Irene Fischer (* 1. Dezember 1915 in Tübingen, Deutsches Reich; † nach 1960) war eine deutsche Schauspielerin bei Bühne und Film.

Leben Die Tochter des Gaswerkdirektors Ernst Fischer und seiner Gattin Luise, geborene Weiß, besuchte nach dem Lyzeum eine Schauspielschule. Mit nicht ganz 19 Jahren trat Irene Fischer 1934 ihr erstes Engagement am Stadttheater von Baden-Baden an. Hier blieb sie bis 1936 und ging in diesem Jahr für zwei Spielzeiten nach Nürnberg. Anschließend (ab 1938) wirkte die Künstlerin an Berliner Spielstätten (wie z. B. der Komödie) und trat mit meist recht kleinen Nebenrollen in einer Reihe von Kinofilmen auf. Dabei gelang es ihr auch, Rollen bei zwei nachmaligen Kassenhits und Kultfilmen zu bekommen: An der Seite von Heinz Rühmann verkörperte sie 1941 in der Komödie Quax, der Bruchpilot eine Pilotin, und an der Seite von Hans Albers sah man Irene Fischer 1943 im prachtentfaltenden Münchhausen-Film als Marfa. Nach dem Krieg trat Irene Fischer kaum mehr in Erscheinung und konzentrierte sich auf die Synchrontätigkeit. Die Schauspielerin soll auch als Bibliothekarin gearbeitet haben.Piet Hein Honig, Hanns-Georg Rodek: 100001. Die Showbusiness-Enzyklopädie des 20. Jahrhunderts. Fischers letzter bekannter Wohnort (1960) war Grünwald bei München, über ihren weiteren Lebensweg ist derzeit nichts bekannt.

Filmografie 1938: Die Pfingstorgel 1939: Kornblumenblau 1939: Legion Condor (unvollendet) 1940: Weltrekord im Seitensprung 1940: Bal paré 1940: Die 3 Codonas 1941: Familienanschluß 1941: Die schwedische Nachtigall 1941: Quax, der Bruchpilot 1943: Münchhausen 1944: Nora 1951: Fanfaren der Liebe 1953: Tante Jutta aus Kalkutta

Literatur Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon, Erster Band, Bad Münder 1960, S. 410 f.

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Einzelnachweise

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