Alfons Paul Scholtis (* 19. Februar 1902 in Klein-ZabrzeAnita Maaß: Politische Kommunikation in der Weimarer Republik. Das Dresdner Stadtverordnetenkollegium 1918–1933. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2009, ISBN 978-3-86583-371-6, Anlage 2, S. 41.; † ca. 1973) war ein deutscher Politiker (NSDAP).
Leben Er war der Sohn des Maurers Alfons Scholtis und war zunächst als Handlungsgehilfe, später als Betriebsleiter in Dresden tätig. Er trat zum 22. Mai 1926 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 36.669).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/39280023 Nachdem er 1932 erfolglos für den Reichstag kandidiert hatte, wurde er am 13. November 1932 zum Stadtverordneten in Dresden gewählt. Im Frühjahr 1933 erfolgte nach der„Machtergreifung“ der Nationalsozialisten seine Berufung in den gleichgeschalteten Sächsischen Landtag. Bereits im Oktober 1933 löste sich der Landtag auf.
Scholtis war NSDAP-Organisationsleiter des Bezirks Dresden und ab 1933 in der Stadt Dresden NSDAP-Fraktionsführer im Stadtverordnetenkollegium. Im März 1933 wurde er vom Reichskommissar Manfred von Killinger zum Stellvertreter des Kommissars zur besonderen Verwendung bei der Kreishauptmannschaft Dresden-Bautzen, Cuno Meyer, ernannt.Sächsische Dorfzeitung und Elbgaupresse vom 17. März 1933.
Anfang Dezember 1933 legte Scholtis gemeinsam mit Alfred Brock das Amt als Dresdner Stadtverordneter nieder. Als ihre Nachfolger wurden der kaufmännische Angestellte Wilhelm Strobel und der praktische Arzt Hans Hofmann berufen.Zwei neue Stadtverordnete. In: Der Freiheitskampf vom 7. Dezember 1933, S. 5. Scholtis schied 1934 aus der NSDAP aus.
Literatur Aspekte Sächsischer Landtagsgeschichte. Präsidenten und Abgeordnete von 1833 bis 1952. 2001, S. 40–41.
Einzelnachweise
Kategorie:Mitglied des Sächsischen Landtags (Weimarer Republik) Kategorie:Politiker (Dresden) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann