Michael Schwarz (* 1979 in Nürnberg) ist ein deutscher Regisseur und Dokumentarfilmer.
Leben Nach dem Abitur am Helene-Lange-Gymnasium in Fürth war Schwarz für mehrere Film- und Fernsehproduktionen tätig und arbeitete als Regieassistent und Script Supervisor für die ZDF-Serie Siska. Er studierte danach Film- und Theaterwissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und war Meisterschüler bei Harald Schleicher an der Filmklasse der Kunsthochschule Mainz. Im Jahr 2009 gründete er zusammen mit dem Kameramann und Produzenten Alexander Griesser die Produktionsfirma nachtschwärmerfilm, die neben Image- und Werbefilmen eigene Dokumentarfilme realisiert.
Michael Schwarz lebt und arbeitet in Mainz. Im Oktober 2023 wurde er zusammen mit dem Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger und dem Kulturmanager Urs Spörri als Kulturberater der Stadt Mainz vorgestellt, um ein Kinokonzept für die Landeshauptstadt zu entwickeln.
Werk Schon während seines Studiums produzierte Schwarz mehrere dokumentarische Kurzfilme, die auf nationalen und internationalen Filmfestivals liefen. Sein Diplomfilm Kursdorf (2011) über das „lauteste Dorf Deutschlands“ feierte seine Premiere auf dem Kasseler DokfestKatalog (PDF; 17 MB) Dokfest Kassel 2011, abgerufen am 6. Januar 2021. und gewann mehrere Preise, unter anderem auf den Bamberger Kurzfilmtagen (als Bester Dokumentarfilm)Eintrag „Kursdorf“ auf filmportal.de (Sektion Auszeichnungen), abgerufen am 5. Januar 2021. und auf dem Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern (Beste Bildgestaltung).
Zu den wiederkehrenden Motiven in den Filmen von Schwarz zählt das Ringen von alltäglichen Menschen, sich ihren privaten und beruflichen Traum vom Glück zu erfüllen. In seinem dokumentarischen Erstlingswerk Der König der Statisten (2007) porträtierte er den Münchner Autogrammsammler und Komparsen Wolfgang Maier. Der Film wurde 2008 für das Internationale Programm des Filmfests München ausgewählt.Filmfest München: König der Statisten, abgerufen am 5. Januar 2021. Der Film Dolce Vita (2008) zeigt ein Paar, das in Ingelheim am Rhein gemeinsam einen Swingerclub betreibt. Im Mittelpunkt von Peter Rist, Idealist (2013) stehen der Lokalpolitiker Peter Rist und sein Versuch, sich als Schlagersänger und Unterhaltungskünstler zu etablieren.
Daneben behandelt Schwarz Themen von politischer und sozialer Relevanz. Für sein Langfilmdebüt Die Kandidaten (2019) begleitete er die rheinland-pfälzischen Jungpolitikerinnen und Jungpolitiker Thomas Hitschler, Misbah Khan, Jan Metzler, Sebastian Münzenmaier sowie David Dietz und Maximilian Keck im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017. Der Film feierte seine internationale Premiere auf dem Kolkata International Film Festival in IndienEintrag „Kolkata International Film Festival“ auf der Seite von german films, abgerufen am 5. Januar 2021. und war für den Wettbewerb Dokumentarfilm des Filmfestivals Max Ophüls Preis nominiert.Wettbewerb Dokumentarfilm 2019 auf der Webseite des Filmfestival Max Ophüls Preis, abgerufen am 5. Januar 2021. Der Nachfolgefilm INNdependence (2020) entstand während der Covid-19-Pandemie und erzählt die Geschichte von drei wohnungslosen Menschen, die zur Zeit des „Lockdowns“ 64 Tage lang in einem Mainzer Hotel unterkommen. Der Film wurde mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet und feierte seine Premiere auf den Internationalen Hofer FilmtagenEintrag auf der Webseite der Internationalen Hofer Filmtage, abgerufen am 5. Januar 2021., die internationale Premiere fand im Rahmen des Programms “Short Export 2021 – Made in Germany” auf dem Festival du Court-Métrage de Clermont-Ferrand statt.Katalog "Short Export - Made in Germany 2021 (PDF; 807 kB), abgerufen am 30. Januar 2021.
Für den Langfilm Der Tod ist ein Arschloch (2025) begleitete Schwarz den Berliner Bestatter Eric Wrede und dessen Kolleginnen bei ihrer Arbeit. Der Film feierte seine Premiere im Dokumentarfilmwettbewerb des Filmfestivals Max Ophüls Preis und wurde mit dem „Prädikat besonders wertvoll“ ausgezeichnet.FBW Filmbewertung „Der Tod ist ein Arschloch“, abgerufen am 26. Januar 2025. Die internationale Premiere fand auf dem Internationalen Filmfestival Shanghai statt.
Filmografie (Auswahl) 2007: Der König der Statisten (Dokumentarfilm, 19 Min.) 2008: Dolce Vita (Dokumentarfilm, 13 Min.) 2009: Advent (Dokumentarfilm, 3 Min.) 2011: Kursdorf (Dokumentarfilm, 15 Min.) 2013: Peter Rist, Idealist (Dokumentarfilm, 19 Min.) 2014: Color Victim (Experimentalfilm, 2 Min.) 2015: Metatron (Experimentalfilm, 3 Min.) 2015: Der Champion von Palästina (Dokumentarfilm, 4 Min., Konzept & Trailer) 2016: 47 (Dokumentarfilm, 15 Min.) 2016: Vom Schweben (Experimentalfilm, 3 Min.) 2019: Die Kandidaten (Dokumentarfilm, 82 Min.) 2020: INNdependence (Dokumentarfilm, 15 Min.) 2025: Der Tod ist ein Arschloch (Dokumentarfilm, 79 Min.)
Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl) 2008: „Prädikat wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung für Der König der StatistenFBW Filmbewertung „König der Statisten“, abgerufen am 5. Januar 2021. 2008: Nominierung für das Internationale Programm beim Filmfest München für Der König der Statisten 2008: „Prädikat wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung für Dolce VitaFBW Filmbewertung „Dolce Vita“, abgerufen am 5. Januar 2021. 2011: „Prädikat besonders“ wertvoll der Deutschen Film- und Medienbewertung für KursdorfFBW Filmbewertung „Kursdorf“, abgerufen am 5. Januar 2021. 2011: Kurzfilm des Monats April der Deutschen Film- und Medienbewertung für KursdorfBericht der Rhein-Zeitung, 30. Juni 2011, abgerufen am 5. Januar 2021. 2012: Bamberger Reiter für den Besten Dokumentarfilm bei den Bamberger Kurzfilmtagen für Kursdorf 2012: Preis für die Beste Bildgestaltung beim Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern für Kursdorf 2012: Wand 5-Ehrenpreis beim Stuttgarter Filmwinter für Kursdorf 2013: „Prädikat wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung für Peter Rist, IdealistFBW Filmbewertung „Peter Rist, Idealist“, abgerufen am 5. Januar 2021. 2015: Eröffnungsfilm beim Filmfest Dresden für Color VictimEintrag „Color Victim“ auf der Webseite von „nachtschwärmerfilm“, abgerufen am 5. Januar 2021. 2019: Nominierung für den Wettbewerb Dokumentarfilm beim Filmfestival Max Ophüls Preis für Die Kandidaten 2019: Nominierung Focus Germany beim Kolkata International Film Festival für Die Kandidaten 2019: „Prädikat wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung für Die KandidatenFBW Filmbewertung „Die Kandidaten“, abgerufen am 5. Januar 2021. 2020: „Prädikat besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung für INNdependenceFBW Filmbewertung „INNdependence“, abgerufen am 5. Januar 2021. 2020: Official Selection bei den Internationalen Hofer Filmtagen für INNdependence 2020: Publikumspreis Lokaler Kurzfilmwettbewerb beim FILMZ – Festival des deutschen Kinos für INNdependence FILMZ – Festival des deutschen Kinos, abgerufen am 5. Januar 2021. 2021: Preis des Festivalteams bei den Kurzfilmtagen Thalmässing für INNdependenceKurzfilmtage Thalmässing: Archiv 2021, abgerufen am 28. November 2022. 2022: Doku-Filmpreis beim kontrast Filmfest Bayreuth für INNdependenceKontrast Filmfest Bayreuth: Der Film-Preis, abgerufen am 28. November 2022. 2025: Nominierung für den Wettbewerb Dokumentarfilm beim Filmfestival Max Ophüls Preis für Der Tod ist ein Arschloch 2025: „Prädikat besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung für Der Tod ist ein ArschlochFBW Filmbewertung „Der Tod ist ein Arschloch“, abgerufen am 26. Januar 2025. 2025: Nominierung für den Wettbewerb Dokumentarfilm beim Achtung Berlin Filmfestival für Der Tod ist ein Arschloch 2025: Nominierung für den Wettbewerb Regionale Langfilme beim Lichter Filmfest Frankfurt International für Der Tod ist ein Arschloch 2025: Official Selection beim Internationalen Filmfestival Shanghai für Der Tod ist ein Arschloch
Weblinks
Website der Produktionsfirma nachtschwärmerfilm
Einzelnachweise
Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Dokumentarfilmer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1979 Kategorie:Mann