddeutsche Musik-Zeitung vom 12. Oktober 1857, S. 164 (Digitalisat).. Danach gab sie wieder in Paris, Wien sowie Pest (heute Budapest), in Sankt Petersburg, Berlin und München Auftritte.Der Zwischen-Akt vom 26. Mai 1859, 2. Sp. (Digitalisat); Berliner Musikzeitung vom 1. Juni 1859, S. 175 (Digitalisat); Blätter für Musik, Theater und Kunst vom 11. Oktober 1859, S. 324 (Digitalisat); Fremden-Blatt vom 6. Januar 1860, o. S. (Digitalisat); Ost-Deutsche Post vom 10. Juli 1860, o. S. (Digitalisat); Signale für die musikalische Welt 19. Jg., Nr. 25, Mai 1861, S. 334 (Digitalisat); Fremden-Blatt vom 11. Juli 1861, o. S. (Digitalisat). Zwischenzeitlich lebte sie 1859 wieder in Dresden.Fremden-Blatt vom 18. August 1859, o. S. (Digitalisat). 1862 gastierte die Sängerin in Barcelona,Der Zwischen-Akt vom 22. Juni 1862, o. S. (Digitalisat). 1864 in LondonBerliner Musikzeitung vom 20. April 1864, S. 127 (Digitalisat). und 1865 in Italien und Spanien.

1867 heiratete sie in Palermo den Obristen bzw. General Giacinto Carini (1821–1880)(Linzer) Tages-Post vom 31. Januar 1880, S. 2 (Digitalisat)., einen Adjutanten Giuseppe Garibaldis,Neue Zeitschrift für Musik vom 5. Juli 1867, S. 247 (Digitalisat); Neue Freie Presse vom 16. Juni 1867, o. S. (Digitalisat). und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück.

Literatur

Marie Börner-Sandrini: Erinnerungen einer alten Dresdnerin, Neue Folge, Dresden 1879 , S. 17–19 (Digitalisat). Fanny Lewald: Zwölf Bilder nach dem Leben: Erinnerungen, Berlin 1888, S. 85 (Digitalisat). Karl-Josef Kutsch und Leo Riemens: Großes Sängerlexikon, 4. Bd., 4., erw. u. akt. Aufl., München 2003, S. 2577–2578. Michael Jahn (Hrsg.): Von Martha (1847) bis Daphne (1940). Schriften zur Wiener Operngeschichte, Wien 2005, S. 79.

Weblinks

"La Grua, Emmy" auf der Seite des Bayerischen Musikerlexikons online, LMU München (Stand: 1. Oktober 2018)

Einzelnachweise

Kategorie:Opernsänger Kategorie:Sopran Kategorie:Geboren 1831 Kategorie:Gestorben im 19. Jahrhundert Kategorie:Frau